Börse Frankfurt
Griechen-Krise schnürt dem Dax die Luft ab

Das Bangen um die Zahlungsfähigkeit Griechenlands hält den Dax an der kurzen Leine. Bis Freitag muss Athen 300 Millionen Euro für den IWF aufbringen. Nur woher das Geld kommen soll, ist weiterhin ungeklärt.
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Frankfurt/DüsseldorfDas griechische Schuldendrama lässt dem Dax keine Ruhe. Am Montag wechselt der Leitindex mehrfach sein Vorzeichen. Am Ende rettete er bei 11.436 Punkten ein Plus von 0,2 Prozent ins Ziel. In der zweiten Reihe ragte der MDax mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 20.625 Punkten deutlicher hervor. Der TecDax hingegen stieg bei 1698 Punkten lediglich um 0,3 Prozent.

Positive Vorgaben aus den USA haben die Kurse leicht gestützt. Der Dow Jones lag zwischenzeitlich 0,5 Prozent im höher. Dennoch bleibt die Zahlungsfähigkeit Griechenlands das bestimmende Thema an den Märkten. Bis Freitag muss das Land 300 Millionen Euro an den IWF zurückzahlen. Das Problem: Griechenland besitzt dieses Geld nicht.

„Die Grexit-Angst geht um,“ konstatierte LBBW-Analyst Wolfgang Albrecht. „Es hat den Anschein, dass die Positionen von Geldgebern und Griechenland immer noch weit auseinander liegen. Das Risiko eines Grexit steigt dementsprechend von Tag zu Tag,“ schreiben die Analysten der Essener National-Bank in einem Kommentar. „Über allem schwebt die unendliche griechische Tragödie“, sagte Marktstratege Frank Geilfuß vom Berliner Bankhaus Löbbecke. „Das Warten auf neue Impulse geht weiter.“

Die Fragen an der Börse bleiben aus Sicht von Andreas Lipkow, Aktienhändler beim Vermögensverwalter Kliegel & Hafner, die alten: Wie werde sich die US-Notenbank zur erwarteten Zinswende äußern und werde Griechenland die bald fällige Kredittranche bedienen? Aufgrund der Unsicherheit um die Entwicklung dieser Themen prägten Spekulationen und Zurückhaltung weiter abwechselnd das Handelsgeschehen.

Die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs sehen die Verhandlungen in einer Sackgasse. Es gebe zwar immer wieder Berichte über Fortschritte, diese seien aber unvereinbar. Das Problem dabei: In den kommenden Wochen und Monaten muss Griechenland hohe Zahlungen schultern.

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  • Ob Mai ,September oder Dezember...mir als Langfristanleger ist das völlig egal.
    man muß die Schwächephasen zum Nachkaufen nutzen, natürlich nur die Marktmacher in den einzelnen Branchen, also keine Verlierer kaufen.
    Denn nur mit Gewinnern im Depot macht man Geld.

  • "Nur damit wir mal transparent machen, für was HB hier "wertvolle Zeilen " vergibt."

    Welche wertvolle Zeilen? In einem Online-Medium, also kein Printmedium!

    Oder meinten Sie etwa Ihren eigenen Kommentar?

    Also ich persönlich bin sehr froh, daß man hier wieder posten kann.
    Die Aktienanlage ist alternativlos. Wer wie ich seit Jahrzehnten dabei ist, kann über die täglichen Schwankungen nur müde grinsen.

  • Griechenland hat 260 MRD Schulden und muss also mit 300 Mio gerade mal 0,1%
    ihrer Schulden zurückzahlen und kann nicht. Nur noch mal zur Verdeutlichung
    0,1% der Gesamtschulden.

    Das entspricht bei einem Häuslebauer mit 200 TE Kredit einer Sondertilgung von 200 €. Nur damit wir mal transparent machen, für was das HB hier wertvolle Zeilen
    vergibt.

    Schönen Tag noch.

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