Börse Frankfurt

Griechenland sorgt für Schrecksekunde

Die Präsidentenwahl in Griechenland ist gescheitert und hat den Anlegern die Stimmung verhagelt. In Athen brachen die Kurse ein, Bankaktien gingen auf Talfahrt. Doch der Dax steckte die Lage gut weg.
Update: 29.12.2014 - 17:39 Uhr 7 Kommentare

Dax im Griff der Griechen

FrankfurtAnleger sorgen sich wieder um Griechenland. Die Angst vor einer Euro-Krise flammte wieder auf und es besteht die Gefahr, dass Griechenland von seinem Sparkurs abkehrt. Der Athener Leitindex fiel zeitweise um mehr als elf Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 756,80 Punkten. Auch die übrigen europäischen Aktienmärkte gingen in die Knie. Der Dax knickte kurz ein, erholte sich jedoch wieder und ging schließlich 0,05 Prozent höher bei 9.927 Punkten aus dem Handel.

Grund für die Verkäufe war die gescheiterte dritte Runde zur Kür eines neuen griechischen Staatspräsidenten. Kandidat Stavros Dimas bekam von den Athener Abgeordneten statt der notwendigen 180 lediglich 168 Ja-Stimmen. Nun muss laut Verfassung das Parlament neu gewählt werden. „Anleger haben die Sorge, dass die reformkritische Parteien an die Regierung kommen“, sagte Marktanalyst Naeem Aslam vom Brokerhaus Ava Trade. „Das wäre eine große Gefahr für die bemerkenswerten Fortschritte des Landes bei der Sanierung.“

Ausgang der Wahl nicht überraschend

Der Ausgang der Präsidentenwahl komme aber nicht überraschend, betonte Manos Hatzidakis, Chef-Analyst von Beta Securities. Auch sei der „Grexit“ - ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone - unwahrscheinlich. Außerdem stehe die Europäische Zentralbank (EZB) bereit, um bei Bedarf einzugreifen und die Finanzmärkte zu stabilisieren, fügte Hatzidakis hinzu. Angesichts der Unsicherheit über den weiteren Kurs Griechenlands lasse sich aber kaum abschätzen, ob und wie stark die dortige Börse in den kommenden Wochen fallen werde.

Finanzaktien unter Druck
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Börse Frankfurt - Griechenland sorgt für Schrecksekunde

7 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Griechenland sorgt für Schrecksekunde"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ein prima Zeitpunkt griechische Aktien und Anleihen zu kaufen.

  • @celo.
    Nein, das teile ich nicht.
    Ich weiß, dass bei manch heiterem Kollegen die Meinung hersscht, dass der Dax den Wünschen der Derivate Händlern hinterhereiert.
    Ich halte das definitiv für nonsens, zumindest a la long.
    Kurzfristige Trends werden verstärkt, ok.
    Die langfristige Entwicklung der einzelneen Titel ist eindeutig an deren wirtschaftlicher Erfolg/Misserfolg gekoppelt.

    Wirtschaftlich weniger erfolgreiche Titel gehen runter oder stagnieren: Deutsche Bank, CoBank, MLP, Daimler, Allianz ...
    Wirtschaftlich erfolgreiche Titel gehen hoch: Gilead, Medtronic, Starbucks, Essilor, Novo Nordisk, Novartis, General mills....
    uups wieder kein Dax Titel dabei! Ob das mal wieder nur Pech ist? :-)

  • Griechenland lässt den Dax zucken

    -------------------------------------


    Griechenland lässt den Dax zucken ===>>> LACHPLATTE !!

    Wenn eine ehe scheidet dann ist das Wetter schuld ???

    Der DAX ist extrem aufgebläht...

    alles was über 7500 liegt...ist eine extreme Blase.

    Und selbst 7500 bei der aktuelle ...

    desaströse EU-Arbeitslosigkeitszahlen...

    ist schon zu zittern wann es abwärts geht.





    DANKE " EU " für die hohe Arbeitslosigkeit in der " EU " !

    Toller Erfolg von der EU-Politik !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!









  • Herr Bauer

    Volle Zustimmung, aber Sie müssen zugeben, dass viele Bewegungen im Dax - weitestgehend über Derivate durch 5-6 rgoße Adressen - nicht mehr viel mit der Kapitalbeschaffung eines Unternehmens zu tun hat. Etliche Bewertungen sind aktuell jenseits von Gut und Böse und alleine auf die Notenbankinterventionen zurückzuführen.

    Ich würde mir sehr wünschen, dass Börse wieder so sein wird, wie Sie es schreiben.

    Brandbeschleuniger sind für mich die marktkapitalisierungsgewichteten ETFs. Die kaufen eben einige wenige Werte immer höher und da über 95% der Investoren in ETFs institutionelle Anleger sind, die ETFs zur taktischen Allokation und zum Handel nutzen, gehts schneller hoch/runter. Schauen Sie sich mal die täglichen Dax-ETF-Umsätze an.

  • Herr Bauer

    Volle Zustimmung, aber Sie müssen zugeben, dass viele Bewegungen im Dax - weitestgehend über Derivate durch 5-6 rgoße Adressen - nicht mehr viel mit der Kapitalbeschaffung eines Unternehmens zu tun hat. Etliche Bewertungen sind aktuell jenseits von Gut und Böse und alleine auf die Notenbankinterventionen zurückzuführen.

    Ich würde mir sehr wünschen, dass Börse wieder so sein wird, wie Sie es schreiben.

    Brandbeschleuniger sind für mich die marktkapitalisierungsgewichteten ETFs. Die kaufen eben einige wenige Werte immer höher und da über 95% der Investoren in ETFs institutionelle Anleger sind, die ETFs zur taktischen Allokation und zum Handel nutzen, gehts schneller hoch/runter. Schauen Sie sich mal die täglichen Dax-ETF-Umsätze an.

  • Hallo, Herr Dreis!
    Interessant! In einer Wohlstandsgesellschaft leben und dann zu fragen welchen "Nutzen" das hat?

    Es wäre hilfreich sich mal Gedanken zu machen woher denn unser Wohlstand kommt. Liegt es daran dass der Staat so toll Geld aus dem Nichts schafft? Daher mehr Staat?

    Oder liegt es vielleichtr daran, dass Leute bereit sind an eine (eigene) unternehmerische Idee zu glauben, eigenes gespartes Geld in die Hand zu nehmen und eine Firma nach vorne zu bringen. Viele scheitern, andere auch nicht.

    Und wenn dann diese Firma mal richtig groß wurde und mehr Kapital braucht (z.B. um neue Maschinen zu finanzieren), dann einen Börsengang in Betracht ziehen. Andere geben ihr erspartes Geld in diese Firma in dem sie sich am Stammkapital beteiligen...
    Und erwarten die auch noch eine Rendite?

    Ist das alles unglaublich?
    Das ist Casino?

    Tipp:
    Sie sollten weniger auf das Daytrade-und Händlergeschehen fokussieren, sondern auf die Tatsachen des Kapitalmarktes als funktionierendes Instrument den Kapitalbedarf der Wirtschaft zu gestalten.

  • Hallo,
    ist es nicht pervers?
    Die "armen Anleger" machen sich Sorgen um den DAX-Anstieg.
    Könnt ihr nicht endlich mal die Leute aufklären darüber, welchen Nutzen eigentlich die Börsen darstellen.
    Die Börsen sind doch in Wirklichkeit nur "Casinos" denn sie schaffen keine Werte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%