Börse Frankfurt
Dax schließt tief im Minus

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Versorger verlieren am meisten

Zu den größten Verlierern im deutschen Leitindex gehörten die Energiekonzerne Eon und RWE, die über 5 Prozent einbüßten. Auch die Deutsche Bank musste Federn lassen, die Aktie des Instituts fiel um mehr als 5 Prozentpunkte. Die Angst vor der ungelösten Schuldenkrise ging auch an der Commerzbank nicht spurlos vorbei. Die anfänglichen Kursgewinne der Coba-Aktie wandelten sich in im Laufe des Tages Verluste. Einzig die Aktien von Henkel, Fresenius SE, Adidas und Metro konnten leicht zulegen.

Indes lassen die Turbulenzen an den Kapitalmärkten bei der Deutschen Börse die Kasse klingeln. Dank hoher Handelsumsätze baute der Börsenbetreiber seine Umsätze von Juli bis September um ein Fünftel auf 605 Millionen Euro aus und übertraf damit die Markterwartungen. Die Aktie des Unternehmens, das vor dem Zusammenschluss mit seinem US-Pendant Nyse Euronext steht, legte daraufhin am Donnerstag rund ein Prozent zu und gehörte zu den größten Gewinnern im Dax.

„Unser vorläufiges Ergebnis für das dritte Quartal 2011 zeigt eine sehr gute Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der hohen Volatilität an den Märkten“, sagte Finanzchef Gregor Pottmeyer. Das übliche Sommerloch an der Frankfurter Börse war in diesem Jahr ausgefallen, weil viele Investoren angesichts der Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise ihre Portfolios umschichteten. „Das dritte Quartal war für die Deutsche Börse

angesichts der Turbulenzen an den Märkten ein positiver Ausreißer“, sagte Equinet-Analyst Philipp Häßler. „Besonders die Zuwächse an der Derivatebörse Eurex waren beeindruckend.“

Häßler rechnet im laufenden vierten Quartal allerdings wieder mit schwächeren Umsätzen und Gewinnen und verweist wie viele andere Experten darauf, dass die weitere Geschäftsentwicklung des größten deutschen Börsenbetreibers vor allem von externen Faktoren abhängt. „Wenn es am Sonntag beim EU-Gipfel einen Durchbruch gibt, könnten die Handelsumsätze wieder deutlich anziehen“, sagt der Experte vorher. „Ansonsten rechne ich eher mit einer Abschwächung zum Jahresende.“

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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nihil aliud est ebrietas quam voluntaria insania!

  • Mihi est propositum in taberna mori ubi vina proxima morientis ori. tunc cantabunt laetius angelorum chori: 'sit deus propitius huic potatori'

  • Sorry, tempofix, aber hatte mich der Illusion hingegeben, die Alternative heute zum Laufen zu bringen. Glückwunsch zum erfolgreichen Handelstag!

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