Börse Frankfurt
Kleines Plus reicht dem Dax für neuen Rekord

Derzeit läuft es rund für den Dax. Brüssel stimmt den Griechenlandhilfen zu, die deutsche Wirtschaft wächst und Janet Yellen will die US-Zinsen niedrig halten. Der Dax setzt neue Rekordmarken – doch die Luft wird dünner.
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FrankfurtDie Rekordjagd der vergangenen vier Tage hat den Dax viel Kraft gekostet. Nur kurz wagte sich der Leitindex in höhere Bereiche. Bei 11.226 Punkten markierte er ein neues Rekordhoch. Danach verlor der Dax etwas an Fahrt. Am Ende schloss er bei 11.210 Punkten zwar auf einem neuen Schlussrekordstand, doch mit einem Plus von gerade Mal 0,04 Prozent hielten sich die Gewinne arg in Grenzen. „Die Luft für den deutschen Leitindex wird zunehmend dünner“, schrieb Christian Henke von IG Markets. Ein Ende der jüngsten Kletterpartie sei gleichwohl nicht absehbar.

In einer Rede vor dem US-Senat blieb Fed-Chefin Janet Yellen, wie es sich für einen modernen Notenbanker gehört, zwar vage, was konkrete Zeitpunkte für die Zinswende anbelangt. Doch die Anleger sehen sich in ihrer Hoffnung auf weiterhin billiges Geld bestätigt. „Die wichtige Formulierung, dass die Fed sich bei der Leitzinswende 'in Geduld üben könne' wurde bestätigt, was die Märkte als Hinweis auf keine unmittelbar bevorstehende Zinsanhebung deuteten“, erläuterte LBBW-Analyst Clemens Bundschuh.

In ihrer Senatsanhörung gab die oberste Notenbankerin des Landes an, dass von „Fed-Sitzung zu Fed-Sitzung“ entschieden werde, wann die schrittweise Erhöhung der Zinsen erfolge. Es gebe keinen festen Zeitplan. In den Augen der Anleger waren diese Statements aus dem halbjährlichen Bericht Zeichen dafür, dass die Zinswende doch nicht – wie vom Gros der Börsianer bisher vermutetet – im Juni kommt.

„Die Leute werden in Aktien gedrängt, denn Barbestände und Anleihen sind unattraktiv und Aktienanlagen sind langfristig die beste Wahl“, sagte John Smith, Fondsmanager bei Brown Shipley. „Spätestens seit der Einigung Griechenlands mit den Geldgebern auf eine Verlängerung des Hilfsprogramms sind die Börsen wieder empfänglich für positive Impulse“, sagte Stratege Andreas Paciorek von CMC Markets.

Allerdings stellt sich einmal mehr Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble quer. Er hat Griechenlands Hoffnungen auf baldige Hilfszahlungen seiner europäischen Partner gedämpft. Schäuble sagte am Mittwoch im SWR, das südeuropäische Euro-Land müsse die Zusagen des laufenden Hilfsprogramms einhalten, das nun verlängert werden soll. „Erst wenn sie es voll erfüllt haben, wird bezahlt“, sagte er. „Es wird kein Euro vorher bezahlt.“

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  • Herr A. Schneider@
    Jeder Kleinanleger sollte einfach mal feststellen, das wir an den Finanzmärkten täglich sein Geld damit verdient das man den Trend handelt und natûrlich die Rettung Europas egal ob durch Draghi oder Schäuble...

    Das Geschreibsel ist völlig sinnfrei und ich Blödian aus dem Prekariat versteh es nicht.

  • Für was Werbung machen? Jeder Kleinanleger sollte einfach mal feststellen, das wir an den Finanzmärkten täglich sein Geld damit verdient das man den Trend handelt und natûrlich die Rettung Europas egal ob durch Draghi oder Schäuble....Daytrader ist der Beruf der nichts für Angsthasen ist

  • sau cool :-) !!!!

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