Börse Frankfurt
US-Daten schieben Dax ins Minus

Seit Monaten kommt der Dax nicht recht voran. Heute erwarteten Anleger mit Spannung wichtige Daten von der US-Konjunktur. Die schlimmsten Befürchtungen konnten sich zwar nicht bestätigen. Trotzdem rutscht der Dax bis zum Handelsende ins Minus.
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HB FRANKFURT. Starke Kursbewegungen in Frankfurt: Zu Beginn des neuen Quartals haben die Anleger an den europäischen Aktienmärkten am Freitag nervös agiert. Entsprechend hektisch waren die Ausschläge im Dax, der zum Handelsschluss mit 6211 Punkten 0,3 Prozent im Minus schloss. Dabei bewegte sich der Markt zwischen Hoffen auf einen Konjunkturaufschwung in China und dem Bangen um die US-Volkswirtschaft. Auch der europäische Stoxx50 verlor 0,1 Prozent, der EuroStoxx50 0,6 Prozent.

Auf Wochensicht hat der Dax 1,4 Prozent verloren. Doch sagt dies wenig über die Stimmung der Börsianer aus, die trotz der Kursgewinne auch im dritten Quartal skeptisch bleiben. Schon am Morgen hatten robuste chinesischen Konjunkturdaten die Anleger nur kurz zum Aktienkauf animiert. Zu viele Anleger seien derzeit von der Bewegung nicht überzeugt, erklärten Händler. "Die Schwankungen sind hoch, daher halten sich immer mehr Anleger zurück. Und so sind die Umsätze gering, was zu noch größeren Schwankungen führt", erklärte ein Händler.

Die US-Daten fielen meist in etwa wie erwartet aus, beruhigten die Anleger aber nicht. Schließlich hatte US-Notenbankchef Ben Bernanke am Donnerstag die Erwartungen auf einen baldigen Schub schon mal gedämpft und erklärt, kurz- und mittelfristig stehe man mit Sicherheit vor sehr schwierigen Herausforderungen. Börsianer vermuten, dass die Fed noch einmal die Notenpresse anwerfen wird, um die Wirtschaft zu stützen.

Größter Gewinner im Dax waren die Aktien von ThyssenKrupp mit einem Aufschlag von 2,6 Prozent auf 24,53 Euro. Händler begründeten den Kurssprung mit steigenden Metallpreisen in London und charttechnischen Kaufsignalen sowie positiven Branchennachrichten.

Die Aktien von Beierdorf setzten angesichts der schwelenden Übernahmephantasie ihren Aufwärtstrend fort und stiegen um 1,7 Prozent.

Zu den größten Gewinnern zählten auch die Aktien von BASF mit einem Plus von 1,3 Prozent und SAP mit Plus 0,8 Prozent. SAP-Ex-Chef Leo Apotheker soll künftig den US-Computerkonzern Hewlett Packard leiten. Den Aktionären in New York gefiel das weniger, der Aktienkurs von HP fiel an der Wall Street um über drei Prozent.

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