Börse New York
Amazon und Google treiben Wall Street an

Die Aktienkurse der Google-Mutter Alphabet und Microsoft haben am Freitag neue Rekordwerte erreicht. Auch die Papiere von Amazon kannten nur eine Richtung: nach oben. Das sorgt für sehr gute Laune an der Wall Street.
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New YorkStarke Bilanzen von Amazon, Google und Microsoft haben am Freitag weitere Anleger zum Einstieg in den US-Aktienmarkt bewogen.Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg 0,1 Prozent auf 23.432 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 2580 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 2,2 Prozent auf 6699 Punkte.

Bei den Einzelwerten sprangen die Aktien von Amazon 13,2 Prozent in die Höhe. Der Onlinehändler geht nach einem Umsatzsprung im Sommer gestärkt ins wichtige Weihnachtsgeschäft. Von Juli bis September kletterten die Erlöse um 34 Prozent auf 43,7 Milliarden Dollar. Kunden griffen vor allem bei den Rabattaktionen rund um die Marketinginitiative Prime Day zu.

Die Anteilsscheine der Google-Mutter Alphabet kletterten um 5,3 Prozent. Ein boomendes Werbegeschäft auf Smartphones und Tablets füllte die Kassen. Auf den Einkaufslisten der Börsianer standen auch Microsoft-Papiere. Das Unternehmen profitiert kräftig vom Cloud-Geschäft. Microsoft-Scheine verteuerten sich um rund sieben Prozent.

Dieser Trend spielte auch Intel in die Hände. Dank eines wachsenden Bedarfs an Rechenzentren steigerte der weltgrößte Chiphersteller den Quartalsgewinn um 34 Prozent und stellte einen überraschend hohen Gesamtjahresüberschuss von 3,25 Dollar je Aktie in Aussicht. Intel-Aktien stiegen um 7,3 Prozent.

Gefragt war auch Apple mit einem Aufschlag von 3,58 Prozent. Das Unternehmen meldete eine große Nachfrage nach seinem neuen Smartphone. Die Vorbestellungen für das iPhone X gingen "durch die Decke", sagte eine Sprecherin.

Die Titel von Mattel stürzten dagegen um gut 8,9 Prozent ab. Der Barbie-Hersteller warnte, dass er wegen der Pleite des Spielwaren-Händlers Toys'R'Us seine Gesamtjahresziele verfehlen werde.

Die Aussicht auf eine anhaltende EZB-Geldschwemme setzte dem Euro erneut zu. Er fiel auf ein Dreieinhalb-Monats-Tief von 1,1573 Dollar und verlor damit binnen zwei Tagen etwa zweieinhalb US-Cent. Weil dies Waren heimischer Firmen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger macht, stieg der Dax zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch und schloss 0,6 Prozent im Plus. Der EuroStoxx50 gewann 0,5 Prozent.

"Eine starke Bilanzsaison, solide Konjunkturdaten und eine vorsichtige EZB - alles deutet auf eine Fortsetzung der Rally hin", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Die Europäische Zentralbank halbiert zwar ihre Anleihenkäufe ab Januar auf 30 Milliarden Euro monatlich, ließ das Ende aber offen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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