Börse Frankfurt: Ölpreis zieht Dax fast zwei Prozent ins Minus

Börse Frankfurt
Ölpreis zieht Dax fast zwei Prozent ins Minus

Der Trend des noch jungen Jahres 2016 setzt sich fort – Der Dax folgt dem Ölpreis. Nach dessen erneuten Verlusten rutschten zeitweise alle 30 Werte ins Minus. Einer der größten Verlierer ist Infineon, trotz guter Zahlen.

Frankfurt am MainDie Ölmärkte sorgen einmal mehr für einen unruhigen Börsenhandel. Nach dessen erneuten Verlusten schließt der deutsche Leitindex 1,8 Prozent im Minus auf 9578 Punkten. Auch in der zweiten Reihe geht es bergab. Der MDax verlor 2,0 Prozent, der TecDax notiert 1,2 Prozent leichter, der SDax verlor 1,6 Prozent.

„Die Aktienmärkte kommen nicht richtig auf die Beine“, kommentierte Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba die jüngsten Schwankungen. Daher sei mit einem weiteren kräftigen Abschwung zu rechnen. Jochen Stanzl von CMC Markets sprach von einer erneuten Kapitulation des Dax.

Für eine Beschleunigung der Talfahrt sorgten die größer werdenden Verluste beim Rohöl. Ein Barrel der Sorte Brent verbilligte sich am Nachmittag um bis zu 4,9 Prozent, erholte sich am frühen Abend aber leicht auf 33,28 Dollar und somit 2,8 Prozent Verlust. Der Preis des US-Leichtöls WTI sank um 3,3 Prozent auf 30,58 Dollar. Anleger werteten gerade den Preisrutsch beim Öl als Beleg dafür, dass es um die Weltwirtschaft alles andere als gut bestellt ist. Sorgen bereitete ihnen insbesondere die schwächelnde Konjunktur im wichtigen Absatzmarkt China. „Die Investoren gehen daher lieber auf Nummer sicher und lassen die Finger von Aktien“, sagte ein Händler.

Die Furcht vor einer rückläufigen Nachfrage des Top-Rohstoff-Konsumenten China setzt den Ölpreisen seit Monaten zu. Hoffnungen auf baldige Förderkürzungen durch Russland und Saudi-Arabien hatten sich zuletzt wieder zerschlagen. „Würden Russland und Saudi-Arabien die Fördermengen im Alleingang senken, würde sich der Iran die Marktanteile wegschnappen. Den Gefallen wird man dem Iran nicht tun“, schrieb Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets.

Der Ölpreisverfall und die Verluste an den Börsen trieben einige Anleger zu den als sicher geltenden Bundesanleihen. Dies trieb den Bund-Future, der auf den zehnjährigen Titeln basiert, 37 Ticks in die Höhe auf 163,35 Punkte. Parallel dazu verteuerte sich der Euro leicht auf 1,0897 Dollar.

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