Börse Frankfurt
Janet Yellen bremst den Dax ab

Die Freude in den USA über das Rekordhoch des Dow Jones währte nur kurz. Hierzulande kam sie sogar überhaupt nicht an. Vielmehr wurden die Kurse von den vorsichtigen Aussagen Janet Yellens zur US-Wirtschaft belastet.
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FrankfurtJanet Yellen bremst die Börseneuphorie. Der Dax musste am Ende Verluste in Höhe von rund 0,7 Prozent auf 9719 Punkten hinnehmen. In der zweiten Reihe sah es noch schlechter aus. Der MDax gab ein Prozent nach auf 16.327 Punkte. Der TecDax schloss sogar 1,7 Prozent niedriger auf 1262 Zähler. Außergewöhnlich schwach notierende Drägerwerk- und Software-AG-Aktien brockten dem Technologieindex die dicken Verluste ein. „Zwei Gewinnwarnungen an einem Morgen – das ist natürlich kein gutes Omen für die Berichtssaison“, erklärte ein Börsianer.

Die US-Notenbankchefin äußert sich vorsichtig zur Entwicklung der US-Wirtschaft. „Obwohl sich die Konjunktur weiter verbessert, ist die Erholung noch nicht komplett“, sagte Yellen am Dienstag bei einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats in Washington. „Noch immer sind zu viele Amerikaner arbeitslos.“ Auch würden die Löhne nur leicht wachsen. Yellen verteidigte damit das Festhalten der Fed an ihrer Niedrigzinspolitik und an den Wertpapierkäufen.

In den USA reagierten die Aktionäre enttäuscht auf Yellens Aussagen. Der Dow Jones, der kurz nach Börsenstart bei 17.120 Punkten ein neues Rekordhoch markiert, gab genauso schnell wieder seine Gewinne ab. Nach Frankfurter Börsenschluss verzeichnete der New Yorker Leitindex ein Minus von 0,1 Prozent auf 17.038 Zählern.

Einige Analysten sehen in den leichten Kursrückschlägen allerdings eine gesunde Entwicklung. Wenn sich die Kurse an den Aktienmärkten aber etwas abschwächten, sei das durchaus positiv, erklärte Analyst Sebastian Sachs von der Metzler Bank. „Es ist einfach gut, wenn sich die Märkte der Realität anpassen.“

In Deutschland standen heute neue Konjunkturdaten an – und die wussten nicht zu überzeugen. So fiel der ZEW-Konjunkturerwartungsindex stärker als prognostiziert. Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 29,8 auf 28 Punkte gerechnet. Bei der Bekanntgabe der offiziellen Zahlen zeigte sich aber, dass die Börsianer die Aussichten für die deutsche Wirtschaft skeptischer bewerten. Das Barometer für die ZEW-Konjunkturerwartungen sank um 2,7 auf 27,1 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit Dezember 2012.

„Die deutsche Konjunktur hat sich zuletzt eine kleine Delle eingefangen“, sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. „Im Einzelhandel wurde weniger umgesetzt, zudem produzierte die deutsche Industrie weniger und verzeichnete geringere Auftragseingänge.“ Der Rückgang der Konjunkturerwartungen spiegele die Ernüchterung darüber wider. „Dennoch bleibt der mittelfristige wirtschaftliche Ausblick in der Grundtendenz positiv“, so Fuest.

Katastrophaler Handelstag für Software AG und Drägerwerk

Bei den Einzelwerten sorgten heute vor allem Titel aus der zweiten Reihe für Aufsehen. Gewinnwarnungen haben die Aktien der Software AG und von Drägerwerk abstürzen lassen. Beim SAP-Konkurrenten verlief das zweite Quartal enttäuschend. Die Aktionäre reagierten schockiert und sorgten für einen der größten Kursstürze in der Geschichte des Unternehmens. Die Papiere der Software AG rauschten satte 19 Prozent ins Minus. „Software AG hatte erst vor zwei Wochen erklärt, dass alles gut ist“, sagte ein Aktienhändler. „Da ist die Gewinnwarnung heute ein Paukenschlag. Die haben richtige Vertrauen verspielt.“

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  • Ja, eine Option und sicher langfristig erfolgreich.
    Da käme mir der Spaß aber zu kurz!

  • "Da wird es in Zukunft ..."

    Und von Chinesen (Hu Maotang, etc.) :-DD

  • "...selektive Wahrnehmung ist bemerkenswert..."

    Das sagt der Freund vom X_TRADER, unser Sammler....

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