Börse Frankfurt Kräftige Verluste beim Dax

Der Deutsche Leitindex schließt so niedrig wie seit Mai nicht mehr – die Krisen in der Ukraine und in Gaza sorgten für emsige Verkäufe. Einige Finanzexperten blicken dennoch optimistisch in die Geldanlage-Zukunft.
Update: 21.07.2014 - 17:43 Uhr 19 Kommentare

Zu viele Krisenherde: Dax unter Druck

FrankfurtAm ersten Wochenhandelstag herrschte am deutschen Aktienmarkt trübe Krisenstimmung. Der Deutsche Leitindex Dax ging am Montag 1,1 Prozent schwächer bei 9.612 Punkten aus dem Handel. Der Euro-Stoxx 50 büßte 0,8 Prozent auf 3.139 Zähler ein.

Vor allem der Vormarsch ukrainischer Regierungstruppen auf die Separatisten-Hochburg Donezk sorgte für Unruhe an dem Märkten. „Die Lage in der Ukraine hat das Potenzial, sich immer weiter zu verschlimmern“, sagte Analyst Richard Perry vom Brokerhaus Hantec Markets.

Auch der mutmaßliche Abschuss eines Passagierflugzeugs über einem von pro-russischen Separatisten kontrollierten Gebiet in der Ost-Ukraine belastete die Stimmung der Anleger. Sie befürchteten zusätzliche westliche Strafmaßnahmen gegen Russland. „Die Sanktionen der Europäischen Union wurden bislang als etwas halbherzig wahrgenommen“, sagte Michael Hewson, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses CMC Markets. „Nach den schrecklichen Ereignissen der letzten Woche wird es aber schwieriger, sich dem Ruf nach einem härteren Kurs gegenüber Russland zu widersetzen.“

Börsen europaweit auf Talfahrt

Diese Nachrichtenlage drückte europaweit die Börsen ins Minus. Der Leitindex der Moskauer Börse verlor 3,6 Prozent, für den französischen CAC 40 ging es 0,8 Prozent nach unten und der britische FTSE 100 gab 0,2 Prozent nach.

Bei den westeuropäischen Unternehmen standen vor allem diejenigen mit einen starken Russland-Engagement unter Verkaufsdruck. Dazu zählten auch Adidas-Aktien mit einem Minus von 1,5 Prozent, die allerdings auch wegen eines kritischen Analystenkommentars unter Druck gerieten. Für die Metro-Aktie ging es 1,7 Prozent abwärts.

„Krisenauswirkungen sind begrenzt“
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19 Kommentare zu "Börse Frankfurt: Kräftige Verluste beim Dax"

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  • "Putins Tage sind gezählt."

    Nur dann, wenn er die Sache wirklich auf die Harte Tour versucht durchzuziehen. Die Entbehrungen, die die Sanktionen nach sich ziehen werden, werden von der Bevölkerung nicht so einfach hingenommen werden. Mit vollem Magen Patriot zu sein, ist leichter, als mit knurren im Bauch...

    Putin hat aber genug Selbsterhaltungstrieb, dass er es nicht so weit kommen lassen wird. Er wird versuchen sich ein paar Monate durchzuwurschteln bis ihm bewusst wird, dass er, seine Wirtschaft und seine Verwaltung nicht die Fähigkeiten besitzen, die Sanktionen aufzufangen... wenn er nicht ganz kleinlaut beim Westen anklopfen will, sollte er jetzt lieber noch den letzten Ausgang nehmen, bevor's schlimm wird.

  • Putins Tage sind gezählt. Auch er wird erkennen müssen dass totale Kontrolle zum Niedergang führt.

  • Alle drei Monate das gleiche Affentheater!

  • "Politische Börsen haben kurze Beine."

    Ich glaube, dass die Quelle des Optimismus eher daher rührt, dass man insgeheim damit rechnet, es würde doch nicht so schlimm kommen. Es gibt ja tatsächlich auch Gründe, anzunehmen, dass Putin Einsicht zeigt angesichts der Aussichtslosigkeit seiner Lage nachgibt. Bevor nicht klar ist, wie's morgen weiter geht, schließt man doch sowieso nicht alle seine Positionen.

    Allerdings würde ich nicht sagen, dass Russlandsanktionen kurzbeinig wären. Das kann schon so 6 bis 9 Monate dauern, bis Putins Russland politisch und ökonomisch so weit einknickt, dass man lieber die Krim wieder aufgibt;) Im Ernst: So weit wird es natürlich nicht kommen, aber - sollte es tatsächlich zu scharfen Sanktionen kommen müssen - es wird Putin erst richtig weh tun müssen und seine politisches Fortbestehen gefärdet sehen müssen, bevor er dann aufgibt, weil er sich dann offensichtlich innerlich eingegraben hat und hofft, vielleicht doch noch irgendwie durchzukommen... das versuchen ja auch Leute wie Assad usw...

