Börse Frankfurt
Griechenland-Gerücht katapultiert Dax in die Höhe

Nach einem schwachen Start in den Tag haben die Anleger den Index nach oben geschickt. Zuletzt sorgte die Meldung, dass Deutschland gegenüber griechischen Reformplänen milder gestimmt sei, für Hoffnung.

FrankfurtNach einem eher schwachen Start in den Tag haben die Anleger am Mittwoch doch noch bei Dax-Werten zugegriffen. Im Minus eröffnet, kletterte der Index zuletzt satte 2,4 Prozent und schloss bei 11.265 Punkten. Grund für den Sprung war das Gerücht, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel sich über die Reform-Bemühungen Griechenlands zufrieden zeigen könnte. Etwa zum gleichen Zeitpunkt wurde bekannt, dass die Europäische Zentralbank den Rahmen des Notkreditprogramms für Griechenland auf 83 Milliarden Euro ausweitet.

Unter Politikern zerrt der Streit rund um Griechenland an den Nerven: Bislang wurden die Reformpläne, welche die griechische Regierung ihren Verhandlungspartnern vorgelegt hat, als unzureichend kritisiert. Nun soll ein weiteres Treffen die Streitparteien einander annähern. Insidern zufolge zeige die Bundeskanzlerin nun Entgegenkommen. Sie wäre bereits dann zufrieden, wenn Griechenland sich auch nur zu einer der Reformen verpflichten würde, welche die europäischen Partner von dem Land fordern, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer das für den Abend am Rande des EU-Lateinamerika-Gipfels in Brüssel anberaumte Treffen.

Forex Capital Markets-Analysten Jens Klatt zufolge treibt die Hoffnung auf einen positiven Ausgang dieses Treffens den Index. „Abzuwarten bleibt allerdings ob die positiven Vorgaben nachhaltig sind”, warnt der Analyst. Eine mögliche Annäherung könnte zwar den Dax zum Wochenende über die 11.300-Punkte-Marke befördern. „Klar muss aber auch sein, dass ein Kursplus von mehr als einem Prozent am Vormittag die Messlatte recht hoch legt und das Potential für Enttäuschungen gegeben ist, sollte sich zeigen, dass die Fronten zwischen Griechenland und Deutschland beziehungsweise Frankreich verhärtet bleiben”, so Klatt.

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