Börse Frankfurt: Wirtschaftsdaten sorgen für Verlusttag im Dax

Börse Frankfurt
Wirtschaftsdaten sorgen für Verlusttag im Dax

Enttäuschende Zahlen zum Wirtschaftswachstum aus ganz Europa trübten die Stimmung. Auch die Konjunktur auch in Deutschland schwächelt. Anleger trennten sich von Aktien, der Dax verlor.
  • 31

FrankfurtDie Euro-Zone steckt tief in der Rezession und sorgt damit für großen Frust an den internationalen Börsenplätzen. Die Indizes in Frankfurt, Paris, Madrid und Mailand verzeichneten am Donnerstag zum Teil deutliche Verluste. Der Euro fiel sogar auf ein Drei-Wochen-Tief von 1,3313 Dollar. Die Wirtschaft der Währungszone ist Ende 2012 so stark zurückgegangen wie seit dem Höhepunkt der Finanzkrise vor knapp vier Jahren nicht mehr. "Die Schuldenkrise bleibt die größte Belastung für die konjunkturelle Entwicklung in der Euro-Zone", urteilten die Analysten der NordLB. "Hieran ändert auch die seit einigen Monaten andauernde Beruhigung an den Finanzmärkten grundsätzlich nichts."

Die Volkswirtschaften in Deutschland und Italien waren im vierten Quartal 2012 stärker geschrumpft als von den Analysten erwartet. Insgesamt fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Euro-Zone um 0,6 Prozent. Experten hatten ein Minus von 0,4 Prozent prognostiziert.

Der Dax verlor gut ein Prozent auf 7631 Zählern. Zweitweise war er um 1,4 Prozent abgerutscht. Der Mailänder Leitindex gab ein Prozent nach, die Börse in Madrid sank um 0,7 Prozent.

Auch die Wall Street notierte zu Handelsschluss in Europa im Minus. Schlagzeilen machte hier der Plan zur größten Übernahme in der Nahrungsmittelbranche überhaupt: Die Investoren Warren Buffett und 3G Capital kaufen den US-Ketchuphersteller H.J. Heinz. Insgesamt wechselt der Konzern für 28 Milliarden Dollar den Besitzer. Heinz-Papiere sprangen um rund 20 Prozent in die Höhe. Die Anteilsscheine der Beteiligungsgesellschaft von Buffett, Berkshire Hathaway, notierten ein Prozent fester. Der Deal gab auch Lebensmittelwerten wie Unilever oder Kraft Auftrieb.

Seite 1:

Wirtschaftsdaten sorgen für Verlusttag im Dax

Seite 2:

Bilanzen bewegen die Kurse

Kommentare zu "Wirtschaftsdaten sorgen für Verlusttag im Dax"

Alle Kommentare
  • Antisemitisch und durchgeknallt. Bei Apple würde ich noch warten, ich denke, die sieht noch die 400 USD.

  • antisemitisch??? wohl eher andersrum.... aber trotzdem durchgeknallt

  • Wie ist die Meinung im Forum zu Apple? Natürlich nicht nur unbedingt zu den Produkten, sondern zum Kursverlauf. Lohnt es sich schon wieder einzusteigen?

  • Und? Kräftig nachgekauft, Holzsarg?

  • Ein feines kleines Beispiel plumper antisemitischer Propaganda. Die Redaktion ist wohl in der Mittagspause?

  • Wie wäre es mit folgenden "Daten", z.B., Zitat: "Griechenland: Arbeitslosenquote bei 27% und Jugendarbeitslosigkeit bei 61,7%.
    ...
    Zum Vorjahresmonat stiegen die saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen im November 2012 um kräftige +323’800 bzw. um +31,5%." Zitat Ende.

    Quelle: http://www.querschuesse.de/griechenland-arbeitslosenquote-bei-27-und-jugendarbeitslosigkeit-bei-617/

  • Ich finde es witzig, wie die Habenichtse von der Short-Fraktion bei jedem kleinen Abwärts-Move angejubelt kommen.

    Ihr werdet es nie zu Geld bringen, zumindest nicht an der Börse. Daher bleibt der (vorübergehende) Spott eure maximale Befriedigung. Vielleicht ist euer wenigstens das Himmelreich.

    @Parketthengst: Glücklicherweise wird Pferdefleisch nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

  • Dann kauf doch nach, Sägespan.

  • Ich bin mir nicht ganz sicher, wie Sie Ihre Ausführungen meinen, aber ist man mit einem Schuldenstand, der die Aktivseite der Bilanz (Buchwert) übersteigt, nicht insolvent? Oder meinen Sie, die Risiken sind nicht vollständig bilanziert, deshalb sind die Unternehmen überbewertet?

    Es ist richtig, dass der Kurs am Ex-Tag der Dividende rechnerisch um den Betrag der Dividende fällt. Da aber über das nächste Geschäftsjahr ggf. wieder der gleiche oder ein höherer Gewinn erwirtschaftet wird, steigt der Kurs über einen längeren Zeitraum auch wieder. Das ändert sich natürlich, wenn die Ertragssituation schlechter wird. Dann würde der Kurs aber auch fallen, wenn keine Dividende gezahlt wurde.

    Wenn Ihnen diese Unsicherheit Angst macht, dann müssen Sie in verzinsliche Wertpapiere gehen - achten Sie aber darauf, dass keins dieser überschuldeten wackligen Unternehmen Ihr Schuldner wird.

  • @Sodener: Es geht NICHT um Bulle oder Bär. Und es stimmt natürlich. Wer KEINE laufenden Einnahmen braucht, der kann auch auf Aktien verzichten.
    Aber ich lebe fast ausschließlich von Dividenden und ein bisschen Mieteinnahmen. Oder wollen sie für den Lebensunterhalt meiner Familie und mich aufkommen?

Serviceangebote