Börse Frankfurt: Marktbericht
Dax macht etwas Boden gut

Erleichterung über die Gewinne einiger Großkonzerne hat am Donnerstag die Anleger an den europäischen Aktienmärkten etwas beruhigt. Selbst tiefrote Zahlen - wie die der Postbank - wurden gelassen aufgenommen, da noch schlechtere Zahlen befürchtet worden waren.

HB FRANKFURT. Der Dax stieg um 0,2 Prozent auf 4 215 Punkte. So führten die Postbank-Aktien mit einem Plus von 5,8 Prozent die Gewinnerliste im Dax an. Händler beklagten aber weiterhin das extrem geringe Volumen, das im Dax auf 121 (Vortag 147) Mio. Aktien fiel. Der Umsatz sank auf 2,3 (2,7) Mrd. Euro.

An den US-Börsen notierte zum Handelsschluss in Europa der Dow-Jones-Index nahezu unverändert. Der Nasdaq-Composite lag 0,2 Prozent niedriger. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI zur Lieferung im März kostete mit 37,34 Dollar knapp acht Prozent mehr.

"Die Fundamentaldaten für die Realwirtschaft bleiben extrem düster, aber es gibt auch einige Lichtblicke wie zum Beispiel Nestle, die zeigen, dass der Konsum in Europa noch nicht so schlecht ist, wie einige fürchten", erklärte Commerzbank-Stratege Hans-Jürgen Delp.

Unter den europäischen Aktien waren Nestle mit einem Plus von über fünf Prozent gesucht. Umsatz und Gewinn des weltgrößten Lebensmittelkonzerns entsprächen zwar nicht ganz den Erwartungen, sagten Händler in Zürich. Aber das Unternehmen habe gezeigt, dass es auch in schwierigen Zeiten wachsen und die Margen verbessern könne.

Unter den Dax-Konzernen standen vor allem die Titel der Postbank sowie die von MAN und Fresenius Medical Care (FMC) wegen Bilanzvorlagen im Blick der Anleger. Favorit unter den dreien war das Postbank-Papier, das um 5,83 Prozent auf 9,26 Euro stieg: Die Finanzkrise hatte das Institut zwar 2008 erstmals in seiner jüngeren Geschichte tief in die roten Zahlen gedrückt, doch das kam für niemanden mehr überraschend. Spannender war, dass die Postbank vorsichtig optimistisch auf das laufende Jahr schaut und weder weiteren Kapitalbedarf noch eine Notwendigkeit sieht, auf staatliche Garantien zurückzugreifen.

MAN-Aktien legten um 5,62 Prozent auf 34,75 Euro zu. Der Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller hatte im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn gesteigert und erfüllte seine selbst gesteckten Ziele. Die schleppende Nutzfahrzeugnachfrage belastet jedoch den Ausblick auf das laufende Jahr.

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