Börse Frankfurt
Wall Street drückt Dax unter 12.000 Punkte

Am Dienstag kann das deutsche Börsenbarometer die wichtige Marke von 12.000 Punkten nicht mehr halten. Nach Eröffnung der New Yorker Börse ging es für den Dax abwärts: Kursverluste an der Wall Street machten Anleger nervös.
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FrankfurtDas gute Abschneiden des an den Börsen favorisierten Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron bei der ersten TV-Debatte im französischen Wahlkampf hat die Finanzmärkte am Dienstag zunächst beruhigt und den deutschen Aktienindex leicht ins Plus gehoben. Doch kurz nach Eröffnung der US-amerikanischen Börse ging es für den Dax auf Talfahrt. Sinkende Aktienkurse an der Wall Street trieben auch deutschen Anlegern die Sorgenfalten ins Gesicht. Sie reagierten mit Verkäufen – der Dax verlor bis zum Abend 0,7 Prozent und schloss unter der wichtigen Marke von 12.000 Zählern bei 11.962 Punkten.

Für den MDax ging es ein Prozent nach unten, der Index der mittelgroßen Unternehmen schloss bei 23.377 Punkten. Der TecDax, in dem Technologieunternehmen notieren, ging ebenfalls mehr als ein Prozent schwächer bei 1.969 Punkten aus dem Handel.

Auch ein erstarkender Euro trübte die Kauflaune der Anleger. Die Gemeinschaftswährung kletterte erstmals seit Anfang Februar wieder auf rund 1,08 Dollar. Ein hoher Wechselkurs macht Waren aus der Euro-Zone auf dem Weltmarkt teurer – und könnte die Geschäfte von exportorientierten Unternehmen belasten.

Positiv überraschte die Aktie der Deutschen Bank. Sie stand zu Beginn der acht Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung der Deutschen Bank besonders im Fokus der Anleger. Zeitweise notierte die Aktie rund fünf Prozent höher als am Vortag, setzte sich an die Spitze der Dax-Gewinner und ging schließlich bei 16 Euro gut vier Prozent stärker aus dem Handel. Bei der anstehenden Kapitalerhöhung erhalten die Aktionäre für jeden ihrer Anteile ein Bezugsrecht, das ebenfalls an der Börse gehandelt wird. Um bis zum Ende der Zeichnungsfrist am 6. April eine neue Aktie zum Preis von 11,65 Euro kaufen zu können, werden zwei Bezugsrechte benötigt.

Die Aussicht auf steigende Gewinne hat Anleger am Dienstag zum Einstieg bei Aktien von BMW ermutigt. Die Titel des Autobauers gewannen 1,6 Prozent. Damit waren sie unter den Spitzenreitern im Dax. BMW-Vorstandschef Harald Krüger kündigte bei einer Pressekonferenz in München eine Modelloffensive an.

2017 und 2018 sollen mehr als 40 neue und überarbeitete Modelle auf den Markt kommen. Bei den Auslieferungen, beim Umsatz und beim Konzernergebnis vor Steuern (EBT) soll es in diesem Jahr leichte Zuwächse geben. „Der Ausblick war gut, das hat Anleger überzeugt“, sagte ein Aktienhändler. BMW sei zudem traditionell etwas konservativ, was Geschäftsprognosen angehe.

Krüger will die kürzlich an Daimler abgegebene Führungsrolle in der Oberklasse wieder zurückerobern. Daimler gaben bereits nach den Aussagen des BMW-Chefs einen Teil ihrer Gewinne ab und gerieten dann in den Abwärtsstrudel des Dax. Volkswagen waren mit einem Kursminus von zwei Prozent Prozent unter den größten Verlierern im Dax.

Eine Verkaufsempfehlung der UBS-Analysten brachte allerdings hat Fresenius Medical Care am Dienstag ins Straucheln gebracht. Die Aktien fielen um fast vier Prozent und hielten im Dax damit die rote Laterne. Die Titel der Muttergesellschaft Fresenius verloren gut drei Prozent. UBS hatte FMC auf „sell“ von „buy“ heruntergestuft und das Kursziel mit 68 Euro von 100 Euro drastisch gesenkt. Auch bei Fresenius kassierten die Analysten ihre Kaufempfehlung ein, stuften die Titel aber nur auf „neutral“ herunter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse Frankfurt: Wall Street drückt Dax unter 12.000 Punkte"

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  • "Herr Alfred E. Neumann - 09.03.2017, 12:35 Uhr

    Liebe Kommentatoren, leider werden wir noch viereinhalb Jahre mit der psychopatologischen Zonenpfaffentochter oder dem Kriminellen Alkoholiker leben müssen.
    Handlungsunfähig werden wir gezwungen zuzuschauen wie dieses großartige Land zugrunde gerichtet wird!"

    @HBO
    das ist sogar unter meinem Niveau.
    Ich bin zwar ein glühender Anhänger von Trump und Putin,und verzweifel an der Grünsozialistischen Merkelregierung, und sehe für unser Reich nur die AFD als Rettung, aber das geht wirklich zu weit.
    Bitte Neumann entfernen, der ist ja wohl MAD! Danke

  • Deutsche Bank im Fokus der Anleger..
    Da nutzt der Focus und die Lupe nix, das Eigenkapital werden sie nicht finden. Ha Ha Ha

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