Börse Frankfurt Japan schiebt Europas Börsen an

Die Stimmung an den Börsen wird besser. In Asien stiegen die Kurse, der Dax zog um 2,67 Prozent auf 9206,84 Punkte an - und EZB-Chef Mario Draghi bekräftigt erneut die Bereitschaft, die Geldpolitik weiter zu lockern.
22 Kommentare

Dax über 9100 Punkten: Nikkei sorgt für gute Laune

FrankfurtNach einem Kursfeuerwerk in Japan haben auch die europäischen Anleger am Montag bei Aktien zugegriffen. Dax und EuroStoxx setzten ihren Erholungskurs vom Freitag fort: Der deutsche Leitindex schloss mit 9.206,84 Punkten 2,7 Prozent höher, der EuroStoxx50 legte um 2,8 Prozent zu. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 3,31 Prozent auf 18 517,20 Punkte aufwärts und der TecDax mit den Technologiewerten kletterte um 3,30 Prozent auf 1562,08 Punkte nach oben.
„Es könnte diese Woche etwas ruhiger zugehen, aber über den Berg sind wir noch nicht“, sagte ein Händler. Schnäppchenjäger seien unterwegs gewesen, nachdem die Börse in Tokio trotz enttäuschender Daten zur Wirtschaftsentwicklung in Japan um mehr als sieben Prozent in die Höhe geschossen sei. Noch in der Vorwoche hatte der japanische Leitindex elf Prozent verloren.

Seit Jahresbeginn haben Dax und EuroStoxx50 je deutlich mehr als zehn Prozent eingebüßt. Die Wall Street blieb am Montag wegen des US-Feiertages President's Day geschlossen. Dies sorgte im europäischen Handel am Nachmittag für sinkende Umsätze. „Wir werden erst am Dienstag sehen, wie sich der Markt tatsächlich entwickelt in dieser Woche“, sagte ein Händler. Am Freitag hatte ein Comeback der Finanzwerte und der Ölpreise den Börsen in den USA und in Europa ein Plus von zwei bis fast drei Prozent beschert.

Mit diesen Aktien wären Sie dem Börsendebakel entkommen

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

-8,58 -0,07%
Chart von DAX ®
DAX
1 von 14

Seit Jahresbeginn liegt der Deutsche Aktienindex mehr als 17 Prozent unter dem Schlussstand von Ende Dezember. Es ist ein ungekannt schwacher Start für den wichtigsten Index in ein Börsenjahr. Ähnlich übel sieht es in den Indizes für mittlere, kleinere und Technologie-Werte aus: MDax (minus 14,6 Prozent), SDax (minus 16,7 Prozent), TecDax (minus 18,6 Prozent).

Doch es gibt einzelne Werte die dem Ausverkauf getrotzt haben und deren Besitzer gut lachen haben. Vor allem im Ausland gibt es einige Perlen zu entdecken.

Stand aller Daten: 9. Februar 2016

GEA GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006602006
Börse
L&S

+0,39 +1,01%
+38,81€
Chart von GEA GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.
GEA Group
2 von 14

Im Dax gibt es derzeit keinen Titel im Plus seit Jahresbeginn und auch im MDax nur einen Titel: Der vor allem für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagebauer Gea Group hat 2015 vier Firmen übernommen und seine Umsatz- und Ergebnisziele erreicht. Im laufenden Jahr peilt Chef Jürg Oleas ohne Zukäufe ein moderates Wachstum an und erntet das Vertrauen der Anleger.

Kursveränderung seit 1.1.2016: plus 3,86 Prozent

Software AG

WKN
ISIN
Börse

Chart von Software AG
Software AG
3 von 14

In den großen deutschen Indizes wird man dann noch im TecDax fündig: Mit der Ankündigung einer verbesserten Marge für das Jahr 2016 beeindruckt die Software AG aus Darmstadt. Auch die Ergebnisse für das zurückliegende Jahr hatten die Aktionäre erfreut und so kann sich der Wert völlig von der miserablen Entwicklung des TecDax in diesem Jahr abkoppeln.

Kursveränderung seit 1.1.2016: plus 9,95 Prozent

S&P 500

WKN
ISIN
Börse
ISP

+2,63 +0,10%
+2.680,94
Chart von S&P 500
S&P 500
4 von 14

Der weitgefasste US-amerikanische Index liegt seit Jahresbeginn fast ein Zehntel im Minus. Doch die Entwicklung der einzelnen Titel ist extrem unterschiedlich. Während vor allem Banktitel enorm leiden, gibt es deutlich positive Ausreißer.

