Börse LBBW sieht Dax bis Ende 2018 bei 14.000 Punkten

Schlechte Nachrichten für Anleger. Laut LBBW wird es im kommenden Jahr weniger starke Zuwächse an den Aktienbörsen geben. Dennoch rückt eine runde Marke in Sichtweite.
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Die Zeit der Dax-Rekorde ist wohl erstmal vorbei. Quelle: dpa
Aktienindex

Die Zeit der Dax-Rekorde ist wohl erstmal vorbei.

(Foto: dpa)

FrankfurtAnleger müssen sich nach Einschätzung der LBBW im kommenden Jahr mit weniger starken Zuwächsen an den Aktienbörsen zufrieden geben. Die Analysten der Bank sehen den Dax bis Ende 2018 bei 14.000 Punkten, wie die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) am Dienstag mitteilte. Derzeit notiert der deutsche Leitindex bei rund 13.100 Punkten, Anfang November hatte er ein Rekordhoch von 13.525 Zählern erreicht.

In diesem Jahr schoss der Dax damit bereits um rund 2.000 Punkte in die Höhe. Dem europäischen Dax-Pendant EuroStoxx50 traut die LBBW Zuwächse auf bis zu 3750 Punkte zu von derzeit rund 3600 Zählern zu. Der US-Index Dow-Jones wird laut den Schätzungen Ende 2018 bei rund 23.500 Punkten liegen, nur rund 60 Punkte höher als derzeit.

„Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen“
1. Gehen Sie bewusst Risiken ein, um kontinuierliche Vermögensverluste zu vermeiden
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Grundsätzlich ist es wichtig zu akzeptieren, dass Investitionsentscheidungen immer die Zukunft betreffen und diese niemals vollständig zu prognostizieren ist. Jede Art der Geldanlage ist deshalb mit Unsicherheit und Risiko verbunden. Das gilt auch für sogenannte „sichere Anlagen“. Trotzdem setzen Privatanleger besonders gerne auf solche Anlagen. So betrachtet ein Großteil der deutschen Bevölkerung vermietete Immobilien als eine der sichersten Anlagen überhaupt. Ganz anders sieht das allerdings das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Die Ökonomen haben ermittelt, dass von den knapp sieben Millionen privaten Eigentümern vermieteter Immobilien in Deutschland rund drei Millionen keinen Cent verdienen. Auch „sichere Anlagen“ können also zu ganz massiven realen Vermögensverlusten führen.

(Quelle: Genève Invest)

2. Widerstehen Sie kurzfristigen Gewinnmitnahmen
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In einer sich immer schneller verändernden Welt sind Sicherheit und Bestätigung wichtige menschliche Grundbedürfnisse. Das spiegelt sich auch im Börsenverhalten vieler Privatanleger wider. Insbesondere in unsicheren Zeiten sowie in eher schwachen Börsenphasen neigen viele Investoren dazu, einmal erzielte Gewinne festzuhalten. Der einfachste Weg ist dabei der Verkauf von Aktien- und Anleihepositionen, die sich – wenn auch nur geringfügig – im Plus befinden. Oft werden deshalb schon kleine Gewinne viel zu früh realisiert. Dabei übersehen Anleger aber, dass die Mittel erneut investiert werden müssen und die vermeintliche Sicherheit nur sehr vorrübergehend ist. Anleger sollten sich dieser Zusammenhänge bewusst sein und gutlaufende Positionen so lange halten, bis sie ihr ursprünglich gesetztes Kursziel erreicht haben.

3. Begrenzen Sie Ihre Verluste
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Während kleine Gewinne viel zu schnell mitgenommen werden, wird an schlechten Investments, die sich im Minus befinden, oft viel zu lange festgehalten. Das kann zu enormen Verlusten führen. Das lange Festhalten ist zu einem großen Teil psychologisch bedingt: Schließlich bedeutet die Auflösung einer Verlustposition eine Niederlage, die erst dann tatsächlich gewahr wird, wenn die Verluste realisiert sind und die Chance auf eine Erholung damit vergeben ist. Verluste wachsen deshalb immer weiter an. Anleger sollten bedenken, dass eine Position, die sich mit 10 Prozent im Minus befindet, um gut 11 Prozent wieder ansteigen muss, um das Ausgangsniveau zu erreichen. Nur für Anleihen gilt das nicht unbedingt: Rentenpapiere sind meist endfällig und müssen bei Zahlungsfähigkeit des Emittenten in der Regel zu 100 Prozent getilgt werden.