  • Ischgl: stimmt, da wartet man förmlich auf die Heizdeckenverkäuferbustouren - damit da wenigstens mal etwas geschieht außer lediglich Sonnenauf- und untergänge.
    Gstaad wäre zu hip, blieben noch Davos oder St. Moritz - auch wieder irgendwie bieder und Sils-Maria?
    Nunja.

    Aber es stimmt schon: dem X_TRADER stünde ein Relaunch gut zu Gesicht, womit wir wieder beim Heli, oder einer flitzeflinken Flunder wie einer Gulfstream oder einer Citation, zum Brötchenholen in Mailand fürs Personal, wären.

  • @Sergio Puntila

    Die Gefahr besteht durchaus. Aber wer den Status und die Mittel hat, kann sich erlauben, außergewöhnliche Dinge zu tun. Cosmopolit sein, dass kommt doch gut und sammelt Punkte.

    Die uns vorgestellte Figur X_TRADER wohnt (+arbeitet?) im Frankfurter-Westend. Das ist authentisch. Auch der zusätzliche Platzbedarf für 4-5 Fahrzeuge. Gehen wir mal davon aus, dass es die schöne Ecke um die Siesmayer Strasse ist mit 12.000-15.000 Euro/qm-Preisen.

    Wer das Westend kennt, weiss allerdings, dass dort ab 18 Uhr und am Wochenende die Bürgersteige hochgeklappt werden. Das ist keine typische Single- oder Ausgehwohngegend. Eigentlich schon etwas bieder. Da hätte besser ein Appartment im "Gated Development" mit Consciergeservice gepasst, ein dauerhaft gemietetes Zimmer im 5-Sterne-Hotel oder ein Penthouse im Westhafen mit Yacht vor der Tür.

    Ischgl ist ein schöner Ort. Aber 6-8 Wochen in dem Dorf mit lauter Rentnern? Nein, das passt nicht ins Bild.

    Ich schlage nur vor, ein paar weitere Facetten, ein paar Kanten hinzuzufügen. Das ist mir so ein wenig zu glatt für einen Erfolgstrader. Das wäre so wie Gordon Gecco für 6 Wochen ins Motel nach Florida, wenn Sie verstehen, was ich meine. Buffett nimmt man das ab, der ist bescheiden.

    Der Glamour-Faktor kann vielleicht auch durch andere Dinge kommen. Philantropie + Charity oder sowas. Aber das wäre noch zu früh.

    Eine weitere Gefahr ist das sich solch eine Figur zu schnell abnutzt. Da sollte man immer mal wieder neue Reizpunkte setzen (eine Trennung? Karrierewechsel? Auszeit im Kloster? Entführung? etc.).

  • Superlustig und treffend.
    Nur einer wird es nicht gut finden, unser farmer,es geht ja gegen seinen Helden.

  • Wird, nein, kann man in Bockenheim polyglott werden, ohne die Kunstfigur zu überdehnen?

  • @ F. Pollack

    meiner allertiefste Verneigung und Wertschätzung zu diesem Kommentar.

  • @Erfinder des X_TRADER

    Wie Sie meiner Huldigung am Freitag entnehmen konnten, bewundere ich Ihre Kreativität & möchte Ihnen für die Schaffung des Protagonisten danken.

    Wenn Sie erlauben, etwas Kritik bzw. ein paar Vorschläge, um der Figur einen Feinschliff zu geben.

    Der von Ihnen geschaffene X_TRADER erscheint mir etwas zu hölzern, ja zu deutsch. Auch das "ich möchte in Frankfurt bleiben" passt nicht so ganz.

    Wie wäre es mit einer Note internationalem Flair? Man könnte Details einstreuen, wie "kurz mit dem Heli mal nach London, um ein Hemd in der Saville Road schneidern zu lassen" oder "mit der Muse als Prüfungsbelohnung shoppen in Mailand", "übernachten in xyz im besten Haus vor Ort", Zweitwohnung in Monaco etc.

    Auch der Urlaub in Ischgl kommt etwas altbacken daher. Das ist doch eher was für Rentner oder neureiche Russen. Wie wäre es mit "eigene Finca auf Mallorca" (später dann eigene Insel) oder "3 Monate Inselhopping in der Südsee", "Erlebnistour in die Antarktis, mit privatem Führer ins Himalaya-Gerbirge" etc.?

    Kurz um, der Glamour-Faktor kommt etwas zu kurz. Vielleicht noch etwas kokettieren mit der gemeinsamen Freizeitplanung mit der (Polit)Prominenz. Mal ist man auf einer Cocktail-Party bei Masche & Veronika oder zum Grillen beim Spezi Anshu, VIP-Lounge beim FC Bayern usw.

    Ich freue mich über weitere Auftritte Ihrer Figur und hoffe, dass Sie vielleicht den ein oder anderen Vorschlag mit einfliessen lassen.

    Sie sind echt gut, Sie sollten mal über das Schreiben von Kurzgeschichten nachdenken.

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