Börse Frankfurt: Nur vier Dax-Werte im Plus

Börse Frankfurt
Kauflaune der Dax-Anleger verpufft

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Nur vier Dax-Werte im Plus

Angeführt wurden die wenigen Indexgewinner im Dax von der 2,3 Prozent anziehenden Commerzbank. Daneben waren die Anteilsscheine der Deutschen Bank, der Lufthansa sowie BASF die einzigen deutschen Bluechip-Titel im grünen Bereich. Auch den Schweizer Aktienindex SMI führte mit der Credit Suisse Group AG und drei Prozent Kursplus ein Großbanktitel an. Aktien der Banco Popular Espanol SA stiegen in Madrid 13,3 Prozent. In einem Pressebericht war von Fusionsabsichten und der bereits erfolgten Ansprache der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA die Rede.

In New York gingen die Indizes mit leichten Gewinnen in den neuen Handelstag. Der Dow Jones stieg 0,2 Prozent und der S&P 500 gewann wenige Zähler auf 2199 Punkte. Mit 1,1 Prozent festerem Kurs profitierte Ölwert Chevron Corp. vom WTI-Future über 50 Dollar je Barrel. Noch fester war im Dow Jones nur der Versicherer Travellers Cos Inc., der nach einer Kaufempfehlung durch Citi 1,2 Prozent anzog.

Am Ölmarkt zog die Nordseesorte Brent um 1,7 Prozent an, gab die Gewinne dann aber zeitweise komplett ab. Gegen Mittag kostete sie mit 52,41 Dollar je Fass wieder rund ein Prozent mehr. Am Vortag hatte sie sich um neun Prozent verteuert und war über die Marke von 50 Dollar gesprungen. „Die Opec hat geliefert und die Bullen am Markt haben das, was sie sich erhofft hatten“, sagte Jefferies-Experte Jason Gammel. Der Ölpreis steht seit 2014 wegen eines Überangebots unter Druck, was die Opec-Länder zu der Förderbremse bewegt hat.

Einige Analysten fürchten jedoch, dass der jüngste Preisanstieg den US-Fracking-Förderfirmen wieder stärkere Anreize schafft. Damit dürfte wieder mehr Öl auf den Weltmarkt drängen, was die Preise wiederum unter Druck bringen könnte. „Die Wahrheit ist, dass ein Preis über 50 Dollar die Fracking-Branche wieder aufwachen lässt und so könnte der Preis nach ein paar Wochen genau wieder da sein, wo wir herkommen“, sagte Analyst Dean Rogers vom Energiehändler Kase & Co.

Beim technisch aufwendigen und damit teuren Fracking-Verfahren wird das sogenannte Schieferöl aus Gestein gelöst. Auch die Wahl Donald Trumps könnte dabei eine Rolle spielen: der künftige Präsident sieht die umstrittene Energiegewinnung positiv und will die heimische Energiebranche stärken. Der jüngste Preisanstieg machte am Donnerstag Aktien aus dem Öl- und Gassektor begehrt. Der europäische Branchenindex stieg um bis zu zwei Prozent auf den höchsten Stand seit November 2015.

Positive Nachrichten vom Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore zogen die Aktien der Kasseler K+S nach oben. Glencore stiegen um zwei Prozent, nachdem der Konzern üppige Dividenden in Aussicht gestellt hatte und seine Nettoverschuldung wie geplant zurückfahren konnte. K+S-Titel lagen mit einem Plus von 3,8 Prozent an der Spitze des Nebenwerteindex MDax.

Der Zuschlag für den eine Übernahme der Containerrederei Hamburg Süd beflügelte den Aktienkurs von Maersk. Die Papiere legten an der Börse Kopenhagen rund fünf Prozent zu. Der dänische Weltmarktführer teilte mit, mit den Eignern der Hamburger Traditionsreederei, der Familie Oetker, eine Übereinkunft erzielt zu haben.

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dpa 
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