Börse Japan
Nikkei auf Acht-Wochen-Tief

In Asien schließen die Börsen deutlich im Minus. Der Nikkei 225 verliert rund 2,6 Prozent, sämtliche Asien-Börsen schließen mit Verlusten. Vor allem die Sorge vor schlechten Quartalszahlen von US-Unternehmen drücken auf die Stimmung. Ebenso die überraschende Ankündigung von Neuwahlen in Japan.

HB TOKIO. Die Aktienmärkte in Fernost haben am Montag durch die Bank Verluste erlitten. Die anstehende US-Bilanzsaison und das sinkende Vertrauen in eine schneller Erholung der Weltwirtschaft machten die Anleger vorsichtig. In Tokio rutschte der Nikkei den neunten Tag in Folge ins Minus und schloss auf seinem tiefsten Stand seit acht Wochen. Hier lastete zudem die politische Unsicherheit nach der Schlappe der Regierungspartei LDP bei der Kommunalwahl in Tokio auf dem Markt.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte ging 2,6 Prozent tiefer bei 9 050 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,3 Prozent auf 852 Zähler. Die Börsen in Südkorea, Taiwan, Australien, Hongkong, Shanghai und Singapur stürzten ebenfalls zum Teil stark ab.

Nach der Schlappe bei der Kommunalwahl kündigte die LDP Wahlen für den 30. August an, obwohl viele innerhalb der Partei dies als politischen Selbstmord betrachten. Die Nachricht könnte einige Anleger dazu veranlasst haben, sich zurückzuhalten, sagte der Fondsmanager Mitsushige Akino von Ichiyoshi Investment Management. "Eine neue stabile Regierung, die Hoffnungen anheizen und den Markt nach oben treiben könnte, ist schwer vorstellbar."

Investoren blieben auch aus Sorge vor negativen Überraschungen bei den Quartalszahlen großer Unternehmen vorsichtig. In dieser Woche legen unter anderem die US-Großbanken Citigroup und Bank of America Ergebnisse vor. Gemeinsam mit der Widerstandsfähigkeit des Yen gegenüber dem Dollar lastete dies auf Exportwerten. Sony-Titel gaben 2,9 Prozent nach, die von Kyocera 3,4 Prozent.

Positiv aufgenommen wurde am Markt dagegen eine sich abzeichnende Großfusion in der Getränkeindustrie. Suntory bestätigte einen Bericht der Zeitung "Nikkei", wonach der Konzern mit dem größeren Rivalen Kirin über einen Zusammenschluss spreche. Laut "Nikkei" würde dadurch ein Getränkegigant mit einem Jahresumsatz von ungerechnet knapp 30 Mrd. Euro entstehen, der auf Augenhöhe mit den US-Riesen PepsiCo und Kraft Foods liegen würde. Kirin-Aktien schossen daraufhin 7,8 Prozent nach oben.

Der Euro gab gegenüber dem Yen nach und kostete 129,84 Yen. Zum Dollar büßte die europäische Gemeinschaftswährung auf 1,3915 Dollar von 1,3930 Dollar im späten US-Handel ein. Ein Dollar kostete 92,30 Yen.

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