Börse Frankfurt
Kräftige Verluste beim Dax

Der Deutsche Leitindex schließt so niedrig wie seit Mai nicht mehr – die Krisen in der Ukraine und in Gaza sorgten für emsige Verkäufe. Einige Finanzexperten blicken dennoch optimistisch in die Geldanlage-Zukunft.
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FrankfurtAm ersten Wochenhandelstag herrschte am deutschen Aktienmarkt trübe Krisenstimmung. Der Deutsche Leitindex Dax ging am Montag 1,1 Prozent schwächer bei 9.612 Punkten aus dem Handel. Der Euro-Stoxx 50 büßte 0,8 Prozent auf 3.139 Zähler ein.

Vor allem der Vormarsch ukrainischer Regierungstruppen auf die Separatisten-Hochburg Donezk sorgte für Unruhe an dem Märkten. „Die Lage in der Ukraine hat das Potenzial, sich immer weiter zu verschlimmern“, sagte Analyst Richard Perry vom Brokerhaus Hantec Markets.

Auch der mutmaßliche Abschuss eines Passagierflugzeugs über einem von pro-russischen Separatisten kontrollierten Gebiet in der Ost-Ukraine belastete die Stimmung der Anleger. Sie befürchteten zusätzliche westliche Strafmaßnahmen gegen Russland. „Die Sanktionen der Europäischen Union wurden bislang als etwas halbherzig wahrgenommen“, sagte Michael Hewson, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses CMC Markets. „Nach den schrecklichen Ereignissen der letzten Woche wird es aber schwieriger, sich dem Ruf nach einem härteren Kurs gegenüber Russland zu widersetzen.“

Börsen europaweit auf Talfahrt

Diese Nachrichtenlage drückte europaweit die Börsen ins Minus. Der Leitindex der Moskauer Börse verlor 3,6 Prozent, für den französischen CAC 40 ging es 0,8 Prozent nach unten und der britische FTSE 100 gab 0,2 Prozent nach.

Bei den westeuropäischen Unternehmen standen vor allem diejenigen mit einen starken Russland-Engagement unter Verkaufsdruck. Dazu zählten auch Adidas-Aktien mit einem Minus von 1,5 Prozent, die allerdings auch wegen eines kritischen Analystenkommentars unter Druck gerieten. Für die Metro-Aktie ging es 1,7 Prozent abwärts.

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Kräftige Verluste beim Dax"

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  • "Putins Tage sind gezählt."

    Nur dann, wenn er die Sache wirklich auf die Harte Tour versucht durchzuziehen. Die Entbehrungen, die die Sanktionen nach sich ziehen werden, werden von der Bevölkerung nicht so einfach hingenommen werden. Mit vollem Magen Patriot zu sein, ist leichter, als mit knurren im Bauch...

    Putin hat aber genug Selbsterhaltungstrieb, dass er es nicht so weit kommen lassen wird. Er wird versuchen sich ein paar Monate durchzuwurschteln bis ihm bewusst wird, dass er, seine Wirtschaft und seine Verwaltung nicht die Fähigkeiten besitzen, die Sanktionen aufzufangen... wenn er nicht ganz kleinlaut beim Westen anklopfen will, sollte er jetzt lieber noch den letzten Ausgang nehmen, bevor's schlimm wird.

  • Putins Tage sind gezählt. Auch er wird erkennen müssen dass totale Kontrolle zum Niedergang führt.

  • Alle drei Monate das gleiche Affentheater!

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