Börse Frankfurt: Machtprobe in Rom

Börse Frankfurt
Dax bleibt in Novemberlaune

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Machtprobe in Rom

Schon am Sonntag steht mit dem Verfassungsreferendum in Italien die nächste an Zerreißprobe an. Sollte das Vorhaben der italienischen Regierung scheitern, könnte das Land in eine politische Krise geraten. Im schlimmsten Falle dürfte Regierungschef Matteo Renzi zurücktreten und es kommt zu Neuwahlen. Um die drittgrößte Wirtschaft der Eurozone ist es ohnehin nicht gut bestellt. Ein schwaches Wachstum, ein hoher Schuldenstand und massive Bestände an faulen Kredite in den Bilanzen der Banken sind eine explosive Mischung, an deren Ende ein von oppositionellen Kräften herbeigesehnter Euro-Austritt stehen könnte.

Zuletzt hieß es auf dem Parkett, dass ein Scheitern des Referendums in den Märkten bereits eingepreist sei, und die Sorgen darum langsam schwinden – mit Verweis auf die diese Woche steigenden Kurse an Europas Handelsplätzen. Der Leitindex der Euro-Zone legte ebenfalls zu. Der Euro-Stoxx-50 schloss 0,4 Prozent fester bei 3051 Zählern. In Frankfurt blieben die Indizes ihrem unklaren Trend treu. Der MDax schloss unverändert auf 20.867 Punkten, der TecDax rückten 0,2 Prozent vor auf 1717 Stellen. In New York erklomm der Dow-Jones-Index vom Öl-Comeback befeuert ein neuen Rekordstand bei 19.225 Punkten.

Ist diese erste Hürde genommen, folgt die Woche darauf die Sitzung der Europäischen Zentralbank. Dabei ist unklar, was die Währungshüter in Frankfurt entscheiden werden. Im Vorfeld der vergangenen Sitzung hatten Spekulationen um die Ausgestaltung des Taperings – wie der Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik genannt wird – das Parkett aufgescheucht. Am Ende zeigten sich die Börsianer erleichtert als EZB-Chef Mario Draghi versicherte, dass solche Diskussion nicht Teil der Ratssitzung gewesen seien.

Auf der anderen Seite wiederum waren und sind die Hoffnungen groß, dass die Zentralbanker das laufende Anleihekaufprogramm ausweiten. Doch auch hier hatte der oberste Geldpolitiker der Währungsunion bisher von eiligen Aktionen abgesehen. Man wolle die Wirkung der bisherigen Programme erst grundlegend auswerten, ehe man weitere Schritte unternehme. Genügend Fundamentaldaten dürften jetzt da sein. Der Euro erlebte nach dem Sieg Donald Trumps in den US-Präsidentschaftswahlen eine deutliche Abwertung und verlor im November ganze fünf US-Cent.

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Dax bleibt in Novemberlaune"

Alle Kommentare
  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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