Börse Frankfurt
Spanien-Hoffnung schiebt Dax an

Erneute Spekulationen um schnellere Hilfen für Spanien sorgten bei den Anlegern für Kauflaune. Bankaktien im Höhenflug und Autoaktien am Dax-Ende. Konjunkturdaten bescherten gemischte Gefühle.
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FrankfurtDer Deutsche Leitindex hat den Dienstagshandel mit deutlichen Gewinnen beendet. Neu entfachte Spekulationen um schnellere Hilfen für Spanien ließen den Dax seine Vormittagsgewinne ausbauen. Der Dax schloss schließlich 1,64 Prozent höher bei 7.380 Punkten. Der Euro sprang deutlich über die Marke von 1,30 Dollar.

Händler verwiesen auf Medienberichte, wonach Deutschland zu vorbeugenden Kreditlinien an Spanien bereit sein soll. Am Rentenmarkt gaben daraufhin die Renditen der spanischen Staatsanleihen etwas nach. „Der Markt setzt angesichts guter Nachrichten aus Europa und auch den USA wieder auf Risiko“, fasste ein Händler in New York zusammen. Sollte Spanien unter den ESM schlüpfen, könnte die Europäische Zentralbank (EZB) ihr im Sommer angekündigtes Anleihekaufprogramm OMT starten. An den Märkten wird überwiegend für November mit einem entsprechenden Hilfsantrag der Madrider Regierung gerechnet.

Andere Händler machten auch die positiv aufgenommene Bilanz von Goldman Sachs für die Entwicklung verantwortlich. Die US-Großbank Goldman Sachs hat im dritten Quartal von der Erholung der Finanzmärkte profitiert und überraschend viel verdient. Das Geldhaus wies am Dienstag einen Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar oder 2,85 Dollar pro Aktie aus, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 428 Millionen Dollar in den Büchern stand. Analysten hatten aktuell lediglich mit einem Ergebnis von 2,12 Dollar je Anteilsschein gerechnet.

Die ermutigenden Geschäftszahlen der Citigroup und der Großbank Goldman Sachs beflügelten die Finanzwerte in Europa. Im Dax bauten die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank ihre Vortagesgewinne aus und schlossen 5,06 beziehungsweise 4,08 Prozent fester. Der europäische Branchenindex lag 2,9 Prozent im Plus. Die Citigroup hatte am Montag eine Erholung im Hypothekengeschäft vermeldet, im operativen Geschäft der US-Großbank ging es daher bergauf.

Das am Morgen veröffentlichte ZEW-Barometer hatte gemischte Gefühle ausgelöst: Die Beurteilung der wirtschaftlichen Aussichten habe sich zwar erneut verbessert, schrieb Helaba-Analystin Viola Julien in einem Kommentar. Mit Werten, die noch immer unter der Nulllinie liegen, könne aber noch keine Entwarnung für die Entwicklung gegeben werden. Das ZEW-Barometer kletterte im Oktober stärker als von Analysten erwartet auf minus 11,5 Zählern von minus 18,2 Punkten. Die aktuelle Lage bewerteten die Experten allerdings schlechter als im Vormonat: Dieses Barometer fiel um 2,6 auf 10,0 Punkte. Ökonomen hatten 11,3 Zähler vorausgesagt.

Autoaktien im Blickpunkt

Der anhaltende Rückgang bei Neuzulassungen in Europa hat die Autowerte am Dienstag belastet. Die Aktien gingen im Vormittagshandel auf Talfahrt, konnten sich aber mit einem anziehenden Gesamtmarkt in ein moderates Plus retten. Die Aktie des Autozulieferers Continental notierte 2,1 Prozent niedriger und war damit der schwächste Wert im deutschen Leitindex.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Neuzulassungen aller Hersteller in den 27 EU-Staaten (ohne Malta) um knapp elf Prozent auf rund 1,1 Millionen Autos, wie der europäische Branchenverband ACEA am Dienstag in Brüssel bekanntgab. „Das sind keine guten Aussichten“, sagte ein Händler.

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  • So, jetzt macht endlich diesen blöden Gap zum Jahreshoch zu, damit die lächerliche Rally endlich ein Ende findet!

  • angenehmer geistige Windstille hier,
    wenn die shorties kaufen, sollte man vielleicht short gehen.

    oder lieber doch nicht ?

  • Zitat aus Wirtschaftspresse: Spanien bereitet sich langsam auf einen Antrag für einen Bailout vor. Verschiedene Optionen werden derzeit durchgegangen, sagte ein hochrangiger Beamter des spanischen Finanzministeriums. Man favorisiere einen Kredit auf Abruf und wolle wenn möglich keine neuen Auflagen erfüllen. Eine Zustimmung der Euroländer ist aber unabdingbar, sollte Spanien einen Antrag stellen. Sonst würde das das Aus für den Euro bedeuten. Demnach dauert es nicht mehr lange bis zum Booooom!

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