Börse Frankfurt
Quartalszahlen schieben den Dax über 8400 Punkte

Optimistisch stimmende Quartalszahlen und eine überraschend starke Konjunktur verbreiten am Dienstag gute Laune an der Börse. Überzeugen konnten die Energieversorger. Die K+S-Aktie hingegen verliert weiter an Boden.
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FrankfurtGute Unternehmenszahlen helfen dem Dax am Dienstag wieder über die Marke von 8400 Punkten. Das deutsche Börsenbarometer notierte am Abend 0,68 Prozent fester bei 8415 Zählern. Der MDax stieg um 0,41 Prozent auf 14.779 Punkte. Der TecDax kletterte um 0,33 Prozent auf 1030 Punkte nach oben.

Gestützt wurden die Märkte auch von einem überraschend starken ZEW-Index: das Barometer für die Konjunkturentwicklung in den kommenden sechs Monaten stieg auf 42 von 36,3 Punkten, Analysten hatten mit 40 Punkten gerechnet. „Die Zahlen sind erfreulich und untermauern die Erwartungen einer konjunkturellen Erholung in Deutschland“, schrieb Helaba-Autor Ralf Umlauf.

„Der Optimismus wird größer“, sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. „Die Vergangenheitsbewältigung in Form von Zahlen ist zwar teilweise ernüchternd, aber letzten Endes ist das Schnee von gestern. Was zählt, ist der konjunkturelle Ausblick, und da zeichnet sich sowohl in den USA als auch in Europa eine Stabilisierung ab.“

Gewinner im Dax waren die Titel von RWE mit einem Plus von 4,5 vier Prozent. Trotz durchwachsener Quartalszahlen konnten auch die Papiere des Konkurrenten Eon um 2,2 Prozent zulegen. Der unter anderem von der Atomwende gebeutelte Energiekonzern hat im ersten Halbjahr wegen der gefallenen Strom-Großhandelspreise operativ weniger verdient als zuvor. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 5,695 Milliarden Euro gefallen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Ebitda von 5,573 Milliarden Euro gerechnet. Der für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoüberschuss brach um 42 Prozent auf 1,911 Milliarden Euro ein. Eon-Chef Johannes Teyssen bekräftigte die Prognose, wonach dieses Ergebnis im Gesamtjahr auf 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro fallen wird – nach 4,2 Milliarden im Vorjahr. Das Ebitda werde auf 9,2 bis 9,8 Milliarden Euro nach 10,8 Milliarden Euro schrumpfen.

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  • Ich glaub Programmierer hat das spiel wirklich verstanden, im gegensatz zu mir.
    Hab mir mit facebook Puts heftigst den Arsch verbrannt :-(((

  • Das ist einfach nur noch genial, man kann
    Geld vermehren ohne Ende.
    Wie der DOW jetzt nach Xetraschluss seine
    Verluste wieder in Gewinne umgewandelt
    hat ist ebenfalls Programm. Die neuen knappen
    Daxderivate haben 150% alleine am Nachmittag
    zugelegt in gut 2 Stunden. Und die Kleinanleger
    wieder auf der Putenseite

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