Börse Frankfurt: Keine Einigung um Griechenland, kaum Bewegung im Dax

Börse Frankfurt
Keine Einigung um Griechenland, kaum Bewegung im Dax

Die abgebrochenen Gespräche über weitere Finanzhilfen für Athen verdarb heute vielen Anlegern die Stimmung. Viele blieben deswegen den Aktienmärkten fern. Die meisten warten auf die Fortsetzung der Gespräche am Montag.
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FrankfurtHeute waren die Börsen klar politisch geprägt. Die ausgebliebene Einigung im Streit um weitere Finanzhilfen für Griechenland lähmte heute weitgehend den Dax. Zwar kann immer noch mit einem zufriedenstellenden Ergebnis gerechnet werden, allerdings sorgte das derzeitige Zwischenergebnis der Gespräche heute für viele ratlose Anleger. Sie wollen lieber die Fortsetzung der Verhandlung am Montag abwarten.

Der Dax kam deswegen heute kaum in Fahrt. Den schwachen Start konnte der Leitindex schnell kompensieren. Ab dem Nachmittag bewegte er sich dann nur noch in sehr engen Grenzen um seinen Vortagsschlusskurs. Am Ende schloss er 0,2 Prozent im Plus auf 7.185 Punkte. Die zweite Reihe sorgte auch nicht für Furore. Der MDax ging mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent auf 11.274 Zähler aus dem Handel, der TecDax beendete den Mittwoch 0,1 Prozent fester auf 810 Punkte.

Den schwachen Start hatte der Dax den abgebrochenen Verhandlungen über weitere Finanzhilfen für Griechenland zu verdanken. Nach einer Debatte die gesamte Nacht hindurch brachen die Finanzminister am frühen Mittwochmorgen ihre Beratungen darüber ab, wie die Finanzierungslücken ihres Euro-Partners geschlossen werden sollen. Damit liegt auch die Auszahlung der nächsten Hilfstranche auf Eis. Die Gespräche sollen nun am kommenden Montag fortgesetzt werden. "Wieder mal eine erfolgloses Treffen, das ist enttäuschend", sagte ein Händler.

Griechenlands Schulden können einem Papier der Euro-Gruppe zufolge selbst unter großen Zugeständnissen der internationalen Geldgeber erst 2022 auf 120 Prozent seiner Wirtschaftsleistung gesenkt werden. In dem Reuters am Mittwoch vorliegenden Dokument wird den Finanzministern deshalb eine Verschiebung des bislang für 2020 geplanten Ziels um zwei Jahre vorgeschlagen. Aber selbst dann sei das Ziel nur zu erreichen, wenn ein umfangreiches Bündel aus Maßnahmen zur Schuldenreduzierung angewendet werde.

"Das ist politisches Theater"

Allerdings glaubt an den Aktienmärkten kaum einer an einen endgültigen Abbruch der Gespräche. "Auch wenn alle im Prinzip dieselben Ziele verfolgen, kann es irgendwann einmal passieren, dass man sich nicht zeitgerecht zusammenraufen kann. So ist das halt, wenn so viele Akteure sich einigen müssen", bewertete Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank die Verhandlungen, "Optimisten können argumentieren, aufgeschoben sei ja nicht aufgehoben. Die Eurogruppe hat sich auf kommenden Montag vertagt. Vielleicht wird ja dann eine Lösung gefunden. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch."

"Das ist politisches Theater." Eine Einigung werde früher oder später noch kommen, erklärt auch Suji Saito, Währungsstratege bei der Credit Agricole in Tokio

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich bezüglich einer Einigung der Euro-Finanzminister etwas vorsichtiger. "Notfalls müssen wir uns dann noch mal treffen Anfang nächsten Jahres", sagte sie am Mittwoch im Bundestag. Angesichts der Schuldenkrise pochte sie aber dennoch auf eine rasche Einigung.

In den USA blieben große Kursbewegungen ebenfalls aus. Das lag zum einen an den ergebnislosen Verhandlungen über die Finanzspritze für Athen, zum anderen hielten sich viele US-Anleger angesichts des morgigen "Thanksgiving"-Feiertages zurück. Wegen des Feiertages schließen die US-Börsen heute schon um 19:00 Uhr MEZ. Am Abend notierte der Dow Jones 0,2 Prozent fester auf 12.818 Punkte, der S&P 500 sowie die Nasdaq verzeichneten eine Kursveränderung.

