Börse Japan
Exportwerte drücken Nikkei unter 8 000 Punkte

Die Sorge um die US-Autobauer lässt auch die Anleger in Tokio nicht kalt. Hohe Verluste der Aktien japanischer Autokonzerne sowie bei Elektroniktiteln haben die Börse nach Gewinnen im frühen Handel zurückgeworfen. Fusionsfantasie im Energiesektor stützte die Kurse nur kurz.

HB TOKIO. Die japanische Börse ist am Mittwoch nach anfänglichen Gewinnen doch ins Minus gedreht. Der Nikkei beendete den Handel mit einem Minus von einem Prozent auf 7 924 Punkte.

Sorgen um eine mögliche Insolvenz der US-Autobauer General Motors und Chrysler, die den Konsum und damit die Exportnachfrage in den USA drücken könnte, lasteten auf der Stimmung in Tokio. Hinzu kamen neue schlechte Nachrichten aus der japanischen Wirtschaft: Laut jüngsten Zahlen aus dem Finanzministerium haben japanische Firmen ihre Investitionsausgaben im vergangenen Quartal mit 13,3 Prozent so stark zurückgefahren wie seit sechs Jahren nicht mehr. Es war das sechste Minus in Folge.

Zu den größten Verlierern am Markt zählten einmal mehr die Aktien von exportstarken Unternehmen. Aktien des Elektronikkonzerns Pioneer verloren mehr als elf Prozent, beim Konkurrenten Sanyo fiel das Minus fast ebenso hoch aus. Auch Aktien von Nikon gaben 8,5 Prozent nach.

Im Zuge der Autokrise in den USA gerieten auch die japanischen Autobauer wieder stark unter Druck: Die Aktien von Honda, Nissan und Mazda sackten jeweils um sechs bis sieben Prozent ab. Wie fast immer in den vergangenen Wochen hielten sich die Titel des Marktführers Toyota besser als die der Konkurrenten. Allerdings fiel das Minus mit knapp vier Prozent auch hier deutlich aus.

Im frühen Handel hatten Fusionsnachrichten aus dem Energiesektor den Nikkei zunächst noch gestützt. Die Anleger von Nippon Oil und Nippon Mining konnten sich in der Spitze über Kursgewinne von knapp 15 Prozent freuen. Beide Unternehmen gaben bekannt, dass sie sich im kommenden Jahr zusammenschließen und dadurch Einsparungen erzielen wollen. Im Handelsverlauf bröckelten die Gewinne etwas ab, beide Aktien retteten aber ein Plus über den Tag.

Zu den Gewinnern zählten außerdem Pharma-Unternehmen: Astellas gewannen rund zwei Prozent an Wert, Eisai stiegen um rund 2,5 Prozent.

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