Börse Frankfurt
Hexen stören die Dax-Erholung nicht

Die befürchteten Turbulenzen blieben beim berüchtigten Hexensabbat aus. Der Dax steigt und verteidigt standhaft die 9300 Punkte. Ein mögliches Sanktionswettrüsten mit Russland schreckt die Anleger nicht mehr.
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FrankfurtMit einem stabilen Aufschlag verabschiedet sich der Dax von einem überraschend ruhigen Hexensabbat. Lediglich im späten Handel kam etwas Fahrt auf, als der Leitindex noch einmal pendelte. Angetrieben von überzeugenden US-Konjunkturdaten und einem souveränen Stresstest amerikanischer Großbanken schloss der Dax 0,5 Prozent fester bei 9342 Punkten.

„Wurde vor einer Woche noch ein deutlicher Rutsch unter die Marke von 9000 Punkten diskutiert, so haben die Anleger offenbar die politische Börse in Sachen Ukraine schon wieder abgehakt. Die Fakten liegen auf dem Tisch, solange sich die Lage nicht verschärft dürften die Märkte diese Baustelle nicht wieder aufmachen“, kommentierte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research.

Verändert habe sich allerdings die Lage in den USA, wo die geldpolitischen Zügel etwas straffer gezogen worden seien. Dennoch bleibe das Umfeld für Aktien attraktiv. „Solange der Dreiklang aus wachsender Wirtschaft, niedriger Inflation und niedrigen Zinsen stimmt, können sich die Anleger beruhigt zurücklehnen“, glaubt Saurenz.

Damit beendete der Dax die Woche im Plus. In der zweiten Reihe fielen die Ergebnisse aufgrund des Verfalls gemischt aus. Der MDax gab 0,2 Prozent nach auf 16.337 Punkte. Die Technologiewerte des TecDax verloren 0,6 Prozent bei 1248 Zählern. Der Euro-Zonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 lief 0,3 Prozent fester auf 3096 Stellen. In New York stand der Dow Jones zum Frankfurter Börsenschluss 0,5 Prozent im Plus bei 16.409 Punkten.

Der „große Verfall“, der auch als „Hexensabbat“ bekannt ist, hat die Märkte im Handel wider Erwarten nicht sonderlich erschüttert. Am Mittag wurden an den Terminmärkten Optionen und Futures auf Aktien und Indizes fällig. Dadurch, dass Anleger die Kurse in eine für sie günstige Richtung zu lenken versuchen, kommt es dabei regelmäßig zu scheinbar unbegründeten Ausschlägen.

Bei einigen Anlegern kam es dieses Mal zu langen Gesichtern - hatten doch viele zum Jahresbeginn auf einen Dax-Stand von 10.000 Zählern zum Großen Verfall gewettet. Am 21. Januar hatte der Dax mit 9794 Zählern noch ein Allzeithoch markiert. Doch die Krim-Krise machte den Anlegern einen Strich durch die Rechnung. Am Mittag wurde der Settlement-Kurs für Dax-Optionen am Mittag auf 9343,06 Punkten festgesetzt.

Kaufimpulse auf dem Parkett kamen von der US-Notenbank. Diese sieht die 30 größten Geldhäuser der Nation heute besser für eine Wirtschaftskrise gewappnet als noch vor fünf Jahren. Dies ergab der jüngste der jährlich durchgeführten Stresstests, deren Ergebnisse am Donnerstag bekannt gegeben wurde. Lediglich die etwas kleiner Zions Bancorp fiel unter die gefordertete Kernkapitalquote von fünf Prozent.

Aus Fernost kamen über Nacht wenig Impulse, weil die Börse in Tokio wegen eines Feiertags geschlossen ist. In China rückte der Shanghai-Composite um 2,6 Prozent vor. Grund war, dass der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia im März stärker als erwartet gestiegen war.

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  • Man kann über das Finanzsprech vom FFM Raubtierkapitalisten denken was man will.... Money making ist halt eine Frage der Berufswahl.
    Zu GUte halten muss man ihm aber, dass er erstnes wenig wehleidig ist wenn Gegenwind kommt und er scheint auch zu verstehen was er da tut.
    Rätselrater, haltlose Spekultoren und Glaskugelfans haben wir genug.

  • Kaum geht es paar Hundert Punkte hoch,kommt der "Experte" wieder aus seinem Loch.
    Das wir immer noch fast 300 Punkte unter dem Kurs vom Jahresanfang liegen,ist ihm wohl entgangen.Ich wette seine Calls hat es in den letzten Wochen zerrissen,als wir schön von 9700 auf 8900 abtauchten.
    Geld verdient man immer in beide Richtungen,der kleine Programmierer muss noch viel lernen !

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