Börse Frankfurt: Metro und Autobauer ziehen Dax ins Minus

Börse Frankfurt
Metro und Autobauer ziehen Dax ins Minus

Heute muss der Dax Verluste hinnehmen. Zwar fallen die nicht so hoch aus wie zum Wochenbeginn, dafür fallen einige Werte deutlich zurück. Autowerte geraten unter Druck. Ganz oben auf der Verliererliste: Die Papiere von Metro.
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Frankfurt/Düsseldorf

Der Dax ging mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 6780 Punkte aus dem Handel. Das Handelsvolumen sank auf 119 (Vortag 218) Millionen Aktien. Der Umsatz belief sich auf 3,2 (4,9) Milliarden Euro.

"Zweifelsohne ist die Lage in Japan immer noch kritisch, und es ist schwer, die noch verbleibenden Risiken abzuschätzen", erklärten die Analysten von Close Brothers Seydler in Frankfurt. "Die Baissepositionen sind glattgestellt und nun warten die Leute ab", sagte ein Händler in Zürich. Bei schlechten Nachrichten aus Fukushima könnte es rasch wieder zu Panik-Verkäufen kommen, warnten Händler.

Weiterhin kämpften Rettungskräfte im Nordosten Japans gegen einen drohenden Super-GAU. Unsicherheit ging auch von den Kämpfen in Libyen aus, wo westliche Staaten eine dritte Luftangriffswelle flogen. Im Hintergrund schwelten zudem immer noch die Schuldenkrise in der Euro-Zone und die Unsicherheit über die Konjunkturentwicklung in den USA. Unterstützung bekamen die Optimisten von Aussagen des US-Starinvestors Warren Buffett, er bevorzuge große Länder wie Deutschland für Investitionen. Die Japan-Krise werde das Wachstum der Weltwirtschaft nicht aufhalten.

Besonders unter Druck gerieten die Aktien von Metro, die am Nachmittag um 4,7 Prozent auf 47,74 Euro einbrachen. Der Handelsriese fürchtet um die Kauflust der Konsumenten angesichts der Katastrophe in Fukushima, der Unruhen in der arabischen Welt und der Euro-Schuldenkrise.

Mögliche Störungen der Lieferkette infolge der Geschehnisse in Japan lasteten auf den Autowerten: BMW und VW verloren 1,5 beziehungsweise 1,6 Prozent. Die Titel von Daimler verloren 0,8 Prozent.

Dax-Schwergewicht Siemens gaben einen Teil des Vortagesgewinns wieder ab und lagen 1,9 Prozent im Minus. Auch BASF rutschten um knapp 0,8 Prozent ab, nachdem die Aktien zuvor noch von der Beteiligung der Tochter Wintershall am russischen Gas-Pipeline-Projekt profitiert hatten. Telekom-Titel stiegen um 1,2 Prozent und setzten damit auf das Vortages-Plus von elf Prozent im Schlepptau des Verkaufs ihres US-Geschäfts auf.

In die Gewinnerliste im Dax schaffte es nach einem positiven Analystenkommentar ThyssenKrupp. Die Titel des Stahlkonzerns stiegen um 0,6 Prozent auf 27,84 Euro.

Auf den europäischen Gewinnerlisten standen auch die Aktienkurse der Banken ganz oben, nachdem sich die Finanzminister der Euro-Zone am Vorabend auf Details des Krisenmechanismus geeinigt hatten. Die Titel der Deutschen Bank schüttelten das Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zur Zahlung eines Schadensersatzes wegen riskanter Zinswetten ab und waren mit einem Minus von 0,2 Prozent besser als der Markt. Commerzbank-Papiere legten 0,5 Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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