Börse Frankfurt: Japan schiebt Europas Börsen an

Börse Frankfurt
Japan schiebt Europas Börsen an

Die Stimmung an den Börsen wird besser. In Asien stiegen die Kurse, der Dax zog um 2,67 Prozent auf 9206,84 Punkte an - und EZB-Chef Mario Draghi bekräftigt erneut die Bereitschaft, die Geldpolitik weiter zu lockern.

FrankfurtNach einem Kursfeuerwerk in Japan haben auch die europäischen Anleger am Montag bei Aktien zugegriffen. Dax und EuroStoxx setzten ihren Erholungskurs vom Freitag fort: Der deutsche Leitindex schloss mit 9.206,84 Punkten 2,7 Prozent höher, der EuroStoxx50 legte um 2,8 Prozent zu. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 3,31 Prozent auf 18 517,20 Punkte aufwärts und der TecDax mit den Technologiewerten kletterte um 3,30 Prozent auf 1562,08 Punkte nach oben.
„Es könnte diese Woche etwas ruhiger zugehen, aber über den Berg sind wir noch nicht“, sagte ein Händler. Schnäppchenjäger seien unterwegs gewesen, nachdem die Börse in Tokio trotz enttäuschender Daten zur Wirtschaftsentwicklung in Japan um mehr als sieben Prozent in die Höhe geschossen sei. Noch in der Vorwoche hatte der japanische Leitindex elf Prozent verloren.

Seit Jahresbeginn haben Dax und EuroStoxx50 je deutlich mehr als zehn Prozent eingebüßt. Die Wall Street blieb am Montag wegen des US-Feiertages President's Day geschlossen. Dies sorgte im europäischen Handel am Nachmittag für sinkende Umsätze. „Wir werden erst am Dienstag sehen, wie sich der Markt tatsächlich entwickelt in dieser Woche“, sagte ein Händler. Am Freitag hatte ein Comeback der Finanzwerte und der Ölpreise den Börsen in den USA und in Europa ein Plus von zwei bis fast drei Prozent beschert.

Neue Konjunkturdaten aus China und Japan dämpften zu Wochenbeginn allerdings nicht gerade die Angst vieler Anleger vor einer weltweiten Rezession: In China brachen im Januar sowohl die Exporte als auch die Importe überraschend stark ein, während das japanische Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2015 schrumpfte. Doch die Anleger wetteten nun darauf, dass die Notenbanken eine Dauerkrise der Weltwirtschaft verhindern werden.

EZB-Chef Mario Draghi bekräftigte denn auch bei einer Anhörung im Europa-Parlament, dass die Notenbank mit einer Vielzahl von Instrumenten ausgestattet und handlungsbereit sei. Dies drückte den Euro um etwa einen halben US-Cent auf 1,1135 Dollar von einem kurz zuvor noch festgelegten EZB-Referenzwert von 1,1180 Dollar. Auch der Yen ging in die Knie und schob im Gegenzug den Dollar auf 114,60 Yen von 113,20 Yen am Freitag.

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  • Kleiner Nachtrag meinerseits, da mir zu den vielen Artikeln die Erfahrung oder das nötige Hintergrundwissen fehlt, kommentiere ich erst gar nichts, deshalb gibt es von mir so wenig Kommentare.
    Mich regen nur diese Trolle auf.

  • Wieder mal der falsch Spiegel und wie immer persönlich werdent in seinen wertvollen Kommentaren.

  • Sei mir nicht böse,
    aber ich habe Deinen Kommentar nicht zu Ende gelesen....

    einfach zu lang

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