Börse Mailand
Konjunkturdaten schicken Index auf Talfahrt

Die schlechten Konjunkturdaten aus der Euro-Zone macht besonders Italien zu schaffen: Der Index an der Mailänder Börse fiel besonders stark. Die italienische Wirtschaft schrumpft zudem stärker als bisher angenommen.
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FrankfurtSchwache Konjunkturdaten aus Italien und der gesamten Euro-Zone haben die Mailänder Börse am Montag auf Talfahrt geschickt. Der Index fiel in der Spitze um 1,9 Prozent und damit stärker als viele andere Indizes in Europa.

Dem römischen Statistikamt zufolge schrumpft die italienische Wirtschaft noch stärker als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt sank von Juli bis September um 0,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum, bislang war von einem Minus von 0,4 Prozent die Rede gewesen.

Auch die Industrie in der Euro-Zone kommt nicht in Schwung: Der Einkaufsmanager-Index fiel im November um 0,5 auf 50,1 Punkte. Damit hielt sich Barometer nur minimal über der wichtigen Marke von 50 Zählern, ab der es ein Wachstum signalisiert.

Spekulationen auf weitergehende Lockerungsmaßnahmen der EZB blieben damit im Markt, urteilten die Analysten der Helaba. Gerade „auch vor dem Hintergrund, dass die Inflation zuletzt rückläufig war und die nachgebenden Ölpreise das Inflationsumfeld weiter dämpfen“.

Anleger rätseln seit Wochen, ob die EZB schon bald mit dem Ankauf von Staatsanleihen beginnt. Mit diesem umstrittenen Schritt würde die Zentralbank mehr Geld in die Wirtschaft pumpen, um die Konjunktur in der Euro-Zone anzukurbeln und die extrem niedrige Teuerung zu erhöhen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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