Börse Frankfurt
Müder Dax erkämpft sich kleines Plus

Der Dax hatte es heute nicht einfach. Obwohl Henkel mit überraschend starken Quartalzahlen überraschen konnte, hielten sich die Anleger zurück. Ein zäher US-Börsenhandel bremste die Kauflaune.
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FrankfurtIn Deutschland blicken viele Unternehmen allen geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen zum Trotz optimistisch in die Zukunft. Die Quartalszahlen und Ausblicke, die Firmen im Dax, MDax und TecDax präsentiert haben, fielen besser aus, als von vielen Analysten erwartet. „Bislang ist die deutsche Bilanzsaison etwas besser gelaufen als erwartet“, sagte Gregor Kuhn vom Brokerhaus IG Markets. Der Dax konnte davon jedoch nicht profitieren. Ein zäher US-Börsenhandel raubte den Anlegern die Kauflaune. Am Ende konnte der Dax lediglich 0,2 Prozent zulegen auf 9369 Punkte.

In der zweiten Reihe notierte der MDax bei 16.323 Zählern 0,1 Prozent im Plus. Der TecDax stieg um 0,4 Prozent auf 1281 Punkte. In den USA gingen die Anleger nach den Schlussrekordständen am Montag in Deckung. Der Dow Jones notierte bei 17.609 Zählern kaum verändert. Der S&P 500 und der Nasdaq bewegten sich ebenfalls weder vor noch zurück.

Im Dax konnte Konsumgüterhersteller Henkel heute mit seinen Zahlen überzeugen. Dank guter Geschäfte in Osteuropa steckt der Konzern die Folgen der Ukraine-Krise weg. Im dritten Quartal konnte Henkel in der Region sogar den Umsatz steigern, die Geschäfte in Russland hätten „überproportional“ zum Wachstum in der Region beigetragen. Der Hersteller von Pritt und Persil will seine Profitabilität 2014 nun sogar stärker steigern als ursprünglich angekündigt: Henkel-Chef Kasper Rorsted hob die Prognose für die bereinigte Ebit-Marge an. Die Anleger feierten diesen Erfolg mit einem Plus von 4,6 Prozent. Auch Analysten zeigten sich von den Zahlen überrascht. Sie seien angesichts des sehr schwierigen Marktumfeldes in einigen Regionen eine positive Überraschung, urteilte DZ-Bank-Analyst Herbert Sturm.

Im Fokus war auch der westfälische Autozulieferer Hella, der heute ein erfolgreiches Börsendebüt gefeiert hat. Der erste Kurs der Hella-Aktie wurde am Dienstag an der Frankfurter Börse mit 27,50 Euro festgestellt. Die Hella KGaA Hueck & Co hatte angesichts der Turbulenzen an den Aktienmärkten einen sicheren Weg an die Börse gewählt und einen Großteil der angebotenen Aktien schon vor dem offiziellen Start des Börsengangs bei ausgewählten Investoren platziert. Insgesamt 15 Prozent der Aktien des Familienunternehmens können nun an der Börse gehandelt werden. Um in den MDax zu gelangen muss Hella einen Streubesitz von 30 Prozent vorweisen.

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  • ist Rocco Gräfe Dein Schwager... oder warum zitierst Du den immer?

  • "Schreibweise mit Absicht!

    AHA, also "mitglider" klein und ohne e...ich finde Mitglieder besser, passt auch eher zum HBO!

    Soso,zuviel Zeit...schreibt der ewige Kommentierer...LOL

  • widerstand 9380-9400 zu hoch
    unter .... 9315-9344 abwärts

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