Börse Frankfurt
Nahende Lösung im Ukraine-Konflikt hilft dem Dax

Bewegung in der Ukraine-Krise: Laut Wladimir Putin könnte bis Freitag eine erste Lösung im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine stehen. Anleger feiern diesen Fortschritt. Der Dax schließt deutlich im Plus.
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FrankfurtDie unerwartete politische Annäherung zwischen der Ukraine und Russland hat die Börsen am Mittwoch deutlich in Schwung gebracht. Der Dax, der am Morgen nur moderat im Plus notierte, schoss im Anschluss an die ersten Meldungen über eine mögliche Waffenruhe zwischen den russischen Separatisten und der Ukraine deutlich nach oben. Danach bewegte sich der Leitindex nur noch in sehr engen Bahnen. Am Ende notierte er 1,3 Prozent fester auf 9626 Punkten.

Die zweite Börsenliga verzeichnete ebenfalls Gewinne. Der MDax beendete den Handelstag 0,6 Prozent im Plus auf 16.241 Punkten. Der TecDax stieg um 0,8 Prozent auf 1261 Zähler.

In den USA machte sich die Entspannung im Ukraine-Konflikt ebenfalls bemerkbar. Der Dow Jones lag nach Frankfurter Börsenschluss bei 17.100 Punkten 0,2 Prozent im Plus. Dass die Kursgewinne in New York nicht größer ausfielen, lag an der bevorstehenden Veröffentlichung der Fed-Sitzungsprotokolle, vor denen sich viele US-Anleger nicht eindeutig positionieren wollten.

Verbreitetet wurde die Meldung über ein mögliches Waffenstillstandsabkommen zwischen Russland und der Ukraine vom Büro des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Nach einem Telefonat hätten sich beide Staatschefs darauf geeinigt. Von russischer Seite folgte prompt das Dementi. Laut Kremlangaben habe Putin mit Poroschenko keinen Waffenstillstand vereinbart.

Eine solche Einigung würde implizieren, dass Russland Teil dieses Konfliktes sei. Russland könne solche Vereinbarungen nicht treffen, weil es keine Konfliktpartei sei, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Staatsagentur Ria Nowosti am Mittwoch. Auf die positive Dynamik der Börsen hatte der russische Widerspruch allerdings keinen Einfluss. Bei den Anlegern überwog die Hoffnung auf eine Entspannung des Konflikts.

So ganz eindeutig sei die Lage aber nicht, warnte Dafydd Davies, Partner bei Charles Hanover Investments. „Da sind noch ein paar Fragen offen, zum Beispiel wie solide ist die Waffenruhe. Aber wenn sie hält und bestätigt wird, dann kann es noch weiter nach oben gehen.“ Allerdings warnte ein Börsianer: „Sobald die ersten Nachrichten kommen, dass die Waffenruhe in der Ost-Ukraine nicht hält, lösen sich die aktuellen Gewinne aber sofort wieder in Luft auf.“

Putin ließ unterdessen vermelden, dass er eine Vereinbarung zwischen der ukrainischen Regierung und den Separatisten im Osten des Landes noch in dieser Woche für möglich hält. Ein Abkommen zur Lösung der Krise könnte bis Freitag gefunden werden, sagte Putin am Mittwoch nach einer Meldung der Nachrichtenagentur RIA. Seine Ansichten und die des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko dazu lägen nahe beieinander. Festgelegt werden müsste, dass die ukrainischen Streitkräfte ihren Einsatz im Osten des Landes beendeten und internationale Beobachter in das Gebiet entsandt würden.

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