Börse Frankfurt
Siemens, RWE und Öl treiben den Dax ins Plus

Der Dax lässt die Verluste hinter sich und blickt auf einen erfolgreichen Tag. Besonders Siemens zieht den deutschen Leitindex nach oben. Der Tagesgewinner notiert jedoch im SDax: Für Gerry Weber geht es steil nach oben.

FrankfurtInnerhalb eines Handelstages macht der Dax eine Kehrwende von einem Minus von bis zu 1,8 Prozent auf am Ende 0,9 Prozent im Plus auf 9823 Punkten. Für Rückenwind sorgten zunächst die Ölpreise, die dem Dax am Morgen noch Verluste beschert hatten. Verbilligte sich ein Barrel Rohöl der Sorte Brent zunächst um rund 3,7 Prozent auf 29,36 Dollar, stieg der Preis zuletzt um 1,2 Prozent auf 31,69 Dollar je Barrel (159 Liter).

Die Schwankungen an den Ölmärkten sind seit Wochen zu beobachten. Es sind derzeit vor allem spekulative Kräfte, die die Richtung bei Brent und WTI vorgeben. Das immer höher werdende Volumen von abgegeben Wetten auf fallende Ölpreise dürfte für die Unbeständigkeit verantwortlich sein. „Die Wetten auf einen weiter sinkenden Ölpreis haben nie dagewesene Ausmaße angenommen. Die Zahl der Optionen, die dann Geld verdienen, wenn der Preis für die US-Ölsorte WTI unter 25 US-Dollart fällt, ist auf ein Rekordniveau gestiegen“, erklärte CMC-Markets-Analyst Jochen Stanzl. Die düsteren Prognosen zahlreicher Banken von Ölpreisen unter 20 Dollar forcieren die Abgabe von Short-Positionen einiger Investoren und setzen die Preise zusätzlich unter Druck.

Zusätzlichen Schub erhielt der Dax von stark notierenden Siemens-Aktien. Der Mischkonzern konnte sich mit einem Plus von bis zu 9,3 Prozent deutlich an die Spitze des Dax setzen. Am Ende stehen 8,6 Prozent Gewinn bei der Aktie zu Buche. Siemens-Chef Joe Kaeser (amtlich Josef Käser) tritt voller Zuversicht für das laufende Geschäftsjahr vor die Aktionäre. „Wir sind stark, ich glaube sogar sehr stark ins neue Geschäftsjahr gestartet, und das vor dem Hintergrund eines schwierigen und geopolitischen und wirtschaftlichen Umfelds“, sagte er am Dienstag vor Beginn des Aktionärstreffen in der Münchner Olympiahalle. Kaeser hat am Vorabend der Hauptversammlung auf Basis starker Einnahmen aus dem Energiesektor und der Medizintechnik die Prognose für das laufende Geschäftsjahr (per Ende September) erhöht. Insgesamt erwartet er nun einen Gewinn auf Basis gleichbleibender Aktienzahl von bis zu gut 5,6 Milliarden Euro, 200 Millionen Euro mehr als bisher veranschlagt.

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