Börse Frankfurt
US-Jobzahlen lassen Dax verunsichert zurück

Das Fragezeichen nach schwächeren Arbeitsmarktdaten bleibt. Der Dax kommt nicht aus den Verlusten und schließt im Minus. Anleger versinken in Spekulationen, wann die Fed den nächsten Schritt wagt – kein gutes Umfeld.
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FrankfurtDa wartet man den lieben langen Tag auf die wichtigen Daten aus den USA – und dann lassen diese die Anleger genauso schlau zurück wie vorher. Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht fiel zwar schwächer als erwartet aus, was Börsianer als Hinweis für weiterhin niedrige Zinsen sehen könnten. Doch Freude war auf dem Parkett nicht zu spüren. Der Dax pendelte weiter unter Vortagsniveau und schloss mit 10.491 Punkten 0,7 Prozent leichter. Die Spekulationen um den Zeitpunkt, zu dem die US-Notenbank Fed die Zinsen erhöhen wird, finden kein Ende. Einmal mehr bleibt den Börsianern ein großes Fragezeichen.

Insgesamt hat die US-Wirtschaft im September 156.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Experten hatten mit 176.000 neuen Job gerechnet. Auch die separat berechnete Arbeitslosenquote blieb hinter den Erwartungen, stieg von 4,9 auf 5,0 Prozent. Doch insgesamt fielen die Zahlen immer noch solide aus. Indikatoren wie der langsam zunehmende Stundenlohn sprechen für eine starke Entwicklung. Ökonomen diskutieren, ob der Arbeitsmarkt nicht die von der Fed ausgegebene Vollbeschäftigung faktisch nicht schon erreicht hat.

Eigentlich sind das gute Zahlen. Sie sind nicht zu stark, als dass die Sorge zunimmt, die Fed könnte ihre Zinsen früher als erwünscht anheben. Und sie sprechen gegen den Pessimismus, den so mancher Börsianer angesichts vieler schwächerer Indikatoren in der jüngeren Zeit entwickelt hat. Die Märkte aber reagierten zurückhaltend, der schwache Trend der vergangenen Tage blieb. Die Gemengelage für die Hüter des Dollars rund um Fed-Chefin Janet Yellen ist vertrackt. Die Frage, ob sich mit den Jobzahlen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in der Dezembersitzung der Fed erhöht hat, scheint auf dem Parkett keine eindeutige Antwort zu finden.

Die letzte und einzige Erhöhung der Federal Reserve seit der Finanzkrise fand im Dezember statt. Im laufenden Jahr hatte sich immer wieder ein Grund gefunden, die Zinswende hinauszuzögern. Erst machten die Sorgen um Chinas Wachstum die Runde, dann brach der Ölpreis ein. Im Sommer schockte der Brexit die Märkte und nun sind es die europäischen Banken, die Zweifel auf sich und Turbulenzen nach sich ziehen.

Nicht nur Dax gab am Freitag bisher nach, auch die zweite Frankfurter Reihe büßte ein. Der MDax schloss 1,3 Prozent leichter bei 21.275 Punkten, der TecDax gab 0,8 Prozent nach auf 1793 Zähler. Der Leitindex der Eurozone, der Euro-Stoxx-50 verlor 0,6 Prozent auf 3002 Stellen. In New York herrschte eine ähnlich Stimmung, wenngleich die Abschläge geringer ausfielen. Der Dow-Jones-Index lief 0,2 Prozent leichter bei 18.233 Punkten.

Neben den großen Fragen der Zinswende zog in Frankfurt ein Börsenneuling das Interesse auf sich. Die RWE-Tochter Innogy feierte wie erwartet ein starkes Börsendebüt, kam mit ihrer Erstnotierung von 37,30 Euro auf ein Plus von mehr als drei Prozent gegenüber ihrem Emissionskurs. Ein Kursfeuerwerk blieb aber aus, der Kurs fiel auf 36,01 Euro – scheinbar versilberte der ein oder andere seine tauffrischen Anteile. Damit lagen die Papiere nur noch knapp oberhalb des Ausgabepreise von 26 Euro, zeitweise fielen sie da runter.

Im Vorfeld hatten sich Investoren um die Ökostrom- und Stromnetzsparte des zweitgrößten deutschen Versorgers gerissen. Früh stand fest, dass sich der Preis am oberen Ende orientieren wird. Innogy ist der größte Börsengang der Bundesrepublik seit 2000. Das Volumen beträgt knapp fünf Milliarden Euro, womit der Neuling auf einen Börsenwert von 20 Milliarden Euro kommt, was ihn damit zum wertvollsten deutschen Versorger. Experten sehen in den zukunftsträchtigen Teilen des gebeutelten RWE-Geschäfts einen mittelfristigen Kandidaten für den Dax.

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  • Der Dax ist nich nur verunsichert, sondern auch blind und lahm. Deshalb kauft man auch amerikanische Aktien, im Land der Freiheit wäre der Dax längst durch ein Chlorhuhn ersrtzt worden.

  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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