Börse Frankfurt
Krisensorgen belasten Dax

Europas Finanzmärkte befinden sich weiter im Abwärtstrend. Der Dax notierte heute zeitweise tief im Minus. Auch in Südeuropa gab es kräftige Kursverluste. Zu den wenigen Gewinnern zählten heute die Edelmetalle.
  • 33

FrankfurtDas Säbelrasseln in der Ukraine sowie die Konflikte im Nahen Osten haben auch am Mittwoch die europäischen Aktienbörsen belastet. Dazu kamen die andauernden Befürchtungen, die für nächstes Jahr erwartete Zinswende in den USA könnte früher als bislang gedacht kommen. Außerdem fielen einige europäische Konjunkturdaten schwächer als erwartet aus. Der Dax fiel in der Spitze auf 9030 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten. Am Ende ging der deutsche Leitindex mit einem Verlust von 0,65 Prozent auf 9130 Punkten aus dem Handel.

In Brüssel warf die Nato Russland vor, den Ukraine-Konflikt weiter anzuheizen. Der jüngste Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze untergrabe die Versuche, eine diplomatische Lösung zu finden. IG-Markets-Analyst Gregor Kuhn verwies zudem auf neue Kämpfe im Irak. „Damit dominiert nicht zuletzt die geopolitische Gefährdungslage in Osteuropa sowie im Nahen Osten den deutschen Aktienmarkt." Im Gaza-Streit hält derweil zwar die Waffenruhe, doch ist die Suche nach einer Lösung des Konfliktes schwierig.


Mit der nahenden Zinswende wird den Börsen nach Einschätzung von Händlern weltweit der Geldhahn abgedreht. Die Geldflut gilt als ein Hauptgrund für die Rally der vergangenen Jahre. Viele Unternehmen haben die in sie gesetzten Erwartungen außerdem nicht erfüllen können. Dazu gesellten sich zur Wochenmitte noch enttäuschende Konjunkturdaten aus der Euro-Zone. So brachen der deutschen Industrie im Juni überraschend die Aufträge weg. Die nach Deutschland und Frankreich drittgrößte Volkswirtschaft des Währungsraums - Italien - rutschte im zweiten Quartal überraschend in die Rezession zurück. In Mailand drückte dies den Leitindex um 2,33 Prozent ins Minus.

Am stärksten waren die Kursverluste in Lissabon, wo die Krisenbank Espirito Santo(BES) seit Tagen die Börse ins Wanken bringt. Der Leitindex brach in der Spitze um knapp vier Prozent ein. Die BES-Aktien blieben derweil vom Handel ausgesetzt.

Im Gegenzug suchten die Anleger Sicherheit in deutschen, französischen und US-Staatsanleihen. Der Bund-Future stieg um bis zu 94 Ticks auf ein Rekordhoch von 148,95 Punkte, was die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf ein Rekordtief von 1,097 Prozent drückte. Der Euro rutschte auf ein Neun-Monats-Tief von 1,3334 Dollar. Viele Anleger griffen auch wieder zu Gold. Der Preis je Feinunze stieg um 1,3 Prozent auf 1303 Dollar. Silber verteuerte sich um 0,9 Prozent auf 19,87 Dollar.

Seite 1:

Krisensorgen belasten Dax

Seite 2:

Fluggesellschaften unter Druck

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Krisensorgen belasten Dax"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Alles viel zu kompliziert,einfach mit dem Trend gehen wie die großen Adressen,nicht dagegen halten,wie es die Kleinanleger oder Leute mit vermeintlicher Strategie tun.
    Das Spiel funktioniert mehrmals am Tag,da muss man sich
    nicht soviele Gedanken machen.

  • Wann geht das denn üblicherweise los im Schattenmarkt? Wollte mir das heute mal angucken. Oder fällt der heute aus?

  • Wie ich es richtig voraus sagte,Dank der Amis kommt das
    Nachmittagshochkaufen,denn wir handeln nicht allein.
    Auch heute wieder der Put das meistgehandelte Derivat,diese
    Kleinanleger lernen es nie.
    Die Kurse machen Nachrichten und nicht anders,man muss nur dem Trend folgen,wetten einfach gemacht.
    Man muss nichts im Dax machen,ein paar richtige Calls und der Einsatz verdreifacht sich.
    Nirgends kann man so schnell Geld verdienen wie in diesem Casino.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%