Börse Frankfurt
Skeptische Anleger lassen Dax im Stich

Die europäische Berichtsaison rückt näher und die Anleger gehen in Deckung. Sie befürchten miese Zahlen. In den USA veröffentlichen derweil eine Reihe von Konzernen ihre Ergebnisse – einige enttäuschen auf ganzer Linie.
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FrankfurtDer Verfallstag im Juli sorgte zwar für etwas höhere Umsätze, nicht aber für steigende Kurse. Der Dax musste direkt zu Handelsbeginn Verluste hinnehmen und konnte diese bis zum Ende nicht abschütteln. Der Leitindex ging mit einem Abschlag von 0,1 Prozent auf 8331 Punkte aus dem Handel. Der Settlement-Kurs für die Dax-Optionen sind am Freitag bei einem Kurs von 8324 Punkten festgesetzt worden. Im Juni lag der Kurs noch bei 7954 Zählern.

In der zweiten Reihe schnupperte der MDax nur kurz an einem positiven Vorzeichen. Später gab er wieder nach und schloss 0,1 Prozent schwächer auf 14.185 Zähler. Der TecDax beendete den Handelstag 0,6 Prozent im Minus auf 992 Punkte.

Auch in New York wurden Aktien verkauft. Nach Frankfurter Börsenschluss notierte der Dow Jones 0,2 Prozent leichter auf 15.525 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,1 Prozent nach und der Nasdaq verlor rund 1,1 Prozent.

Die Verluste an den Börsen sorgten bei den meisten Händlern allerdings nicht für Beunruhigung. Im Gegenteil: Nach dem starken Lauf des Dax in den vergangenen neun Handelstagen, mit nur einem Ausreißer am Dienstag, ist das „nur gesund“, erläuterte ein Börsianer.

Der etwas schwächere Auftritt der Aktienmärkte am Freitag dürfte auch einigen Gewinnmitnahmen der Anleger geschuldet sein. "Die Anleger nutzen die Gelegenheit, um Gewinne mitzunehmen," sagte ein anderer Händler.

Andere Experten führen die vermehrten Gewinnmitnahmen auf die Berichtssaison europäischer Unternehmen in der kommenden Woche zurück. Im Hinblick auf die miesen Wirtschaftsdaten, ausgehend von den Euro-Peripherieländern Spanien, Portugal und Griechenland als auch von den "Euro-Schwergewichten" Italien und Frankreich, erwarten einige Investoren keine bewegenden Daten von den europäischen Großunternehmen.

Die Berichtssaison dürfte unter dem Einfluss einer eher stagnierenden Konjunktur stehen und lasse für den Gesamtmarkt kaum positive Impulse erwarten, prognostizierte LBBW-Analyst Ralph Herre. Vorsicht und Zurückhaltung würden die meisten Ausblicke prägen. In der kommenden Woche lassen sich unter anderem die Deutsche Börse, Volvo und Lafarge in ihre Bücher schauen.

In den USA läuft derweil die Berichtssaison auf Hochtouren. Die bisher veröffentlichten Daten sind zwar nicht enttäuschend, für Euphorie sorgen sie aber auch nicht. Denn während die Banken, allen voran Goldman Sachs mit Fabelgewinnen auftrumpfen, herrscht in anderen Branchen leichte Krisenstimmung. So konnte der Siemens-Rivale General Electric seinen Gewinn nur im magere ein Prozent steigern. Operativ sieht es sogar noch schlechter aus. Unterm Strich beliefen sich die Einnahmen hier auf 3,7 Milliarden Dollar – rund acht Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Diese Verluste sind allerdings teuren Restrukturierungskosten geschuldet, von denen Experten erwartet hatten, dass sie noch höher ausfallen. Die Aktie von GE konnte deswegen heute rund 5,4 Prozent zulegen.

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  • ........................
    GEDANKEN ZUM WOCHENENDE
    ........................
    habe mal wieder einen blick auf
    die kommentare geworfen und bin
    froh, dass nur 7% der deutschen
    am kapitalmarkt investiert sind.
    ..
    was wäre, wenn sich dieser ge -
    ballte sachverstand die börsen
    beeinflussen könnte ..!!
    ..
    ..

  • Was für stressige 2h,erstmal die SDF rauskicken um 26,44, dann short gehen und daraufhin wieder long MSFT nach US-start.....von wegen buy and hold.maximin!!!maximale rendite in minimaler Zeitschönen Feierabend

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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