Börse Frankfurt: Krim-Krise setzt dem Dax heftig zu

Börse Frankfurt
Krim-Krise setzt dem Dax heftig zu

Die Krim-Krise hat die Märkte weiter fest im Griff. Starke US-Jobzahlen sorgten zwar kurzfristig für eine Erholung, doch die Kurse brachen schnell wieder ein. Der Dax schloss schließlich mit einem Minus von zwei Prozent.
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FrankfurtDie Krise um die Krim hat am Freitag für einen Absturz beim Dax gesorgt. Aus Angst vor einer weiteren Zuspitzung des Konfliktes zwischen Russland und dem Westen kam es zu massenhaften Verkäufen an Europas Börsen. Auch ein unerwartet starker US-Arbeitsmarkt konnte den Dax nur kurzfristig stützen. So ging der der deutsche Leitindex mit einem Minus von zwei Prozent bei 9.350 Punkten aus dem Handel.

Der MDax notierte 1,2 Prozent schwächer bei 16.670 Punkten, die Technologiewerte im TecDax schlossen 1,4 Prozent leichter auf 1.274 Zähler. Der Euro-Zonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 ließ 1,5 Prozent nach und zählte 3.097 Stellen. Der Dow-Jones-Index lief zum Frankfurter Handelsschluss 0,2 Prozent höher bei 16.452 Punkten, und hatte im Laufe seines Handels ebenfalls nachgelassen.

„Die Aktien sind diese Woche knapp unter ihren Höchstständen wie ein Jo-Jo hoch und runtergegangen, daher machen Investoren für den Fall Kasse, dass sich die Lage in der Ukraine über das Wochenende verschärft“, begründete Händler Andrea Tueni von der Saxo Bank die Verkaufslaune auf dem Parkett.

Eine schnelle diplomatische Lösung in Osteuropa zeichnet sich nicht ab: So drohte Frankreichs Außenminister Laurent Fabius mit weiteren Sanktionen der EU, falls Russland in der Ukraine-Krise nicht einlenkt. Auch zwischen den USA und Russland gab es keine Annäherung. Die Ansichten von Washington und Moskau über die ukrainische Halbinsel gehen nach Angaben des Kreml weiterhin deutlich auseinander.

Zwischenzeitlich waren die Sorgen um den Schwarzmeer-Konflikt in den Hintergrund gerückt. Der US-Arbeitsmarkt hatte die Börsianer mit einem starken Stellenzuwachs überrascht. Denn zuletzt waren Wirtschaftsdaten für Konsum und Industrie durch die anhaltende Kältewelle eher mau ausgefallen. Doch im Februar entstanden 175.000 Jobs, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Experten hatten lediglich mit 149.000 neuen Stellen gerechnet.

Die getrennt erhobene Arbeitslosenquote stieg hingegen auf 6,7 Prozent. Für diese Statistik werden private Haushalte befragt, für die Beschäftigtenzahl hingegen Firmen und Behörden. Die Quote nähert sich damit dem Zielwert der US-Notenbank Fed. Diese hatte erklärt, nach einem Rückgang auf 6,5 Prozent ein Ende der faktischen Nullzinspolitik zu erwägen.

In ihrer letzten Sitzung verdeutlichte die Fed jedoch, dass sie wahrscheinlich auch nach der Unterschreitung des Zielwertes am historisch niedrigen Leitzins von 0 bis 0,25 Prozent festhalten wird. Für eine Anhebung sei auch die Inflationsrate maßgebend.

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  • Zum Glück wird neben dem DAX auch der Goldpreis nicht manipuliert. :-)

  • Auch heute kann man am Intra-Day Chart des Goldes sehr gut sehen, dass dieser Markt überhaupt nicht manipuliert wird. Die Höchststände im DAX respräsentieren ebenfalls das hohe Wachstum von Suppenküchen und Obdachlosenheimen in Deutschland. Dieses Wachstum ist Ausdruck von Wohlstand und Reichtum der Deutschen.

  • Last In - First Out. Strategie und Disziplin zahlen sich aus.

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