Börse Frankfurt
ZEW-Daten bewahren Dax vor dem Absturz

Ein nervöser Handel beendet am Dienstag die Rekordjagd des Dax. Nach wilden Spekulationen verzeichnen vor allem Versorger und Banken Verluste. Einen schlimmeren Kursrutsch verhinderten die Konjunkturforscher des ZEW.
  • 31

FrankfurtNegative Vorgaben aus Asien und Sorgen um die Unternehmensziele der Deutschen Bank schickten den deutschen Aktienmarkt am Dienstag auf Talfahrt. Eine positive Konjunkturprognose des ZEW hielt den Abwärtstrend allerdings in Grenzen. Nach Verlusten von zeitweise über einem Prozent notierte der Dax bei Börsenschluss in Frankfurt 0,7 Prozent schwächer bei 7696 Punkten. Am Montag ging der Leitindex 0,6 Prozent höher und mit 7748 Zählern aus dem Handel. Der MDax stand am Abend bei 12.574 Punkten und damit 0,2 Prozent besser. Der TecDax ging mit einem Minus von 0,4 Prozent und 870 Punkten aus dem Handel.

In Japan fiel der Nikkei-Index um 0,35 Prozent, weil die Aktienmärkte mit Gewinnmitnahmen auf die Geldschwemme in Japan reagieren. Der breiter gefasste Topix büßte 0,4 Prozent auf 901 Zähler ein. Aus den USA gab es keine Vorgaben, da am Montag die Wall Street wegen des Martin-Luther-King-Feiertags geschlossen blieb. Bei Börsenschluss in Frankfurt notierte der Dow-Jones-Index 0,04 Prozent fester bei 13.654 Punkten.

Händler sprachen von einem extrem nervösen Handel mit einer lebhaft brodelnden Gerüchteküche. So dementierte unter anderem ein Bundesbank-Sprecher Spekulationen über einen bevorstehenden Rücktritt von Bundesbank-Chef Jens Weidmann als „kompletten Blödsinn“. In der Tat tritt der EZB-Chef nicht zurück.

Für positive Nachrichten sorgte am Vormittag das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Die Konjunkturforscher trauen der deutschen Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte eine deutliche Erholung zu. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturentwicklung in den kommenden sechs Monaten kletterte im Januar um 24,6 auf 31,5 Punkte. Das ist der beste Wert seit Mai 2010, teilten die Mannheimer am Dienstag zu ihrer Umfrage unter 272 Analysten und Anlegern mit.

„Die Experten verbinden mit der verbesserten Stimmung an den Finanzmärkten offenbar die Hoffnung, dass die Unternehmen zurückgestellte Investitionen nunmehr doch durchführen“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. „Allerdings wird die konjunkturelle Ausgangslage bei wichtigen Handelspartnern nach wie vor zurecht schwach eingeschätzt.“ Dies lasse erwarten, dass die deutsche Wirtschaft 2013 „weiterhin moderat wachsen wird“.

Bereits vor der Veröffentlichung der Zahlen schrieben Helaba-Analysten, dass eine verbesserte ZEW-Umfrage darauf schließen lasse, dass der am Freitag anstehende Ifo-Geschäftsklimaindex das dritte Mal in Folge zulegen wird. „Daher wird wohl die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer in dieser Woche hoch bleiben.“

Seite 1:

ZEW-Daten bewahren Dax vor dem Absturz

Seite 2:

RWE und Eon mit Verlusten

Seite 3:

EADS-Aktie legt zu

Kommentare zu " Börse Frankfurt: ZEW-Daten bewahren Dax vor dem Absturz"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • wenn der DOW +0.4 startet und zeitgleich der DAX bei -0,6 festhängt,wo wirds dann tendenziell hingehen.nach unten.
    abgesehen davon dass der DOW von den letzten 7 Handelstagen 6 mal im plus beendet hat während der DAX flat blieb.wo solls da noch hingehen.die US Gewinne werden mal wieder abverkauft und dann abwärts DAX,da is er dann voll dabei

  • Hauste Not-Aus jetz, sonst voll krass pleite.

  • sehr richtig!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%