Börse Frankfurt
Ungewissheit verschreckt Dax-Anleger

Das Brexit-Votum bringt Aktien erneut ins Taumeln. Der Kurs der Deutschen Bank fällt auf ein Rekordtief. Nun droht sogar der Abstieg aus dem europäischen Aktienindex Stoxx 50.

FrankfurtDie hohe Unsicherheit über die Folgen des Brexit haben dem Dax am Mittwoch weiter zugesetzt. Hinzu kam, dass die Auftragseingänge der deutschen Industrie im Mai überraschend stagnierten. Der Dax fiel zeitweise fast bis an die Marke von 9.300 Punkten, erholte sich am späteren Nachmittag allerdings wieder etwas. Mit einem Abschlag von 1,7 Prozent auf 9373 Punkte ging er aus dem Handel und schloss damit den dritten Tag in Folge mit Verlusten.

Der MDax als Index der mittelgroßen Werte fiel um 1,4 Prozent auf 19.206 Punkte, und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 1,6 Prozent auf 1551 Zähler nach unten. Kaum besser sah es an den anderen Börsenplätzen Europas aus. Der Euro Stoxx 50 büßte 1,8 Prozent ein.

In dieser Gemengelage war die Gold gefragt. Eine Feinunze (31,1 Gramm) verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 1374,91 Dollar und kostete damit so viel wie zuletzt im März 2014. Börsianer rechnen mit weiteren Preissteigerungen. Schließlich gingen auch die Renditen der Staatsanleihen auf breiter Front nach unten. So drückte die Nachfrage nach Bundesanleihen die Rendite der zehnjährigen Titel zeitweise auf ein frisches Rekordtief von minus 0,204 Prozent.

Die Verunsicherung der Anleger bekam das Pfund Sterling erneut zu spüren. Die britische Devise – eine der Weltreservewährungen – fiel im asiatischen Handel auf rund 1,28 Dollar von 1,30 Dollar am Dienstagabend. Zum Vergleich: Noch unmittelbar vor Bekanntwerden der Brexit-Abstimmung in der Nacht zum 24. Juni hatte es bei 1,50 Dollar gelegen.

Schlechte Nachrichten gab es zudem von der Konjunkturseite. So verzeichnete die deutsche Industrie im Mai überraschend keinen Zuwachs bei den Auftragseingängen.

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