Börse Frankfurt
US-Jobdaten halten Dax-Talfahrt auf

Mario Draghi hat viel versprochen und nur wenig geliefert. Die kalt geduschten Anleger blieben auch am Freitag dem Parkett fern. Dass der Dax nicht völlig abrutschte, hatte er guten US-Arbeitsmarktzahlen zu verdanken.

FrankfurtDas Frankfurter Parkett hat sich auch am Freitag in Katerstimmung präsentiert. Nach der gestrigen Talfahrt, die der Anleger-Enttäuschung über die zahme Aufrüstung der EZB-Krisenpolitik geschuldet war, büßte der Dax heute weiter ein. Im Laufe des Freitagshandel verlor der deutsche Leitindex weiter an Boden, konnte sich zuletzt aber dank eines starken US-Arbeitsmarktberichtes etwas fangen und notierte zum Handelsschluss noch 0,3Prozent leichter bei 10.752 Punkten.

Durch die Bank weg behielten die Tafeln der europäischen Handelsplätze am Freitag ihre rote Farbe. Der Leitindex der Euro-Zone, der Euro-Stoxx-50, gab ein 0,4 Prozent nach auf 3.380 Punkten. Die zweite Frankfurter Reihe hielt sich besser, danke einiger guter Meldungen der Einzelwerte. Der MDax notiert am Abend 0,3 Prozent besser bei 20.903 Punkten. Der TecDax hingegen verlor 0,1 Prozent und schloss bei 1.825 Punkten.

Unter den Einzelwerten im Dax gelang Infineon mit einem Aufschlag von rund 2,6 Prozent der größte Sprung. Der bayerische Chiphersteller, der im November die beste Performance alle 30-Dax-Titel aufweisen konnte, bleibt weiterhin ein Liebling der Investoren.

Phasenweise stark und dann mit deutlichen Verlusten (minus 4,27 Prozent) zurückgefallen zeigten sich die Aktien von RWE. Der Energieversorger will mit dem Konzernumbau auch wieder seine Investitionen in erneuerbare Energien aufstocken, was die Anleger aber nicht überzeugen konnte. Der zwei Versorger in der Frankfurter Benchmark, Eon, geriet in den Abwärtssog der Konkurrenz und verlor 2,21 Prozent.

Für Bewegung sorgten auch anstehende Änderungen bei der Zusammensetzung der wichtigsten deutschen Aktienindizes. Wie die Deutsche Börse am Donnerstagabend bekanntgab, steigen die Papiere der Bayer-Kunststofftochter Covestro und des Werbevermarkters Ströer am 21. Dezember in den MDax auf. Covestro-Papiere verteuerten sich am Freitag 0,12 Prozent, während Ströer-Aktien unverändert notierten.

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