4. Vergessen Sie den Einstandskurs
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Mal abgesehen von der schwachen Performance, die die Realisierung kleiner Gewinne und das konsequente Festhalten an Verlustpositionen zur Folge hat, führt diese „Strategie“ auch dazu, dass sich die Qualität des Portfolios bei wachsendem Risiko kontinuierlich verschlechtert. Gewinner werden aus der Hand gegeben, Verlierer behalten. Zudem blockiert die zunehmende Anzahl von Nieten immer mehr Kapital, dass für risikoärmere oder gewinnträchtigere Wertpapiere eingesetzt werden könnt. Um dieser Entwicklung vorzubeugen, ist es sinnvoll, sich von den Einstandskursen gedanklich zu lösen. Entscheidend für einen Verkauf oder das Festhalten an einer Position darf deshalb immer nur die für die Zukunft erwartete Entwicklung sein. Haben sich wichtige Verkaufsgründe ergeben, spielt der Einstandskurs keine Rolle.

5. Vermeiden Sie es, auf vermeintlich attraktive Modethemen aufzuspringen
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Die Gier der Masse sollte niemals unterschätzt und in Bezug auf die Vermögenverwaltung mit größter Vorsicht behandelt werden. Dies gilt für jegliche Form der Geldanlage – seien es Aktien, Anleihen oder auch Immobilien. Kommen einzelne Titel, ein Sektor, eine Branche oder auch eine ganze Anlageklasse plötzlich in Mode, und Investoren sind in der Erwartung weiter steigender Kurse praktisch zu jedem Preis dazu bereit, sich finanziell zu engagieren, sollten Sie unbedingt Abstand halten. Die Gier, gepaart mit einer gewissen Euphorie, sowie der Angst, nicht dabei zu sein und damit „sichere“ Vermögenszuwächse zu verpassen, können leicht zu einer Spekulationsblase führen, die platzt.

6. Lassen Sie sich nicht von schlechter Stimmung anstecken
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Genauso gefährlich wie es ist, sich von übermäßiger Euphorie und Gier anstecken zu lassen, genauso falsch ist es, bei größeren Marktrückgängen in Panik zu verfallen oder gerade unbeliebte Sektoren außer Acht zu lassen. So können sich gerade in „gestressten Marktphasen“ überdurchschnittliche Chancen ergeben. Großes Angebot stößt auf wenig Nachfrage mit entsprechenden Folgen für die Preise. Oft sind bei einer derartigen Investitionsstrategie allerdings Geduld, Disziplin und Stärke gefragt. So bedarf es unter Umständen viel Zeit, bis andere Investoren zu ähnlichen Erkenntnissen und einer ebenfalls positiven Einschätzung kommen. In der Zwischenzeit ist es jedoch möglich, dass sich die Position entgegen den eigenen Erwartungen negativ entwickelt. Insgesamt lässt sich sagen, dass eine vorschnelle Umorientierung des Portfolios aufgrund von Modeerscheinungen keineswegs clever ist, da ein derartiges Verhalten erhebliche Performance kosten kann.

7. Investieren Sie niemals in todsichere Tipps
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Sicher haben Freunde, Nachbarn oder irgendwelche angeblichen Finanzberater Ihnen auch schon einmal von einer todsicheren Aktien-, Edelmetall- oder Beteiligungsanlage berichtet, die Ihnen garantiert hohe Gewinne bringen würde. „Gewinnen“ können Sie mit „todsicheren Tipps“ allerdings nur dann, wenn Sie sie konsequent ignorieren. So werden Vermögensverwalter von unseren Kunden häufig mit entsprechenden Empfehlungen Dritter konfrontiert. Dabei hat die Auswertung über 15 Jahre hinweg ergeben, dass die Ergebnisse selbst bei Geldanlagen und Modellen, die nicht von vornherein auf Betrug ausgelegt waren, zu einem großen Anteil katastrophal ausgefallen sind. Häufig wäre es sogar zum Totalausfall des eingesetzten Kapitals gekommen. Je verlockender die Gewinnchancen sind, desto höher ist im Allgemeinen auch das Risiko.

LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert zeigte sich zuversichtlich, dass die Weltwirtschaft nach einigen schwierigen Jahren die Trendwende geschafft hat. „Insbesondere in Deutschland, dem Schwergewicht des Euroraums, sind die Konjunkturdaten gut und die Frühindikatoren deuten auf keinerlei Lageverschlechterung hin.“

Der Börsenexperte rechnet damit, dass die Notenbanken in der Geldpolitik die Zügel fester ziehen. Für den Euro-Raum erwartet er allerdings erst für 2019 eine Zinsanhebung. In den USA haben die Währungshüter bereits damit begonnen, die Leitzinsen wieder anzuheben. Der Euro wird nach Einschätzung von Burkert bis Ende 2018 auf 1,12 Dollar von derzeit rund 1,16 Dollar fallen.

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