Börse Frankfurt
Stabile US-Börsen stützen den Dax

Obwohl die EZB ihre Geldschleusen weit geöffnet hat, konnten sich Anleger am deutschen Markt nur mühsam zu Käufen durchringen. Am Ende ließen sie sich aber von der guten Stimmung der US-Anleger anstecken.
  • 49

Jetzt ist es so weit: Die EZB öffnet die Schleusen und flutet die Märkte mit unglaublich viel Geld. 1,1 Billionen Euro wollen die Währungshüter in den kommenden Monaten für Vermögenswerte ausgeben, vor allem für Staatsanleihen. Von diesem Montag an bis mindestens September 2016 wollen sie Monat für Monat für 60 Milliarden Euro Staatsanleihen und andere Wertpapiere kaufen.

Doch die Börsianer reagieren nicht mit großer Kauflust auf den Beginn der Geldflut. Zu Beginn des Tages geriet die Rally ins Stocken. Der Index rutschte am Morgen zeitweise auf bis zu 0,7 Prozent ab. Doch schließlich erwies sich die gute Laune der US-Anleger als ansteckend. Die wichtigsten Indizes notierten im Plus. Der Dax ging 0,3 schließlich Prozent höher auf 11.582 Punkten aus dem Handel.

In den kommenden Wochen dürfte die EZB-Geldschwemme wie ein Schmierstoff für die Aktienmärkte wirken. Da viele andere Geldanlagen wegen der niedrigen Zinsen kaum noch etwas abwerfen, stecken Investoren ihr Geld in Aktien.

„Der Anlagenotstand scheint sehr groß zu sein, denn es ist schon erstaunlich, wie stabil sich der Dax hält“, sagte Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank. Das deutsche Börsenbarometer war bereits acht Wochen in Folge gestiegen und dabei von Rekord zu Rekord geeilt. Am Freitag hatte der Dax erstmals die Marke von 11 600 Punkten knapp übersprungen.

Deshalb rechnen viele Experten für die kommenden Monate auch mit höheren Dax-Ständen. Um ganze tausend Punkte haben beispielsweise die Analysten der Commerzbank ihre Dax-Prognose nach oben korrigiert. Bis Jahresende soll der Leitindex auf 11.800 Punktesteigen. Das wäre ein Jahresplus von 20 Prozent.

Gedämpft wird die Stimmung allerdings durch Spekulationen über eine frühere Zinswende in den USA. Auslöser war der am Freitag veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht, der stärker ausfiel als erwartet. Anleger mutmaßten daher, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen früher wieder anheben könnte als bislang erwartet.

Die Spekulationen auf eine mögliche US-Zinswende haben heute vor allem dem Euro zugesetzt. Die Gemeinschaftswährung rutschte in der Spitze auf 1,0824 Dollar ab und markierte damit den tiefsten Stand seit Anfang September 2003. Sollte die Fed die Zinsen erhöhen, würde der Dollar als Anlagemöglichkeit zunehmend attraktiver werden.

Auch Griechenland, das zuletzt angesichts der vielen Rekorde etwas in den Hintergrund rückte, kommt heute wieder auf den Tisch. Die Eurogruppe nimmt aktuell wieder ihre Beratungen über die griechischen Reformpläne auf.

Seite 1:

Stabile US-Börsen stützen den Dax

Seite 2:

Unternehmen im Blick

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Stabile US-Börsen stützen den Dax"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • ...wer hat heute Morgen nun die calls gekauft...vervierfacht hätte sich ihr Kapital in nur1 Tag....wo sonst ist das noch möglich:) und das mit einen einfachen Daxcall...schauen wir mal ob die11625 schon VORbörslich kommen morgen...

  • Nun der Troll nach Hause geht, der Schneider, der Crisu, der Bloed, der Abdi und der Fink dazu, und wie sie alle heißen. Morgen Früh Ihr schlappe Elstern den Ralph wir die Muse..........

  • Keine Kritik. Das kann er nicht ab, der Maschinist der Mächtigen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%