Börse Frankfurt
USA ziehen den Dax nach unten

Die Fed wird heute ihre Sitzungsprotokolle veröffentlichen. Außerdem beginnt in den USA die Bilanzsaison. Was das für die Börse bedeuten kann, ist unklar. Viele Anleger meiden daher das Risiko. Der Dax schließt schwach.
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FrankfurtDie USA bewegen derzeit die Börsen. Die Anleger warten auf die Veröffentlichung der Fed-Sitzungsprotokolle und auf den Startschuss der US-Berichtssaison durch den Aluminiumkonzern Alcoa. Der Dax kam daher zunächst kaum vom Fleck. Zum Ende hin wuchs dann die Risikoaversion. Zahlreiche Anleger sicherten ihre Gewinne der vergangenen Tage ab. Der Leitindex schloss 0,7 Prozent leichter auf 12.036 Punkten.

In der zweiten Reihe konnte der MDax mit 0,2 Prozent auf 21.074 Punkten ein leichtes Plus ins Ziel retten. Der TecDax hingegen schloss bei 1625 Punkten 0,6 Prozent im Minus.

Die Protokolle der Federal Reserve haben vor dem Hintergrund der schwachen US-Arbeitsmarktdaten eine besondere Evidenz für die Marktteilnehmer. Es wird darüber spekuliert, dass sich die Notenbank wegen der Arbeitsmarktzahlen mit einer Zinswende Zeit lassen wird. „Die Fed hat zuletzt sehr deutlich gemacht, dass sie die erste Zinsanhebung und die Anhebungsgeschwindigkeit von der Datenlage abhängig machen wird“, hieß es in einem Kommentar. „Konkrete Hinweise auf den ersten Zinsschritt dürfte das Dokument daher nicht enthalten.“

Börsenexperten verorten die erste Anhebung der Zinsen durch die Fed seit Dezember 2008 auf das letzte Jahresviertel 2015. „Und damit würde auch die Fed der Linie aller großen Notenbanken treu bleiben, dem Markt auf absehbare Zeit keinen Grund zur Sorge zu bieten“, urteilten die Analysten der Metzler Bank.

Am Abend blicken die Anleger zudem auf die Eröffnung der Bilanzsaison in den USA, die traditionell mit dem Aluminiumproduzenten Alcoa beginnt. Das Unternehmen gibt nach US-Börsenschluss Einblick in den Verlauf des ersten Quartals. Börsianer befürchten, dass der starke Dollar in den Bilanzen amerikanischer Unternehmen Spuren hinterlassen haben dürfte.

Experten gehen davon aus, dass die weltgrößte Volkswirtschaft im gerade abgelaufenen ersten Quartal nur noch mit einer Jahresrate von 0,6 Prozent gewachsen ist. Ende 2014 war das Plus noch viermal so hoch ausgefallen. Zum Euro hat der Dollar seit Jahresbeginn in der Spitze mehr als 13 Prozent gewonnen. Am Mittwoch notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,0814 Dollar. Die US-Börsen notierten im Vorfeld der Alcoa-Bilanz im positiven Bereich. Der Dow Jones legte 0,1 Prozent zu auf 17.895 Punkten. Der S&P 500 lag 0,2 Prozent im Plus, der Nasdaq stieg um 0,7 Prozent.

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  • http://www.handelsblatt.com/input/hsbc-trinkaus/produktinfos/oel-aktien-erste-anzeichen-fuer-neuen-trend/v_microsite/11607048.html

    Noch jemand der es gemerkt hat.

  • Öl-Gas-Aktien scheinen durchzustarten. BP 4%...Exxon mau

  • Ein Blick nach Asien zeigt, dass selbst dort die Notenbanken einen massiven Einfluss auf die Märkte haben. Man kann wahrscheinlich davon ausgehen, dass die FED ein Abrutschen der US Wirtschaft verhindern wird.

    Gegen diesen Mega-Trend zu traden dürfte wohl nur Geld vernichten.

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