Börse Frankfurt
US-Immobilienmarkt würgt den Dax ab

Der Dax hat sich von seinen Vorwocheverlusten etwas erholt. Über weite Strecken des Tages profitierte der Leitindex von kräftigen Kursgewinnen in Japan. US-Immobilienmarktdaten würgten den Aufwärtstrend jedoch ab.
  • 8

Frankfurt/DüsseldorfDer Dax hat sich von seiner Talfahrt in der letzten Woche wieder etwas erholt. Am Montag schloss der Leitindex 0,2 Prozent im Plus bei 7478 Punkten. Der MDax ging mit einem Plus von 0,5 Prozent und 13.083 Zählern aus dem Handel, der TecDax stieg um 0,4 Prozent auf 910 Stellen.

Unerwartet schwach ausgefallene Daten vom US-Immobilienmarkt hatten den Dax rund eineinhalb Stunden vor Handelsende ins Minus gedrückt. Zuvor profitierte der Leitindex von kräftigen Kursgewinnen an der japanischen Börse und stieg in der Spitze um 1,1 Prozent. Helaba-Analyst Ulrich Wortberg wies indes darauf hin, dass sich die Erholung des US-Immobilienmarktes trotz des leichten Rückgangs fortsetze. „Aufgrund des bereits hohen Niveaus sollten kleinere Gegenbewegungen nicht überinterpretiert werden“.

Ganz oben im Dax standen am Abend die Anteilscheine von Henkel mit einem Plus von 2,2 Prozent. Der Waschmittel- und Kosmetikkonzern kündigte an, mit Produkten wie Persil und Pritt dieses Jahr organisch um drei bis fünf Prozent wachsen zu wollen.

Auch die Aktien des Autobauers Daimler konnten zulegen. Sie notierten bei Börsenschluss 1,8 Prozent fester. Der Stuttgarter Konzern kündigte am Wochenende in Shanghai an, massiv in den Ausbau seiner Händlernetze zu investieren. Eine konkrete Absatzprognose für die Pkw-Marke Mercedes-Benz traute sich der für die China-Geschäfte zuständige Daimler-Vorstand Troska jedoch nicht zu. Allerdings ist er zuversichtlich: „Wir werden wachsen, und es wird ein neues Rekordjahr für uns werden“.

Im Zuge der bundesweiten Flughafen-Warnstreiks stand auch die Lufthansa im Fokus der Anleger. Der Ausstand hat den Flugbetrieb der Airline am Montag fast völlig lahmgelegt. Trotzdem verteuerte sich die Aktie um 1,4 Prozent. Allein in Frankfurt, dem größten Flughafen in Deutschland, legten 2000 Lufthansa-Angestellte die Arbeit nieder. „Der Streik läuft seit heute morgen um 5.00 Uhr bis zur Schließung des Flughafens in der Nacht“, sagte Gerold Schaub, Sprecher von Verdi Hessen.

Nach einer Kursziel-Erhöhung von 120 auf 122 Euro durch die Deutsche Bank legt außerdem die Aktie der Allianz um 1,5 Prozent auf 105,20 Euro zu. Zugleich empfiehlt Deutschlands führendes Geldhaus sich das Papier des Versicherers ins Depot zulegen.

Auch bei den Anteilsscheinen von Thyssen-Krupp (+0,6 Prozent) zeigte die Chartkurve den gesamten Tag über nach oben. Die Hoffnung auf Fortschritte beim Verkauf ausländischer Stahlwerke hoben die Aktie am Vormittag an die Spitze des Dax. Bis zum Abend gaben die Gewinne jedoch wieder etwas nach. Nach Angaben der Agentur Reuters hat der brasilianische Stahlkocher Cia Siderurgica Nacional (CSN) erneut eine Offerte für Geschäftsteile des Essener Konzerns vorgelegt.

Noch seien wenig Details über die Offerte bekannt, aber einige Anleger spekulierten offenbar darauf, dass diese höher ausgefallen sei als das erste Angebot, sagte ein Börsianer. Das bisherige CSN-Angebot belief sich auf 3,8 Milliarden Dollar. Es galt für den ThyssenKrupp-Bereich Steel Americas, der neben der 73-prozentigen Beteiligung an dem Werk in Brasilien auch eines im US-Bundesstaat Alabama umfasst. Equinet-Analyst Stefan Freudenreich rechnet damit, dass Thyssen bis Ende Mai den Verkauf des Bereichs Steel America verkündet. Er belässt die Empfehlung der Aktien bei „Kaufen“ und einem Kursziel von 22 Euro.

Seite 1:

US-Immobilienmarkt würgt den Dax ab

Seite 2:

Kursprung bei SMA Solar

Kommentare zu " Börse Frankfurt: US-Immobilienmarkt würgt den Dax ab"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • ...ich wusste doch dass der Laden nix ist.Wenn ein Manager sagt dass die "Investitionen im Plan sind" dann wette ich dagegen,Danke SDF, Wer im Management gut ist geht doch nicht nach Kassel...sorry

  • Mary ist irgend so ein Witzbold, der Textbausteine durch Babelfish hin und her laufen lässt. Und das fast jeden Tag.

    Entweder steht er auf Running Gags oder er macht eine Studie über Doofheit in Internet-Foren. Ignore...

  • Seit einem dreiviertel Jahr schaue ich mir nun an was Mary hier so fabriziert: Sie gefällt sich in der Rolle des Market Makers, zu der Sie weder das Format mitbringt noch sonst irgendetwas beizusteuern vermag, das sie in ihrer selbsterwählten Rolle bestätigen könnte.

    Was also ist Mary mehr als eine weitere Wichtigtuerin am Schminktisch?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%