Börse Japan
Zögerliche ausländische Investoren schwächen asiatische Märkte

Sorgen über einen Rückzug ausländischer Investoren haben die meisten asiatischen Aktienmärkte am Dienstag ins Minus gedrückt. Gegen den Trend tendierte der Aktienmarkt in Singapur im Plus. Japanische Analysten äußerten sich enttäuscht über zuvor veröffentlichte Konjunkturdaten.

HB TOKIO. „Wir haben in jüngster Zeit einen deutlichen Handelsrückgang ausländischer Investoren erlebt“, sagte Hiroaki Kuramochi von Bear Stearns Japan. Grund sei die Unsicherheit darüber, wann die japanische Notenbank ihre Nullzins-Politik aufgebe. Außerdem sorge die Händler, wer Nachfolger von Ministerpräsident Junichiro Kozumi werde, der im September sein Amt abgeben will. Auch ein erneut gestiegener Ölpreis belastete die Stimmung auf dem Börsenparkett.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um 0,35 Prozent im Minus bei 15 859 Punkten. Der breiter gefasste TOPIX-Index verlor um 0,21 Prozent auf 1612 Zähler. Die Börsen in Taiwan, Südkorea und Hongkong rutschten ebenfalls ins Minus. Singapur hingegen tendierte im Plus. Zu den Verlierern zählten vor allem Technologiewerte. Angeführt wurden sie von Kyocera-Aktien, die 0,73 Prozent verloren. Auch Sony und Casio Computer notierten im Minus.Gegen den Negativ-Trend notierten Aktien von NEC mit einem Kurszugewinn von mehr als einem Prozent. Das Unternehmen hatte zuvor eine neue Strategie vorgestellt. Derzufolge will der Konzern im Mobilfunkbereich möglicherweise auch mit Matsushita Electronic Industrial Co. zusammenarbeiten.

Devisenhändler zeigten sich enttäuscht von den kurz vor Handelsbeginn veröffentlichten Zahlen zur japanischen Industrieproduktion. Nach vorläufigen Berechnungen stieg die Produktion im April im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent. Experten hatten mit 1,8 Prozent gerechnet. „Die Zahlen waren leicht schwächer, als wir erwartet hatten“, sagte ein Devisenhändler.

Nun richte sich der Blick auf Daten aus den USA. „Der Markt wird versuchen, nach den US-Arbeitsmarktdaten eine Richtung auszumachen“, sagte ein Händler einer europäischen Bank in Tokio. Anzeichen für eine robuste US-Wirtschaft könnten die Erwartungen des Marktes erhärten, dass es im Juni zu einer weiteren Erhöhung der US-Leitzinsen kommt und damit für Dollar-Gewinne sorgen. Der monatliche US-Arbeitsmarktbericht wird am Freitag erwartet. Nach Ansicht von Händlern könnte auch der im Laufe des Dienstags anstehende Mai-Index des Verbrauchervertrauens Aufschluss geben.

Der Euro konnte im fernöstlichen Handel Kursgewinne verzeichnen. Die europäische Währung wurde mit 1,2835 Dollar bewertet nach 1,2751 Dollar im späten US-Handel. Zum japanischen Yen hingegen notierte der Dollar bei 111,80 Yen nach 112,43 Yen.

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