Kursveränderung seit 1.1.2016: minus 9,4 Prozent

NEWMONT MINING CORP. REGISTERED SHARES DL 1,60

WKN
ISIN
US6516391066
Börse
L&S

-0,43 -1,40%
+30,40€
Chart von NEWMONT MINING CORP. REGISTERED SHARES DL 1,60
Newmont Mining
5 von 14

Der Goldpreis ist zu einem Krisenindikator geworden und hat seit Jahresbeginn deutlich zugelegt, während des für die großen Aktienindizes bergab geht. Mit dem Goldpreis ziehen auch die Aktien von Minenbetreibern an, die noch im vergangen Jahr zu den großen Verlierern gehörten. Newmont Mining aus Denver ist einer der größten Förderer von Gold weltweit und das gilt bei Anlegern jetzt als begehrenswert.

Kursveränderung seit 1.1.2016: plus 37,15 Prozent

SOUTHWESTERN ENERGY CO. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US8454671095
Börse
L&S

+0,12 +4,18%
+2,98€
Chart von SOUTHWESTERN ENERGY CO. REGISTERED SHARES DL -,01
Southwestern Energy
6 von 14

Einige Aktien von Öl- und Gasunternehmen, die sich auf die Fracking-Fördertechnologie spezialisiert haben, waren mit dem fallenden Ölpreis extrem unter Druck geraten. Einige Titel können sich jedoch zwischenzeitlich deutlich erholen, doch auch heftige Rückschläge können die Titel immer wieder erfassen. Ein Beispiel: Southwestern Energy. Vor zwei Jahren notierte die Aktie noch bei über 45 Dollar, erst zum Jahreswechsel setzte eine Trendumkehr bei dem Titel ein.

Kursveränderung seit 1.1.2016: 35,89 Prozent.

EXELON CORP. REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
US30161N1019
Börse
L&S

-0,69 -2,17%
+30,04€
Chart von EXELON CORP. REGISTERED SHARES O.N.
Exelon
7 von 14

Eine klassische Ausweichbewegung in turbulenten Börsenphasen zeigt sich auch am US-Markt. Anleger setzen verstärkt auf Versorger, die als Energielieferanten mit regelmäßigen Mittelzuflüssen rechnen können. Ein Branchenindex für US-Versorger liegt seit Jahresanfang fast sieben Prozent im Plus, die Aktie von Exelon liegt deutlich über dem Schnitt.

Kursentwicklung seit 1.1.2016: plus 15,42 Prozent

Neue Konjunkturdaten aus China und Japan dämpften zu Wochenbeginn allerdings nicht gerade die Angst vieler Anleger vor einer weltweiten Rezession: In China brachen im Januar sowohl die Exporte als auch die Importe überraschend stark ein, während das japanische Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2015 schrumpfte. Doch die Anleger wetteten nun darauf, dass die Notenbanken eine Dauerkrise der Weltwirtschaft verhindern werden.

EZB-Chef Mario Draghi bekräftigte denn auch bei einer Anhörung im Europa-Parlament, dass die Notenbank mit einer Vielzahl von Instrumenten ausgestattet und handlungsbereit sei. Dies drückte den Euro um etwa einen halben US-Cent auf 1,1135 Dollar von einem kurz zuvor noch festgelegten EZB-Referenzwert von 1,1180 Dollar. Auch der Yen ging in die Knie und schob im Gegenzug den Dollar auf 114,60 Yen von 113,20 Yen am Freitag.

Auto- und Versorgeraktien erholt
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Börse Frankfurt - Japan schiebt Europas Börsen an

22 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Japan schiebt Europas Börsen an"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Kleiner Nachtrag meinerseits, da mir zu den vielen Artikeln die Erfahrung oder das nötige Hintergrundwissen fehlt, kommentiere ich erst gar nichts, deshalb gibt es von mir so wenig Kommentare.
    Mich regen nur diese Trolle auf.

  • Wieder mal der falsch Spiegel und wie immer persönlich werdent in seinen wertvollen Kommentaren.

  • Sei mir nicht böse,
    aber ich habe Deinen Kommentar nicht zu Ende gelesen....

    einfach zu lang

  • carlos santos



    ------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Ich liebe Deine Kommentare....................

    Aber vor allem liebe ich


    Deine


    L E E R Z E I L E N

    !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!





    .


  • BÖRSE FRANKFURT
    Dax springt zweieinhalb Prozent nach oben

    -------------------------------------------------------------------

    Das DAX TRAUERSPIEL wird sich noch weitere Monate so weiter verhalten...

    zwischen 8800 und 9100 wird es immer wieder für Publizistische Spekulationen eine Bühne geschenkt werden.

    Im Sommer 2016 , spätestens da...kommt eine Neue HARTE KORREKTUR NACH UNTEN !!!





  • Hallo Herr Hofmann,

    stärken Sie mein Wissen - wie schon an anderer Stelle gefragt: was sind eigentlich CO2 Produkte und eine CO2 freie Gesellschaft?

    Ich darf erneut darauf hinweisen und Ihnen eine Sorge nehmen: Ohne CO2 werden wir niemals sein, denn jeder Mensch atmet dieses Gas aus - bei jedem Atemzug. Also keine Panik.

