Börse New York
AmEx treibt Dow ins Plus

Angetrieben von kräftigen Kursgewinnen bei Kreditkartenanbietern hat der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum Wochenschluss zugelegt. Chiphersteller Intel enttäuschte die Anleger dagegen.
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Durchwachsene Firmenbilanzen haben zum Wochenausklang die Stimmung an den US-Börsen gedämpft. Während American Express mit starken Zahlen glänzte, sorgten am Freitag die Geschäftsberichte von Intel und General Electric für Enttäuschung. "Der Markt ist derzeit etwas frustriert, es gibt keinen Grund, um weiter nach oben zu gehen", erklärte Ken Polcari von O'Neil Securities. "Die Bilanzen fallen gemischt aus, und sogar bei unerwartet guten Geschäftszahlen nutzen Anleger diese Aktien zur Beschaffung von Bargeld."

Der Dow-Jones-Index schloss 0,3 Prozent höher auf 16.458 Punkten. Der S&P500 jedoch fiel 0,4 Prozent auf 1838 Stellen. Die Nasdaq sank um 0,5 Prozent auf 4197 Zähler. Im Wochenvergleich legte der Dow um 0,1 Prozent zu, der S&P ließ dagegen 0,2 Prozent Federn und der Nasdaq-Index erhöhte sich um 0,5 Prozent. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 9742,96 Punkten in den Feierabend, nachdem er zuvor auf ein Rekordhoch von 9789,89 Zählern gestiegen war.

Experten zufolge rücken jetzt Unternehmenszahlen am Markt wieder in den Vordergrund, nachdem die US-Notenbank (Fed) endgültig den Ausstieg aus ihren Konjunkturhilfen angekündigt hat. "Deswegen sieht man am Aktienmarkt jetzt diese Auf- und Abwärtsbewegungen", sagte Keith Bliss von Cuttone & Co.

Die Zahlen von Intel offenbarten zum Unmut der Anleger eine Schwäche im Servergeschäft. Die Aktien des Chip-Herstellers verloren deshalb 2,6 Prozent.

General Electric (GE) wies einen stagnierenden Umsatz aus, verbuchte jedoch einen Schub bei den Bestellungen. Die Aktien des Siemens-Rivalen büßten 2,3 Prozent ein.

Eine Gewinnwarnung von UPS drückte den Kurs des Logistikkonzerns um 0,6 Prozent nach unten.

Als größten Lichtblick betrachteten viele Börsianer American Express, die 3,6 Prozent zulegten und zeitweise auf einen Rekordhoch kletterten. Der Kreditkartenanbieter verbuchte im Weihnachtsgeschäft glänzende Geschäfte.

Die Großbank Morgan Stanley musste wegen hoher Kosten für Rechtsstreitigkeiten zwar einen Gewinneinbruch hinnehmen. Rechnet man diese aber heraus, ergab sich ein Ergebnis über den Expertenerwartungen. Deshalb kletterten Morgan-Stanley-Titel um mehr als vier Prozent.

Um gut drei Prozent abwärts ging es dagegen mit den in den USA gehandelten Anteilsscheinen der Deutschen Bank. Der deutsche Branchenprimus erwägt einem Medienbericht zufolge die Veröffentlichung einer Gewinnwarnung für das vierte Quartal in den kommenden Tagen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 890 Millionen Aktien den Besitzer. 1227 Werte legten zu, 1785 gaben nach und 121 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,2 Milliarden Aktien 1068 im Plus, 1525 im Minus und 106 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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