Börse Japan
Größter Tagesverlust seit zwei Wochen

Der starke Yen verdirbt den Anlegern in Japan die Laune. Vor allem exportorientierte Industrieunternehmen leiden. Den Autokonzern Toyota belastet ein Zeitungsbericht über Umsatzverluste zusätzlich.
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Tokio/HongkongDer starke Yen hat am Dienstag die Exportwerte an der japanischen Börse belastet und damit die wichtigsten Indizes ins Minus gedrückt.

Allerdings zeigten sich Händler vor neuen Geschäftszahlen und einer für Mittwoch angesetzten Pressekonferenz der US-Notenbank Fed eher zurückhaltend. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im späten Handel knapp 1,27 Prozent tiefer bei 9.548 Punkten und damit nahe der psychologisch wichtigen Marke von 9.500 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um ein Prozent auf 832 Punkte. Das waren die größten Kursverluste auf Tagesbasis seit dem 12. April.

Hiroichi Nishi von SMBC Nikko Securities verwies auf die Pressekonferenz von Fed-Chef Ben Bernanke am Mittwoch. Mit Spannung werde auf die Wortwahl des Notenbankers gewartet, sagte er.

Zu den Verlierern gehörten Exportwerte wie Sony, dessen Titel 1,8 Prozent im Minus lagen. Autobauer wie Toyota wurden zudem von einem Zeitungsbericht belastet, in dem von Umsatzverlusten wegen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe die Rede war. Toyota-Aktien fielen ebenfalls um 1,8 Prozent. Nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg hat außerdem Standard & Poor´s den Ausblick für das Kredit-Rating japanischer Autohersteller und -zulieferer gesenkt.

Nach enttäuschenden Geschäftszahlen rutschten Nintendo-Titel um 3,6 Prozent ins Minus.

Die Aktien desElektronikherstellers Nidec gaben um 1,7 Prozent nach, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose fürs laufende Geschäftsjahr deutlich zurückschraubte.

Die größten Verluste im Nikkei verbuchte das Pharmaunternehmen Shionogi, dessen Aktien um 5,3 Prozent fielen. Die Firme hatte die Gewinnschätzung des Marktes zuvor deutlich verfehlt.

In Hongkong notierte der Hang-Seng-Index bei 23.847 Punkten, das war ein Minus von1,21 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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