Börse Frankfurt Marktbericht
Dax verteidigt frühe Kursgewinne

Nach den mit Spannung erwarteten neuen Geschäftszahlen von Goldman Sachs ist der Dax zwar im Plus geblieben. Aktuelle Konjunkturdaten ließen aber einen Teil der Gewinne wieder abschmelzen.

HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. Wegen Kursgewinnen bei den Auto- und Stahlwerten verzeichnet der Dax zum Börsenschluss ein ordentliches Plus. Der Leitindex ging 1,3 Prozent höher bei 4 781 Punkten aus dem Handel. An die Dax-Spitze setzten sich BMW mit einem Plus von 5,3 Prozent. Schwächster Wert im Leitindex waren FMC-Titel mit einem Minus von 1,45 Prozent. Das Xetra-Handelsvolumen im Dax lag bei 90,7 (Montag 92,3) Millionen Aktien. Der Umsatz betrug 2,47 (2,37) Milliarden Euro. Die US-Börsen lagen bei Handelsschluss in Europa leicht im Plus. Der Dow-Jones-Index notierte nahezu unverändert, der S&P500 stieg um 0,2 Prozent. Der Nasdaq-Composite lag 0,1 Prozent höher.

„Am Markt herrscht weiterhin Langeweile“, fasste Händler Udo Becker von der Münchener Privatbank Merck Finck das aktuelle Geschehen zusammen. Dank erfreulicher Meldungen etwa von BMW oder von MAN habe der Leitindex sich den Tag über in der Gewinnzone halten können. Die zuvor mit Spannung erwarteten und besser als gedacht ausgefallenen Quartalszahlen der US-Investmentbank Goldman Sachs hingegen hätten die Kurse nur kurz bewegt.

An der Frankfurter Börse freuten sich die Anleger vielmehr darüber, dass der Münchener Autobauer BMW einen Silberstreif am Horizont sieht und die Produktion in den deutschen Werken wieder hochfahren will. Die Aktien quittierten diese Nachricht mit einem Plus von 5,28 Prozent auf 28,09 Euro. Damit waren die Papiere Spitzenreiter im Dax. Aktien von MAN gewannen 3,57 Prozent auf 44,38 Euro. Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern will seine Tochtergesellschaften MAN Diesel und MAN Turbo enger zusammenführen und am Ende fusionieren.

Stahlwerte legen zu

Auch Stahlwerte erfreuten sich eines regen Interesses. ThyssenKrupp etwa stiegen um 3,75 Prozent auf 17,42 Euro, und Salzgitter verteuerten sich um 2,93 Prozent auf 63,23 Euro. Die Titel folgten damit ihrem asiatischen Konkurrenten. In China hatte Baosteel deutliche Kursgewinne verbucht, nachdem es dem Konzern gelungen war, eine überraschend starke Stahlpreis-Erhöhung durchzusetzen.

Bankenwerte aber fielen trotz der starken Goldman-Sachs-Zahlen von ihren Tageshochs zurück. „Die Zahlen sehen fast zu gut aus, um wahr zu sein“, versuchte ein Börsianer die Kursentwicklung zu erklären. Für Titel der Deutschen Bank ging es noch um 2,60 Prozent auf 46,69 Euro hoch, Commerzbank legten um 0,61 Prozent auf 4,91 Euro zu.

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