Börse Frankfurt
Lustloser Handel, dünne Umsätze

Am ersten von drei Handelstagen zwischen den Jahren zeigen Börsianer wenig Enthusiasmus. Schlechte Zahlen aus China und weiter sinkende Ölpreise drücken die Stimmung. RWE, Eon und Deutsche Bank schlossen im Minus.

DüsseldorfDer deutsche Aktienmarkt ist am Montag mit Kursabschlägen aus dem Handel gegangen. Marktbeobachter sprachen von einem lustlosen Verlauf bei dünnen Umsätzen. Der Leitindex Dax sank um 0,69 Prozent auf 10.653,91 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 0,57 Prozent auf 20.590,05 Punkte nach. Beim Technologiewerte-Index TecDax gab es Verluste von 0,34 Prozent auf 1.808,16 Zähler.

Der wieder gestiegene Eurokurs, der erneute Ölpreisrückgang sowie schwache chinesische Börsen hätten belastet, sagten Experten. Ansonsten habe es so gut wie keine Impulse gegeben.

Unter den Einzelwerten blieben am Montag die Versorgeraktien im Fokus. Nach anfänglichen Gewinnen drehten die Papiere von RWE und Eon ins Minus. RWE schlossen 2,71 Prozent tiefer und waren damit der schwächste Dax-Wert.

Eon verloren 1,16 Prozent. Am letzten Handelstag vor Heiligabend waren beide Titel noch nach oben geschnellt. Im bisherigen Jahresverlauf zählen sie gleichwohl zu den größten Verlierern. Die Energiewende hierzulande macht den Energiekonzernen weiter zu schaffen.

Die Deutsche Bank trennt sich in einem milliardenschweren Deal von ihrer Beteiligung an der chinesischen Bank Hua Xia. Die Papiere verringerten nach dieser Meldung ihr Minus etwas. Zum Handelsende notierten sie 0,60 Prozent schwächer.
Die Aktien des Industrie- und Stahlkonzerns ThyssenKrupp sackten als zweitschwächster Dax-Wert um 2,45 Prozent ab, nachdem sie am Tag vor Heiligabend im Zuge der Preiserholung bei Industriemetallen noch der Favorit im deutschen Leitbarometer gewesen waren. Bei den Papieren von Infineon ging es um 1,26 Prozent nach unten. Ein Händler sprach von erneuten Gewinnmitnahmen nach der starken Kursentwicklung im bisherigen Jahresverlauf.

Tagessieger im Dax waren die Anteilsscheine der Lufthansa mit plus 0,62 Prozent.

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