Börse Frankfurt : Trump-Chaos zieht auch den Dax runter

Börse Frankfurt
Trump-Chaos zieht auch den Dax runter

Donald Trump irritiert sowohl die Politik als auch die Anleger. Am Donnerstag rutscht der Dax sogar kurzzeitig unter die Marke von 12.500 Punkten. Gute US-Wirtschaftsdaten verhindern Schlimmeres.
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FrankfurtDas politische Wirrwarr um US-Präsident Donald Trump hat Anlegern am Donnerstag die Lust auf Aktien genommen. Der Dax schloss 0,33 Prozent tiefer bei 12.590,06 Punkten, nachdem er um die Mittagszeit sogar kurz unter die Marke von 12.500 Punkten gerutscht war. Teils gute US-Wirtschaftsdaten und eine Erholung der Wall Street nach ihrem kräftigen Vortages-Minus hätten Schlimmeres verhindert, sagten Händler. Der MDax, der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen repräsentiert, gab um 0,16 Prozent auf 24.646,87 Punkte nach. Für den TecDax ging es um 0,11 Prozent auf 2195,73 Zähler abwärts.

Nachdem zuletzt der Ausgang der Frankreich-Wahl mit dem pro-europäischen Sieger Emmanuel Macron bei Aktien-Anlegern noch für Optimismus gesorgt hatte, ist mit den neuen Vorwürfen gegen US-Präsident Donald Trump und den Spekulationen über ein mögliches Amtsenthebungsverfahren die politische Unsicherheit wieder zurück und belastet die Börsen. „Nachdem der Präsident nun immer mehr mit politischen Skandalen zu kämpfen hat, kommen bei den Investoren ernsthafte Zweifel auf, ob Trump überhaupt eines seiner großen Versprechen einlösen kann“, sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader.

Die Verzögerung oder gar die Aufhebung von Steuersenkungsplänen und Infrastrukturprojekten wegen der Unsicherheiten im Weißen Haus treibe Anleger in die Defensive, meint auch Analyst Gregor Kuhn vom Londoner Broker IG. Hinzu kamen politische Turbulenzen in Brasilien, die den dortigen Aktienmarkt zeitweise um zehn Prozent abstürzen ließen.

An der Wall Street war die Stimmung nicht mehr so schlecht wie in den vergangenen Tagen. Anleger nutzten den Kurseinbruch am Mittwoch für den Wiedereinstieg - der Dow Jones Index der Standardwerte lag zu Börsenschluss in Europa leicht im Plus.

Wie Reuters von US-Regierungsinsidern erfuhr, hatten Berater von Trump in den letzten sieben Monaten des Wahlkampfes mindestens 18-mal per E-mail oder Telefon Kontakt zu russischen Regierungsvertretern oder Personen mit Kontakt zum Präsidialamt in Moskau. Die Erkenntnisse wurden nur Stunden nach der Ernennung eines Sonderermittlers bekannt, der den Vorwurf geheimer Absprachen zwischen Trumps Team und der Regierung in Moskau sowie deren etwaigen Einfluss auf die US-Wahl untersuchen soll.

In den USA wird über ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten diskutiert. Da Trumps Republikaner Senat und Repräsentantenhaus kontrollierten, sei das aber alles andere als gesetzt, sagte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus City of London. Zudem dürften die Untersuchungen langwierig sein. Zwar sei die Unsicherheit für die Aktienmärkte nicht gut. Doch dürfte letztlich die Erholung der US-Wirtschaft entscheidend sein und die Märkte stützen.

Auch Börsenexperte Jochen Stanzl von CMC Markets sieht eine Amtsenthebung Trumps als wenig wahrscheinlich an. „Die Tatsache aber, dass sie ins Spiel gebracht wird, bringt etwas ganz anderes ins Wanken: Den von Trump und seinem Finanzminister den Märkten als zügig umsetzbar verkauften fiskalischen Stimulus für die US-Wirtschaft“, so Stanzl.

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  • Wenn man von Schuld überhaupt reden will:............
    dann sind es die Investmentbanker mit Ihren angestellten Zockern und Hasadeuren; sonst niemand.

  • Das Trump-eltier hat wieder zugeschlagen! Und so wird es wohl (leider) weiter gehen.
    ABER: Politische Börsen haben immer nur kurze Beine. Vom wirtschaftlichen Umfeld hat sich überhaupt gar nichts geändert, die Zinsen sind niedrig, die EZB pumpt weiter Geld in den europäischen Markt und die Unsicherheit in anderen Märkten bleibt extrem hoch. Deshalb wird es nach dieser Korrektur an den Börsen auch wieder recht schnell nach oben gehen.

    In diesem Sinne: PROST!

  • An was Trump so alles Schuld sein soll.

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