  • Wirtschaft in China läuft noch schlechter als erwartet. Die Ergebnisse der Münchener Sicherheitskonferenz lassen für Syrien und den Nahen Osten überhaupt nur katatrophale Szenarien als realistisch erscheinen. Warum für die Ukraine noch eine einvernehmliche Lösung erwarten, wenn man es auch in Syrien für das einzig Richtige hält, Lösungen blindlings herbeizuballern? Der kurdische Osten der Türkei versinkt im Chaos. Gibt es Ignoranten, die noch Urlaub im türkischen Westen buchen? Griechenland droht mal wieder der Grexit, der EU droht der Brexit. Spanien droht der Abfall Kataloniens. Überall in Europa werden die Grenzen undurchlässiger. Mitten in Europa wird die Verletzung einfachster Grundregeln des humanitären und politischen Miteinander zur Normalität. Nordkorea kündigt neue Raketenstarts an und arbeitet munter an der Atombombe. Fossile Brennstoffe sind so billig, dass die papiernen Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz zu Makulatur werden. Mit Nigeria steht die größte und bevölkerungsreichste Volkswirtschaft Afrikas vor dem Bankrott. Als wäre Boko Haram nicht genug. Frackingfirmen in den USA und mit ihnen verbandelte Kreditinstitute werden fallen wie Dominosteine. Die Aktienkurse steigen, als gäbe es kein morgen. Logisch. Welche Sicherheit hätte man auch sonst noch in einer Welt, in der alles drunter und drüber geht?

    Man sollte alle Börsen der Welt schließen und den Spekulanten erst dann wieder ihr Spielzeug zurückgeben, bis wenigstens eine Handvoll der bedrohlichsten Probleme gelöst ist. Kalter Entzug, bis das Dollarzeichen aus den Augen verschwindet und statt dessen Lösungen sichtbar werden.

  • Abgerechnet wird immer am Ende des Tages. Kurzfristige Trades sind oftmals mit viel Glück und Timing verbunden.

    Irgendwie kommt mir das aus dem Land der Sonne bekannt vor. Eine alternde Bevölkerung mit einem dauerhaft niedrigem Zinsgefüge und schrumpfenderer Altervorsorge.

    Der Nikkei kam in/um das Jahr 1990 von fast 40.000 Punkten auf zwischendurch auch unter 10.000 Punkten zurück un dümpelt mit Volatilität bei um die 16.000 Punkten gegenwärtig dahin.

    Nicht vergessen, der Dax kommt erst von knapp über 12.000 Punkten.

    Dabei ist noch nicht viel passiert. Die PIGS sind noch nicht über dem Berg, Flüchltingsströme unbekannten Ausmaßes und den Folgen sprechen eine andere Sprache. Brexit oder Grexit lassen dann aich schon mal schnell eine andere Richtung bestimmen. Man wird dann immer eine Begründung für die Verluste finden. Und wie lange es dauert sieht man im Land der aufgehnden Sonne mehr als deutlich.

    Was will man auch bei dieser Zinspoltik, der dauerhaften indirekten Enteignung der privaten Altersversorung mit Abschlägen von 40 bis 50% und einer sich immer bescheideren Altersversorung aus der Gesetzl. Rentenversicherung (inflationsbereinigt) anders machen. Man dar spekulieren und hoffen.

    Die bisherigen traditionellen Sparanlagen sind und bleiben zu Gunsten Europas zinslos.

    So jedenfalls wird die 'Altersarmut' für viele kommenden 'Babyboomer' nicht bekämpft. Gegenteiliges wird der Fall sein.

    Politiker/-innen und höhere Beamten dürfte es heute noch egal sein. Für deren Pensionen müsste jeder einzelne Millionen Vermögen gespart haben um seine Altersvorsorge aus dem Kapital und den daraus anfallenden Zinsen bestreiten zu können.

    Die gearschten des Landes sind und bleiben die sog. 'Normalbürger' die täglich zu ihrer Arbeit gehen und versuchen Rücklagen zu bilden und die diejenigen die vom Kapitalmarkt abhängig sind.

    Die Politiker/-innen und Beamte brauchen es nicht. Die haben uns Steuerzahler für die Finanzierungen ihrer Pensionen.






  • Sinkende Aktienkurse und überhaupt Sachgüterpreise sind nur dann ein Problem, wenn die Positionen auf exzessivem Kredit basieren – was heute der Fall ist. Selbst wenn dann der Aktienkurs nur leicht sinkt, muss der Besitzer Geld nachschießen. Wenn er das nicht kann, wird die Bank die Position zwangsweise liquidieren, also den Bestand verkaufen. So entwickelt sich eine teuflische Abwärtsspirale, die sich immer schneller dreht, und mit herkömmlichen Mitteln nicht zu stoppen ist.

  • Genauso ist es > WER GEHT REIN, WENN DU NICHT MEHR RAUS KOMMST...?

    Finanzmanager Bill Gross fragte provokant:
    „Wer geht rein, wenn du nicht mehr rauskommst …“

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%