Börse Frankfurt
Täglich grüßt ein Allzeithoch beim Dax

Die US-Arbeitsmarktzahlen fallen positiv aus, die Anleger sind Feuer und Flamme: Der Dax setzt seine Rekordrally fort. Nach der Frankreichwahl am Sonntag könnte auch die 13.000er-Marke fallen, sagen Experten.
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FrankfurtDie Rekordrally geht weiter und Grund dafür sind die starken US-Arbeitsmarktzahlen. Wieder gelang dem Dax ein neues Allzeithoch, das nun bei 12.716 Zählern liegt. Zum Handelsschluss lag der Dax genau auf dieser neuen Rekordmarke mit einem Plus von 0,55 Prozent. Bereits an den vergangenen Handelstagen hatte das deutsche Börsenbarometer jeweils ein neues Rekordhoch erreicht.

Im April wurden in den USA laut dem Arbeitsmarktbericht 211.000 neue Arbeitsplätze errichtet, die Experten hatten sogar „nur“ mit 185.000 neuen Stellen gerechnet. Zudem fiel die Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent – so niedrig war sie das letzte Mal 2007.

Auch die MDax-Anleger ließen sich mitreißen, er stieg zuletzt um 0,5 Prozent auf 21.163 Punkten. Der SDax blieb dagegen mit 0,6 Prozent im Minus bei 2.129 Zählern.

Doch nicht nur die Situation in den USA beeinflusst den Dax, auch die Frankreichwahlen am Sonntag werden die Anleger nicht kalt lassen. „Die Fahrt in Richtung 13.000 Punkte kann beginnen“, sagt Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. „Die Sorgen vor einem Zerfall der Eurozone haben sich bislang in keiner der Entscheidungen der Wähler bestätigt.“

Seinem Kollegen Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank zufolge müssen sich Investoren aber noch etwas gedulden. „Die Märkte haben seit dem Sieg von Emmanuel Macron bei der ersten Wahlrunde im April schon einiges eingepreist.“ Außerdem müsse sich der europafreundliche Politiker für seine geplanten Reformen noch eine parlamentarische Mehrheit organisieren, betont Axel Angermann, Chef-Volkswirt des Vermögensverwalters Feri. Daher richteten Investoren ihre Aufmerksamkeit bereits auf die Wahlen zur Nationalversammlung im Juni.

Bei der Stichwahl tritt der europafreundliche und wirtschaftsorientierte Emmanuel Macron gegen die rechtsextreme EU-Gegnerin Marine Le Pen an. In Umfragen liegt Macron vorn, doch wie schon das Brexit-Referendum und die US-Wahlen in der Vergangenheit zeigten, kann man sich nicht unbedingt auf Umfrageergebnisse verlassen.

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Der Gasekonzern Linde führte zuletzt die Dax-Liste mit einem Plus von zwei Prozent an, gefolgt von Thyssen-Krupp mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent. Mit anderen Unternehmen hatte der Stahlkonzern vor der Stichwahl in Frankreich zu einem „Bekenntnis zu Europa“ aufgerufen. E.on blieb mit minus 1,3 Prozent auf dem letzten Platz, gefolgt von Pro Sieben Sat 1 mit 0,9 Prozent im Minus.

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  • und wenn Le Pen gewinnt,
    sehen wir am Montag die 11000 und ich kann
    in Panik kaufen

  • Wir Investoren saugen das Geld von Europa in die Staaten, schaffen dort Arbeitsplätze und Wohlstand. Herr Trump und Herr Draghi sind unsere Förderer
    und verleihen unseren Dividenden Flügel. Freibier für uns Investoren Ha Ha Ha

  • Es ist 15.45 Uhr und ich sehe den DAX mit 0,1 % im Plus. Stimmt Ihre Überschrift, ist der DAX wirklich hochgeschossen? Oder sind Sie unter die orientalischen Märchenerzähler gegangen?

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