Börse Frankfurt
Kräftige Verluste beim Dax

Vor dem Wochenende sind Dax-Anleger lieber auf Nummer sicher gegangen und haben verkauft. Thyssen-Krupps Befreiungsschlag scheint gescheitert zu sein; die Aktie knickte ein. Auch für Praktiker ging es weiter abwärts.
  • 13

FrankfurtDer Erholungsversuch des Dax ist diese Woche nicht geglückt. Der Leitindex drehte nach einem erfreulichen Handelsstart ins Minus und schloss bei 8.244 Punkten, einem Minus von 0,65 Prozent. Auf Wochensicht hat der Dax damit etwas mehr als ein Prozent verloren. Auch an der Wall Street fielen die Kurse.

Es fehlte einfach an positiven Impulsen. Die schwachen Zahlen von BASF und Siemens vom Vortag wirkten noch nach und die Börsen in Asien lieferten ebenfalls schlechte Vorgaben. Angesichts dessen sei es ohnehin ein Wunder gewesen, dass der Dax im Plus eröffnet habe, sagte ein Händler. „Die Anleger sind auf den aktuell hohen Kursniveaus lieber vorsichtig. Außerdem halten sich viele vor dem Wochenende und der Flut an Quartalsberichten in der kommenden Woche lieber zurück.“ Zudem stehen nächste Woche noch Notenbanksitzungen an. Die EZB wird am Donnerstag zusammenkommen, die Fed berät am Dienstag und Mittwoch.

Schafft Thyssen-Krupp den Befreiungsschlag?

Zu den größten Verlierern im Dax zählten die Anteilsscheine von Thyssen-Krupp mit einem Abschlag von 2,9 Prozent. Das „Wall Street Journal Deutschland“ hatte unter Berufung auf Insider berichtet, der Verkauf der Stahlwerke an den brasilianischen Konkurrenzen CSN sei offenbar geplatzt. Thyssen-Krupp teilte indes mit, weiter über die Veräußerung der verlustträchtigen Werke zu verhandeln.

„Die Hoffnung auf den Verkauf der Werke hat den Papieren von ThyssenKrupp zuletzt geholfen, weil die Anleger auf einen großen Befreiungsschlag gesetzt hatten“, sagte ein Händler. „Wenn das Geschäft jetzt platzen sollte, wäre das natürlich nicht so gut für die Aktie.“ Die Anteilsscheine des Stahlkonzerns haben seit ihrem Jahrestief Mitte April über 30 Prozent an Wert gewonnen, seit Anfang 2013 büßten sie allerdings 2,3 Prozent ein.

Ebenfalls zu den Schlusslichtern gehörte mit einem Minus von 3,7 Prozent auch die Aktie der Deutschen Börse. Hier verstimmte der Quartalsbericht die Anleger. Der Überschuss sank im zweiten Quartal im Jahresvergleich um acht Prozent auf 171 Millionen Euro - und damit etwas stärker als von Analysten erwartet. Zusätzlich schlugen Kosten für das laufende Sparprogramm zu Buche. Die Nettoerlöse lagen mit 497 Millionen zwei Prozent niedriger als im Vorjahr, aber etwas höher als im Vorquartal.

Seite 1:

Kräftige Verluste beim Dax

Seite 2:

Praktiker: Schlimmer geht immer

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Kräftige Verluste beim Dax"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Herrlich, wie schön einfach es funktioniert. Nächste Woche wird noch wesentlich
    besser, Frankreich wird wohl der nächste Rettungskanditat. Wenn Draghi seine
    Hilfe verkündet geht der Dax erst richtig nach oben. Schon was anderes als dieses
    löeine Griechenland, wobei deren Krise die Anleger und Banken ja erst richtig
    reich gemacht haben
    Denken Sie einmal nach, womit man das ganz große Geld verdient
    Ein schönes Wochenende die Notenbank kann unbegrenzt neues Geld produzieren
    solange es nötig ist, d.h bis nach der Wahl mindestens

  • Als ehestens lässt sich das Börsenjahr 2013 mit dem von 2004 vergleichen.Auch in damals pendelten wir das ganze Jahr um eine Marke,es war die Marke 4000,jetzt ist es die Marke von 8000.
    Auch der Vergleich mit 1999 kommt oft.Da pendelten wir bis Oktober das ganze Jahr um die 5000,ehe der Milienium-Hype zuschlug.Allerdings wurde der DAX mehr oder weniger vom Nemax,jetzt Tecdax mitgerissen.Ich glaube kaum,dass sich nochmal so wiederholt.

  • ...............Mann/Frau ziehen sich vom Dax zurück. Ist ja interessant. Sieht Mann/Frau jetzt langsam ein, daß es keinen Sinn mehr macht, weiter das Roulette an der Börse zu drehen. Oder meinen beide nur den heutigen Freitag? Wahrscheinlich, oder? Ist ja egal ob nur für Heute oder für die nächste Zeit. Ahnen sie beide, dass das Korsett am Körper keinen Halt mehr bietet. Ist ausgeleiert. Die Figur ist verbogen, weil sie es übertrieben haben. Wichtig ist, daß man aufgewacht ist und ins Sanitätshaus geht, um sich dort eine Korsolett (sagte man früher) zu verpassen, damit Mann/Frau aufrecht sich den kommenden Taten an der Börse stellen kann. Wichtig ist, nicht zu früh, vielleicht erst wieder im kommenden Jahr. Die Figur verbogen, ist ja furchtbar. Aber sie müssen beide lernen, wann, wie und wo man das macht. Aber erst kommen noch die großen "Feierlichkeiten" zur Abfahrt von den großen Berghöhen. Ich denke, daß man verstanden hat.................

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%