Börse Moskau Eigene Sanktionen treffen Russland

Die durch Moskau als Reaktionen auf die westlichen Sanktionen erlassenen Boykotte vor allem von Lebensmitteln treffen den russischen Markt schwer. Die Leitindizes verloren, auch die Kurse für Staatsanleihen brachen ein.
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Die eigenen Sanktionen haben die russischen Märkte hart getroffen. Unter den Boykotten gegen beispielsweise westliche Agrarprodukte, wird Moskau wohl auch noch mehr zu leiden haben. Quelle: Reuters

Die eigenen Sanktionen haben die russischen Märkte hart getroffen. Unter den Boykotten gegen beispielsweise westliche Agrarprodukte, wird Moskau wohl auch noch mehr zu leiden haben.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie Einfuhrverbote für Agrarerzeugnisse aus den USA und der EU haben die russischen Märkte am Donnerstag belastet. Die Leitindizes der Moskauer Börse gaben jeweils rund 1,4 Prozent nach. Ministerpräsident Dmitri Medwedew hatte angekündigt, als Reaktion auf die Wirtschaftssanktionen des Westens dürften Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch sowie Milch und Molkereiprodukte ab sofort nicht mehr importiert werden.

Experten gehen davon aus, dass die Einfuhrverbote Lebensmittel verteuern und damit die Inflation nach oben treiben dürften. Die Aktien des Einzelhändlers Magnit rutschten um bis zu vier Prozent ab.

Am Bondmarkt brachen die Kurse der zehnjährigen russischen Staatsanleihen ein, die Rendite stieg im Gegenzug auf 9,87 Prozent - den höchsten Stand seit Ende 2009. Die russische Landeswährung notierte gegenüber dem Dollar kaum verändert bei 36,22 Rubel.

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