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Kommentare zu "Keine Einigung um Griechenland, kaum Bewegung im Dax"

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  • es ist wie immmer,die Manager denken in guten Zeiten dass es auch so weiter geht,dann kommt der Grössenwahn.siehe Daimler,siehe Thyssen,siemens etc. mit ihren Shareholder Value vernichtenden Investitionen.und bei K+S wird es auch so kommen.schon mal ein Inv.Projekt gesehen wo die Kosten nicht aus dem ruder laufen?bzw.wo die Manager die wahren Kosten angeben?3000 Stück wurden von den Managern in den letzten 3 Monaten gkauft.weder ein Vertrauenssignal noch sonst was.und solang wird geshortet.während meines Nachmittags in der therme kam sogar noch mehr bei rum

    gab ja mal einen kleinen push vor einer stunde,aber während der DAX auf dem Niveau verharrt,hat K+S seine "Gewinne" wieder zusammengestrichen.Motto "Nix wie raus aus dem sinkenden schiff" bzw."Was will ich mit dem xxxxx,krieg ich in 3 Monaten um 5€

  • Hätte nie gedacht, daß eine Jahresend-Rally so spannend sein kann!!!

  • K+S-Fakten:
    - deutlicher Abwärtstrend seit August (40->X)
    - hohe Dividende für 2012 aufgrund einmaliger Veräußerungen (entfallen nächstes Jahr)
    - Überkapazitäten im Markt
    - sinkende Kali-Preise wahrscheinlich
    - dauerhafter Preisdruck in kommenden Jahren
    - Salzgeschäft wg. warmer Winter/Lagerbestände schlecht
    - Kurse 2013 über 30 EUR wären eine K+S-Überbewertung
    - Strategie: Short!
    - Ziel-Einstiegskurse: < 25-28 EUR

  • spinat,

    Da hätte ich aber eine noch bessere Idee. Jede Woche, sagen wir Freitags, je 1 Unze Krügerrand und Philharmoniker sich kaufen. So hat man jedes Jahr ~ 100 Stück davon. Erstens zwinge ich mich damit automatisch zum sparen, und zweitens hab ich einen schönen Cost-Average-Effekt, was Goldpreis und €/$-Wechselkurs betrifft. So mach ich es jedenfalls.

    Und wenn der Kilopreis mal wieder auf meinem Wunschkaufniveau ist (42.000 und 40.000 €) kauf ich mir noch weitere 2 Stück davon.

  • Gibt's hier Chart-Gurus?

    Wie kann es sein, daß der DOW unter der 200-Tage-Linie liegt, der S&P dran festpappt, der DAX aber 5% über dieser liegt???

    Sorry, aber angeblich nimmt die US-Wirtschaft doch Fahrt auf, wogegen es für Deutschland eher schwarz aussieht (Damokles-Schwert Schulden-Kollaps Europa)

  • Diese Einstellung mag ich, denn wenn keiner mehr mit sinkenden Kursen rechnet (und selbst unser Hamburger mittlerweile in diese Kerbe haut), dann geschieht häufig genau das Gegenteil ...

  • Eon finde ich klasse unter 14 €. Besser als sich eine 10-jährige Bundesanleihe ins Depot zu legen.
    Laufende Einnahmen durch die Dividende, und vielleicht kommt ja am Ende auch noch ein bisschen Kurs-Performance hinzu.

  • keine Sorge,nach unten geht heut nix mehr,also geh ich mal Long.Is wie Fussball.Bayern gewinnt meistens,das vergleich ich mal mit BASF,SAP....und dann gibts eben die Vereine die ihre 5 spiele pro Saison gewinnen und den rest verlieren oder unentschieden spielen

  • Sind wir beim "Du"? Na, meinetwegen.
    Also hin- und her ist nicht mein Ding. Solide Aktien kaufen und hinlegen. Und fleißig von den Dividenden leben. Das trifft es eher.

  • Ich schätz du hast auch apple,Priceline,Chipotle,Netflix,Whole food markets,Infineon,alle am tiefpunkt gekauft.gratuliere,was machst du hier wenn du auf einer Inselliegen könntest?
    Ich leb im hier und jetzt und sage:K+S sell.ganz einfach.wen jucken die letzten 10Jahre?is ja lächerlich,gib lieber al einen Forecast auf die nexten 10 Jahre

    wie gesagt,in den letzten 5 Minuten wurde der DAX getraded 6160-6148-6165

    K+S in summe 32,48-32,35

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