Börse Frankfurt

US-Jobdaten enttäuschen – Dax im Minus

Ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht aus den USA hat am Freitag viele Anleger an den Finanzmärkten auf dem falschen Fuß erwischt. Der Dax ging mit einem Minus ins Wochenende. Für Bewegung sorgten Unternehmenszahlen.
Update: 02.08.2013 - 18:12 Uhr 53 Kommentare

Börse am Abend

FrankfurtDer Dax hat am Freitag nach einem schwachen US-Arbeitsmarktbericht moderat nachgegeben. Die Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft war im Juli um 162.000 Stellen und damit weniger als erwartet gestiegen. Analysten hatten mit 184.000 Jobs gerechnet. Der deutsche Leitindex ging mit einem Minus von 0,05 Prozent und 8406 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht bedeutet dies aber immer noch ein Plus von rund zwei Prozent.

Der MDax legte 0,2 Prozent auf 14.604 Punkte zu, der TecDax büßte 0,13 Prozent auf 1003 Stellen ein. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stand zuletzt 0,08 Prozent besser bei 2810 Zählern. Der Euro kletterte im Gegenzug auf 1,3278 Dollar.

Vor allem am Devisenmarkt hatten die Anleger auf eine positive Überraschung bei den Jobdaten und damit eine baldige Drosselung der Anleihekäufe durch die Federal Reserve gewettet. „Es sieht wohl danach aus, als ob die US-Notenbank ihre Anleihekäufe erst Richtung Dezember zurückfahren wird“, sagte Volkswirt Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. „Es gibt bislang noch keinen Grund, für die Fed aktiv zu werden. Der Arbeitsmarkt erholt sich nicht so schnell wie gewünscht.

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt sorgten vor allem Quartalszahlen für Kursbewegungen. Die Titel der Allianz setzten sich zeitweise mit einem Plus von 2,2 Prozent an die Dax-Spitze, nachdem der Konzern operatives Ergebnis und Umsatz im zweiten Quartal steigern konnte. „Die Zahlen fielen in Summe besser als von den Marktteilnehmern erwartet aus“, lobte LBBW-Analyst Werner Schirmer. Im Handelsverlauf reduzierte sich das Allianz-Kursplus auf 0,8 Prozent.

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53 Kommentare zu "Börse Frankfurt: US-Jobdaten enttäuschen – Dax im Minus"

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  • §5 Atomgesetz: Die Betreiber machen Rückstellungen für den Rückbau und die Endlagerung des Abfalls . Diese Beträge sind alle schon im Strompreis eingepreist!

    Das ist im Gegensatz zu dem was uns Greenpeace , SPON oder SZ immer vorlügen lassen, dass das angeblich die Regierung zahlen müsste.

  • Übrigens... e.on... ich weiß nicht... wer zahlt eigentlich den Rückbau der Kernkraftwerke? Da kommen unfassbare Kosten über einen sehr langen Zeitraum auf.

    Energieerzeuger in einer Zeit, in der in Deutschland Grüne und andere Linke regulieren wollen, was sie nur können, sind wohl nicht mehr die Witwenpapiere, die sie mal früher waren.

    Übersubventionierte erneuerbare Energien, Abschaltung der Kernkraftwerke, Substitution durch Kohle und Atom im Ausland... Energieerzeugung in Deutschland ist kein Zuckerschlecken mehr.

  • Ich würde solche Top-Aktien auch mit einem KGV von 15 kaufen. 19 finde ich nicht wirklich attraktiv.

    Shell und die meisten anderen Ölaktien finde ich zumindest langfristig absolut richtig. Momentan leiden die Energiepreise unter dem massiven Aufkommen des Fracking. Aber Erdöl ist auch längere Sicht ein absolut todsicheres Geschäft.

    Natürlich könnte es zwischendurch bei einer Wirtschaftsflaute Rücksetzer geben. Ich denke, dass deswegen Ölaktien momentan (irrtümlich) so billig sind.

  • Ja, da haben sie Recht. Weniger Militär und dafür mehr Bildung und die USA wären weit, weit vorne...
    Mit den Zinsen kann man etwas richten und schon etwas ausrichten, aber mit mehr Bildung könnte man viel mehr bewegen.

  • Das mit dem Depot immer umschichten, je nach Bedarf, ist so eine Sache. Die Kurse reflektieren ja großteils die aktuellen Informationen. Wenn müsste man ja vor den negativen Informationen verkaufen, aber dieses Insiderwissen haben wir Privatanleger nicht. Darum sehe ich es auch so: breit gefächert kaufen und liegen lassen. Und nicht alles gleichzeitig kaufen sondern über die Zeit konstant.
    Btw: Shell würde ich lassen... das KGV ist niedrig, aber ebenso die Marge und die Reserven. Shell produziert viel, macht damit aber relativ wenig Gewinn -> Probleme die Reserven oben zu halten und extrem anfällig gegen Ölpreisrutsch. Chevron/Exxon sind deutlich besser.

  • @drKaffesatz
    ... mit KGV 12 bis 14.... dann wirst du diese Top Aktien wahrscheinlich nur sehr selten kaufen können. Wünsch dir Glück beim timing!
    Gruß aus Schwaben

  • Bei Bloomberg wurde gesagt,dass jetzt viele arbeitslose junge Männer in den USA wieder zu Hause bei Muttern wohnen.Die Mehrheit davon(90%) besitzt aber nur den Highschool-Abschluß.
    Fast alle mit College-oder University Abschlüssen in dieser Altersklasse (18-31Jahre) sind dagegen in Lohn-und Brot.
    Mir scheint,dass die Arbeitslosigkeit in den USA weniger stark von den Zinsen,als vom Bildungsstand der Arbeitslosen abhängt....

  • @ Progammierer

    Um bei 7400er ohne SL, Hebel ca. 9 , Preis ca. 10€ gute reale Gewinne( ex Abgeltungssteuer + Soli) zu realiesieren, muss man ja mit mind 10K reingehen!?

    < 10K lohnt es sich nicht bei einem Preis von ca. 10 und Gewinn von ca. 2% einzusteigen ??

  • @Kaffeesatz

    Das sehe ich ähnlich. Es ist nur nahezu unmöglich immer einzuschätzen, wann etwas wirklich "teuer" oder "billig" ist. Deshalb empfiehlt die Fachliteratur ja auch sich vom Markettiming freizumachen.

    Hätten Sie ein paar Beispiele? Was sind denn für Sie "Erzeuger von Gütern des täglichen Bedarfs, Güter geringen Preises, wenig zyklisch."

    Energiewerte wie Shell oder Versorger wie Eon oder Hersteller wie P&G?

    Shell ist ein gutes Beispiel für den einleitenden Punkt - KGV 8,4 nahezu Jahrestief - teuer oder billig?

  • Gewinne realisiert und neues Kauflimit
    liegt bei 8335 falls sie Stoppaktion planen
    Danke, es kann immer so weiter gehen

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