Börse Frankfurt ISM-Index raubt dem Dax die Kräfte

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Stahlhersteller leiden unter schwachen Konjunkturdaten

Morgen wird die Europäische Zentralbank bei ihrer geldpolitischen Sitzung ihre Leitzinsentscheidung bekanntgeben. Börsianer erwarten, dass die EZB den Zins bei 0,75 Prozent belässt. Die Notenbanksitzung in Japan verspricht ein wenig mehr Spannung. Dort wird auf rasche weitere Lockerungen der Geldpolitik spekuliert.

Bei den Einzelwerten fielen heute die Papiere der Stahlhersteller wieder zurück. Nachdem sie gestern wegen schlechter Konjunkturdaten aus China und den USA deutlich federn lassen mussten, wirkten heute die schwachen Zahlen aus den beiden größten Volkswirtschaften der Welt noch nach. Die Aktien von Thyssen-Krupp sanken um vier Prozent und bildeten damit das rote Ende des Dax. Im MDax gehörten Klöckner & Co. und Salzgitter mit Abschlägen von 4,2 beziehungsweise 0,4 Prozent zu den schwächsten Werten. Weitere Verlierer am Mittwoch waren die Commerzbank, die 1,9 Prozent nachgab, die Deutsche Bank, die auf ein Minus von 2,1 Prozent kam und Siemens ebenfalls mit einem Abschlag von 2,1 Prozent.

Bernstein Research optimistisch bei BASF-Aktie

Auf der Gewinnerseite notierten heute lange Zeit die Anteilsscheine des Chemiekonzerns BASF. Ein Hochstufung der Bernstein Bank von „market-perform“ auf „outperform“ und die Erhöhung der Kursziels auf 86 Euro ließen die Papiere zunächst steigen. Zum Handelsende überwogen dann bei dem Chemiekonzern die kurzfristigen Gewinnmitnahmen. Am Ende verlor die Aktie 0,3 Prozent. Continental konnte ein Prozent zulegen, Aktien von BMW kamen auf ein Plus von 0,1 Prozent. Der Münchner Konzern profitierte heute von einem zweistelligen Absatzplus auf dem US-Automarkt. Die Bayern steigerten die Verkäufe in den USA im März um 11,2 Prozent auf gut 33.100 Fahrzeuge. Das sei besser als in den Vormonaten, sagte ein Händler. Insgesamt habe sich die gute Entwicklung im März für die deutschen Hersteller fortgesetzt - wenn auch mit weiter reduzierten Wachstumsraten, schrieb DZ-Bank-Analyst Jasko Terzic in einem Kommentar. Daimler notierten 1,2 Prozent leichter, Volkswagen verlor 0,9 Prozent.

In London verloren Vodafone bis zu 3,7 Prozent, nachdem der US-Telekomkonzern Verizon erklärt hatte, derzeit kein Interesse an einer Übernahme oder Fusion mit den Briten zu haben. Entsprechende Spekulationen hatten die Vodafone-Aktie am Dienstag auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren getrieben.

Notizbuchhersteller geht an die Börse

Die im TecDax verzeichneten Papiere des Chipentwicklers Dialog Semiconductor konnte am Nachmittag mit einem Plus von 6,8 Prozent deutlich zulegen. Händler führten dies auf die zuletzt schwache Kursentwicklung der Aktien zurück. Die Titel von Dialog Semiconductor haben seit Jahresbeginn rund 23 Prozent an Wert verloren. Am Mittwoch notierten sie bei 11,19 Euro. "Jetzt lohnt sich der Wiedereinstieg", erklärte ein Börsianer. Auch Tim Wunderlich, Analyst bei Hauck & Aufhäuser, rät dazu, die derzeitige Schwäche der Aktie zu nutzen. Die Sorge einiger Investoren, dass Dialog seine Umsatzziele 2013 nicht erreichen könnte, sei unbegründet, schrieb er in einem Kommentar. Selbst wenn Großkunde Apple mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen habe, könne Dialog noch immer über Preissteigerungen seine Umsätze nach oben treiben, hieß es weiter. Das Management habe zuletzt signalisiert, dass es weiterhin mit einem zweistelligen Preiswachstum rechne. 

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16 Kommentare zu "Börse Frankfurt: ISM-Index raubt dem Dax die Kräfte"

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  • Es ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten: Täglich 1 - 2 sich wiedersprechende US - Konjunkturdaten.

  • bitcoins haben übrigens die Grenze von 1 Milliarde EURO überschritten...

  • es wird ja schon eingegriffen.
    gleiche Bedingungen wie paypal.
    Das ist der Ritterschlag.

    Tausch ist einfach bei mtgox.com oder wer es es Deutsch mag:
    https://www.bitcoin.de/r/dvee25

    ich rolle auf jeden Fall fast jeden Tag mit den Augen, wenn ich den Kurs sehe.

    So eine Change habe ich noch nie im Leben gehabt, apple ist nichts dagegen (bisher). Bin aber auch schon vor Monaten eingestiegen.

    Hier wurde ich bisher immer ausgelacht...

    Naja vielleicht nicht mehr lange

  • dax UNTER 7900
    liebes handelsblatt, wie war das noch mit dem gerede von 8000er-marken??

    lächerlich

  • Nicht schlecht aber es bleibt immernoch das selbe Problem:
    Tausch von Währung in Bitcoins und umgekehrt.
    Zudem könnte ich mir vorstellen das hier von staatlicher Seite relativ schnell eingegriffen wird, passt nicht in den Masterplan.

  • ich will ja nicht umnerven. Aber hat sich von euch Profis außer mir (bin kein Profi) jetzt mittlerweile mal Bitcoins angesehen?
    Die Entwicklung ist immer noch unglaublich...
    Oder immer noch alles sooo schlecht?

  • Es ist unkollegial den ganzen negativen Kram einschließlich der Gewinnentwicklung und der Währungsseite den Kollegen zu_ zu_ schieben die am Montag wieder ihre Arbeit aufnehmen.
    Realistisch wäre shortsqueeze.

  • Mal abgesehen davon das gestern der Monatsanfang war und viele Gelder über Fonds usw. in den Markt geflossen sind,
    wer geht davon aus das der Dax jeden Tag 140 Punkte steigt? Dürfte wohl die Minderheit sein.
    Der Markt will das ATH und es wird kommen auch wenn es meiner persönlichen Einstellung widerstrebt aber der Markt hat immer Recht.

  • Ja, ja die Geldpumpen pumpen die Blase immer weiter auf - das gibt ein Donnerschlag! - heija.
    Was war doch gleich der größte Daxverlust in % innerhalb einer Woche?? Weiß dies evtl. jemand?, Bin BWL-Neuling und für eine belastbare Antwort dankbar.

  • Recht haben sie, wo ist die Krise - Börsianer werden alle reich, reich, reich einfach nur genial diese Zeiten. In Griechenland und Zypern würden sie uns dafür umbringen - zu Recht!!!

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