Börse Frankfurt
Trotz Griechen-Krise - Dax schließt mit satten Gewinnen

Nach einem ruhigen Handelstag am Pfingstmontag sind heute die Bullen los: Trotz des Griechenland-Debakels schloss der Dax mit deutlichem Plus. Dafür sorgten auch Übernahmefantasien.
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FrankfurtNach einem ruhigen Handelstag am Pfingstmontag hat sich der Dax am Dienstag erfreulich kräftig gezeigt. Der Leitindex schloss am späten Nachmittag mit 1,7 Prozent bei 7.205 Punkten und lag damit etwas unterhalb seines Tageshochs bei 7.231 Punkten. Gut aufgenommene Inflations- und Produktionszahlen aus China sorgten schon zum Auftakt für eine verbesserte Stimmung an den Aktienmärkten. Weniger stark als erwartet gesunkene Einzelhandelsumsätze aus den USA trieben die Kurse am Nachmittag dann noch zusätzlich an. Die erneute Senkung der Bonitätsnote für Griechenland wurde von den Investoren hingegen ohne große Aufregung zur Kenntnis genommen. „Das ist nichts wirklich Neues“, sagte ein Händler. „Dass Griechenland ein enormes Schuldenproblem hat, ist bekannt. Dass daran gearbeitet wird, aber auch.“ Positiv wirkte auch eine Strategiekommentar der Credit Suisse, in der die Analysten ihre Gewichtung von Aktien erhöhten. Bei extrem dünnen Umsätzen hatte der Dax am Montag den Handel mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent bei 7.085 Punkten beendet.

Seit Monatsbeginn hatten die Investoren wegen der Sorgen um die US-Konjunktur und die Entwicklung der europäischen Schuldenkrise eher einen Bogen um Aktien gemacht - der Dax verlor seit Anfang Juni knapp drei Prozent. Der MDax für mittelgroße Werte legte um ein 1,2 Prozent auf 10.693 Punkte zu. Auch der TecDax lag mit starken Solarwerten mit 1,6 Prozent deutlich im Plus bei 891 Punkten.

US-Konjunkturdaten geben zusätzlichen Schub

Der Leitindex beschleunigte am Nachmittag nach Veröffentlichung der US-Daten seine Aufwärtsbewegung. „Vor allem aus den USA waren positive Impulse sehnsüchtig erwartet worden“, sagte ein Händler. Der Einzelhandelsumsatz gab in den USA im Mai zwar nach, allerdings nicht so stark wie befürchtet. Anders als die deutsche Wirtschaft wächst die amerikanische derzeit nur moderat. Vor allem der schwache Arbeitsmarkt verhindert einen stärkeren Aufschwung. Zuletzt hatte es eher enttäuschende Konjunkturdaten gegeben.

Die Schwäche des privaten Verbrauchs sei bislang nur eine eher kurzfristige Erscheinung, kommentierte Postbank-Analyst Heinrich Bauer. Der mittelfristige Aufwärtstrend sei dagegen noch ungebrochen. Die US-Börsen eröffneten mit deutlichen Aufschlägen.

Am Morgen verwiesen Marktteilnehmen zudem auf eine abnehmende Unsicherheit nach positiv aufgenommenen Daten aus China. Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte: „Das Grundbild bleibt positiv ­ das konjunkturelle Umfeld stimmt insgesamt, die Versorgung der Märkte mit billigem Geld stützt Aktien und auch das politische Risiko in der Eurozone wird mit einem neuen Rettungspaket Ende Juni stabilisiert werden.“

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Kommentare zu " Börse Frankfurt: Trotz Griechen-Krise - Dax schließt mit satten Gewinnen"

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  • und der klügste ist der Robert Halver.Hallo?JP Morgan-Goldman Sachs-Robert Halver,von der Baader Bank bitte abwerben.nicht mal zur Deutschen Bank schafft man es trotz geballtester hellseherischer Fähigkeiten

  • ich bin mir seiner Ungewissheit zu 100% gewiss!

    Die besten Grüße,

    Krachabäus

  • Sie scheinen ein hohes Geltungsbedürfnis zu besitzen...

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